FUERTEVENTURA

Alles rund um unsere Lieblingsinsel

 

 

Fuerteventura steht für – Sonnenschein, kristallklares
Wasser und Freiheit

Das wichtigste im Urlaub ist für die meisten unter uns gutes Wetter und viel Sonnenschein. Fuerteventura, präsentiert sich an rund 3000 Stunden im Jahr von seiner strahlend sonnigen Seite. Die kanarische Insel mit der geringsten Entfernung zu Afrika: nur 100 km trennen die „Punta de la Entallada“ von „Cape Juby“ in Marokko, ist nach Teneriffa mit 1.731 km² die zweitgrößte Insel der Kanaren. Das Klima Fuerteventuras ähnelt sehr dem von Florida oder Mexiko, da sich diese auf dem gleichen Breitengrad befinden. Dieses kanarische Klima macht das Archipel Fuerteventura zu einem idealen Urlaubsort.

Fuerte ist eine Insel mit vielen Kosenamen und vielen Gesichtern. Einige nennen unser Einland die ‚Insel des ewigen Frühlings‘, andere nennen sie die ‚Stille Insel‘.Unabhängig davon wie man Fuerteventura umschreibt – eines ist sicher, hier kannst du einen entspannten Urlaub verleben. Wir helfen dir alles für eine gelungene Reise und einen schönen Urlaub zu organisieren.

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10 interesssante Fakten über Fuerteventura

Ausblick Berge Fuerteventura

Nützliches oder unnützes Wissen über Fuerteventura, das musst du für dich entscheiden. Wir finden die 10 Fakten über Fuerteventura sehr interessant.

Die Strände von Fuerteventura rund um unser Surfcamp

Auf keiner Kanarischen Insel findet man so große Sanddünen und ausgedehnte herrliche Sandstrände (mehr als 150) auf einer Länge von rund 98 Kilometern wie auf Fuerteventura. An der breitesten Stelle messen diese sogar fast 30 km. Die Strände variieren von strahlendem Weiß bis hin zu tief- schwarzem Sand. Die Kilometerlangen, weißen Sandstrände lassen die Strände Fuerteventura‘s zu den Besten der Kanarischen Inseln werden.

Diese perfekten, weißen Sandstrände von Fuerteventura sind jedoch nicht dadurch entstanden, dass Sand aus der Saharawüste angeweht wurde (wie in einigen Reiseführern behauptet wird), sondern sie setzen sich tatsächlich aus zermahlenen Muschelschalen und anderen Überresten von Meeresorganismen, wie kalkhaltigen Algenarten, zusammen. Ob große Lagunenstrände, Strände zum Wellenreiten oder kleinere Badebuchten, Fuerteventura bietet Strände der Extraklasse. Wenngleich der größte Teil der Insel aus Gestein und Felsen formiert ist – und an eine Mondlandschaft erinnert, zählen doch diese Strände zu den aller-schönsten Stränden von Europa.

Das Fuerteventura ein fantastischer Ort zum Wellenreiten ist dürfen wir ja sehr oft feststellen. Ganzjährig sommerliche Temperaturen, warmes Wasser, endlose Strände und Sonne satt, machen die Insel Fuerteventura zum idealen Ort für Wassersport. Gestern durften wir in unseren Surfkursen wieder begeisterten Wassersportbegeisterten, hier auf Fuerteventura Wellenreiten erklären und Wellenreiten auf Fuerteventura vermitteln. Schaut doch mal hier auf unserer Seite, hier findet ihr noch Tipps für die besten Stellen zum Wellenreiten auf Fuerteventura und eine Erklärung, warum Wellenreiten auf Fuerteventura so vielfältig ist.

Fuerteventura und die Natur rund um das Surfcamp Fuerteventura

Entstehungsgeschichtlich gesehen ist Fuerteventura die älteste Insel der Kanaren. Ihr besonderes Erscheinungsbild verdankt sie verschiedenen vulkanischen Epochen. Die letzte Eruption gab es vor rund 7000 Jahren und auf Fuerteventura gibt es keinen aktiven Vulkan mehr.

Wenn man jedoch gerne vulkanische Aktivität sehen möchte, dann ist die Nachbarinsel nur ca. 15 min. mit der Fähre entfernt und lädt zu einem Ausflug ein. Ein Abstecher auf die Insel der Feuerberge lohnt sich immer. Ebenso wie ein Bootsausflug zur kleinen, nur 6 km² großen Insel „Los Lobos“ im Norden von Fuerteventura. Dieses kleine, unter Naturschutz stehende Kleinod Fuerteventuras lädt zum Wandern, Abschalten und zur Erholung ein. Hier kann man vollkommen jeglicher Hektik entfliehen.

Wassersport auf Fuerteventura –
Aktiv sein im Urlaub

Wassersport jeglicher Art wird auf Fuerteventura groß geschrieben. Jahr für Jahr kommen Tausende von Wellenreitern, Surfern, Windsurfern, Kitern und Tauchern auf die Insel um sich in die Fluten zu stürzen. Jedes Jahr kommen mehr touristische Attraktionen auf Fuerteventura hinzu und die Insel lädt einfach zum Entdecken ein. Sei es die landschaftliche und kulturelle Seite der Insel, wie das Archäologie- und Ethnographie-Museum in Betancuria oder das Handwerkerdorf in Tefia oder die aktive Seite mit ihren unglaublich vielen Möglichkeiten neue Dinge auszuprobieren – Fuerteventura ist eine abwechslungsreiche Insel.

AKTIV ABSCHALTEN AUF FUERTEVENTURA

Neben dem Surfen hat Fuerteventura defintiiv noch viel mehr für den Aktivurlaub zu bieten. Unser Sport- und Freizeitangebot ist vielseitig. Einige sind aktiv, andere eher passiv – jedoch steht immer dein Wohlergehen und das deiner Mitreisenden im Vordergrund. Wir arbeiten nur mit Partnern bzw. Menschen zusammen, die wir schon länger kennen und wo wir von der angebotenen Qualität und vom Service begeistert sind – und oft genug auch selbst wahrnehmen.

Beim Yoga, Tauchen, Kitesurfen, Insel erkunden, Schnorcheln oder Longboarden – kannst du aktiv viel Spaß haben. Und das ist nur ein Teil der Mögichkeiten: Gegen eventuelle Langeweile fallen uns noch zahlreiche andere Dinge ein. Bei uns in der Surfschule können wir dir weitere Aktivitäten organisieren und deine Wünsche erfüllen. Bei uns erhältst du Auskünfte, Tipps und Infos für deine Urlaubsgestaltung, Tipps für Wanderrouten oder Empfehlungen für einen Tagesausflug.

Die Kultur Fuerteventuras

MENTALITÄT UND LEBENSSTIL EINES „TYPISCHEN CANARIOS

Die Menschen auf Fuerteventura sind ein spezielles Völkchen. Bezeichne nie einen Canario als einen „Spanier“! Hier ist man sehr stolz auf seine eigene Herkunft. Umso mehr, als sie unter der Franco-Diktatur, also bis 1975 (so lange ist das noch gar nicht her!) verleugnet und unterdrückt werden musste. Die Canarios stammen von den Ureinwohner der Kanaren, den Guanchen, ab. Im Zuge der spanischen Unterwerfung im 15. Jahrhundert fand über Zwangsverheiratungen eine Vermischung mit den kastilischen Soldaten statt. Inzwischen besinnt man sich gern wieder auf das ursprüngliche und erlaubt auch wieder auf die alten Sitten der Guanchen, was sich zum Beispiel im Volkssport Ringkampf (Lucha Canaria), einigen Speisen oder auch in der Namensgebung niederschlägt.

blick auf villaverde von el cotillo

Ansonsten ist der „typische Canario“ freundlich, offen und hilfsbereit. Nur zu viel „Überfremdung“ oder zu viel Tourismus lehnt er ab. Wie alle Südländer ist er kinderfreundlich, und sehr Familien-orientiert. Oft leben zwei oder drei Generationen unter einem Dach. Dabei kommt es auch vor, dass die Garage als Wohnraum mitgenutzt wird. Am besten kann man den kanarischen Lebensstil mit zwei Sprichworten beschreiben:

1. „Es bueno descansar y hacer nada despues!“ – Will heißen: es ist gut auszuruhen und danach nichts zu tun!

2. „Deutsche leben, um zu arbeiten.  Spanier (und Canarios!) – arbeiten, um zu leben!

Mit diesen zwei Aussagen ist die Mentalität auf den Punkt gebracht. Nehmt zum Vergleich vielleicht die Vorliebe für einen Schwatz, einen kölschen Schnack oder eine hessische Babbelei zu jeder Tages- und Nachtzeit. Dies mit Vorliebe unter freiem Himmel und schon könnt ihr euch genau vorstellen, was ich damit sagen möchte. Denn eines hat jeder Canario: Zeit. Und hat er mal keine, dann nimmt er sie sich. Zuerst regt man sich als „schneller Deutscher“ noch darüber auf, aber hat man sich erst einmal angepasst, so ist das

Leben sehr angenehm und entspannt! Aber ganz ehrlich: ab und zu regt mich diese Lahmarschigkeit, vor allem im Supermarkt an der Kasse, dann manchmal doch noch auf und ich denke an die in Übergeschwindigkeit arbeitende Kassiererin bei LIDL oder ALDI, die schon mit dem Einscannen fertig sind und mit ausgestreckter Hand auf das Geld warten, während man selbst noch damit beschäftigt ist alles wieder im Einkaufswagen zu verstauen. Auf der anderen Seite ist es genau in diesem Moment die freundliche Kassiererin hier, im kleinen Supermarkt, die einfach mit anpackt und alles Produkte in Tüten verpackt und mich dabei anlächelt. Dann weiß ich wieder wie schön es hier wirklich ist …

Mañana, mañana sowie Zeit und Ungeduld – der Beigeschmack des Wellenreitens auf Fuerteventura

Ozean Fuerteventura

Mañana

Eines der wichtigsten Wörter hier auf der Insel ist sicherlich „mañana“. Damit wird jeder ungeduldige Deutsche vertröstet, der auf den Handwerker wartet. Mañana kommt auch garantiert euer Telefonanschluss, wie wir bei der Gründung von FreshSurf am eigenen Leib erfahren haben. Mañana heißt zwar wörtlich „morgen“, dies ist aber in der Regel nicht ernst zunehmen. Also wartet bitte nicht auf den „mañana“ erscheinenden Handwerker: Er kommt vielleicht  irgendwann einmal. Und regt euch hier bloß nicht darüber auf – ihr verschwendet wertvolle Lebenszeit, erreichen tut ihr eh nichts, und verwundern tut ihr damit höchstens die Einheimischen.

Zeit und Ungeduld

Das ist das nächste Phänomen: jeder hat hier Zeit. Ungeduld ist eher ein Fremdwort. Einen kleinen Schwatz in Ehren kann doch niemand verwehren, oder? So scheint der unschuldige Blick zu sagen. Wundert euch nicht, wenn ihr an der Kasse im Supermarkt ansteht, und jeder Kassiervorgang dauert 10 Minuten, weil die Neuigkeiten des jeweiligen Kunden, die Krankheiten, Geburten oder was auch immer durchgesprochen werden müssen.

Auch wenn ihr zur Post oder zu Ämtern geht – richtet euch auf lange Wartezeiten ein – auch das müssen wir bei jedem Behördengang feststellen. Die können durchaus unterhaltsam vergehen … wenn ihr z.B. anfangt, mit euren Mit-Leidensgenossen in der Schlange zu schwatzen. Wenn ihr euch aber auf Öffnungszeiten und Termine verlasset, dann seid ihr im wahrsten Sinne der Wortes verlassen. So passierte es uns einmal, dass wir zu einem vereinbarten Termin im Amt zweimal nach Puerto del Rosario fahren mussten, denn beim ersten Termin war schlichtweg einfach keiner da! Und auch kein Schuldbewußtsein, oder gar eine ernstgemeinte Entschuldigung war zu erwarten, als der erneute Termin dann telefonisch ausgemacht wurde. Schließlich wollten wir doch etwas, und deshalb kämen wir doch sicherlich gerne noch einmal, oder warten bestimmt sehr gerne!

Wie auch immer, trotzdem wir hier schon viel ruhiger geworden sind, so können wir und doch an manche Dinge sicherlich noch lange nicht gewöhnen.

Fluchen und Schimpfworte

DSC02676Da können im Wasser schon einmal dunkle Wolken aufziehen, wenn man nicht aufpasst und aus Versehen einem Local die Vorfahrt nimmt …

Die spanische Sprache ist gespickt mit Schimpfworten und krassen Ausdrücken – lasst euch aber davon nicht erschrecken! Sie werden auch gern und häufig genutzt, vor allem umgangssprachlich. Wenn ihr auf auf Spanisch mitfluchen könnt, und dafür keine Lachsalven mehr erntet, dann habt ihr es geschafft!

Worte und ihre verschiedenen Bedeutungen

Oft können Kraftausdrücke auch verschiedene, gegenteilige Bedeutungen haben:

  • So sind bespielsweise „cojones“ übersetzt „Hoden“, „huevos“ „Eier“. Beides kann anerkennend gemeint sein „tiene cojones!“ bedeutet „Mann, hat der Mut!“ Und wenn irgendetwas als „a huevo“ oder „cojonudo“ bezeichnet wird, dann heißt das nicht „hodenhaft“, sondern „ganz simpel“ und beim zweiten „super, toll, Extraklasse“.
  • Ein anderes Beispiel: „puta“ ist die Hure. Bezeichnet nie jemanden als „puta“ bzw. „hijo“ oder „hija de puta“ (Sohn oder Tochter einer Hure): Das sind übelste Beschimpfungen, die man Ihnen nicht verzeiht. Und beleidigt nie die Mutter eures Gegenübers – die Mutter ist im katholisch geprägten Spanien heilig. Dito die Königsfamilie. Auch wenn der Canario, der mit euch in der Bar sitzt, über die Königsfamilie herzieht … schließt euch ihm nie an!

Das Vertrackte an der spanischen Sprache ist oft auch die Schreib- und Ausspruchsweise. So bedeutet año mit Kringel über dem „n“ , gesprochen „anjo“, Jahr. Ano ohne Kringel bedeutet „Popoloch“. Achtet also gut darauf, ob euch jemand ein gutes neues Jahr „feliz año (mit Kringel) nuevo“ oder ein gutes neues … ihr wisst schon was wünscht!

Steuersystem auf Fuerteventura

DSCN6338-2Das Steuersystem auf den Kanaren unterscheidet sich von dem gewohnten deutschen, österreichichen oder schweizerischen Steuersystem doch grundlegend. Die Kanaren sind komplett eine Sonderzone. Das heißt, es gibt keine Steuern auf Tabak, Sprit oder Alkohol. So kostet Benzin zum Beispiel nur die Hälfte vom Preis in Deutschland.

Als Angestellter zahlt man nur geringfügig weniger Steuern als in Deutschland. Viele Firmen stellen deswegen nicht Angestellte ein, sondern beschäftigen ihre Arbeitskräfte als „Autonomo“. Ein Autonomo ist eine Ein-Mann-Firma – wobei diese wiederum durchaus bis zu drei Angestellte haben kann. Schwerpunktmäßig können Handwerksbetriebe, Gastronomie und Einzelhandel sich als Autonomo verdingen. Großhandel ist ausgeschlossen. Denn was ist der Vorteil eines Autonomos? Ganz einfach: jeder Autonomo handelt – über seinen Steuer- und Finanzberater – für sich einen individuellen Pauschalsatz für die monatl. Steuerzahlung aus. Und ist der einmal festgelegt, dann bleibt es dabei …auch wenn man später mal mehr verdient …..

Ein Beispiel: Als Handwerksbetrieb würde man für die Sozialversicherung ca. 212 Euro pro Monat zahlen. Hierbei ist die Rentenversicherung und die gesetzliche Krankenversicherung inklusive; dies gilt auch für die Familie / Frau und Kinder. Als Pauschalsteuer würden bei einem Einkommen von 1.500 Euro monatlich rund 300 bis 400 Euro festgelegt. Und wenn man nun später mal 10.000 Euro im Monat verdient, egal … man zahlt brav weiter 300 bis 400 Euro Steuern pro Monat. Dies gilt allerdings auch umgekehrt: in Monaten, in denen man nicht so viel verdient, muss trotzdem die ursprünglich festgelegte Summe gezahlt werden.

3  verschiedene Arten von Polizei

In Spanien, gibt es nicht eine Polizei, sondern gleich drei Arten:

  • die Guardia Civil
  • die Policia Municipal / Local
  • die Policia Nacional.

Die Guardia Civil stammt noch aus der Franco-Ära. Sie haben den Ruf der „harten Kerle“, verstehen überhaupt keinen Spaß, und sind vor allem für die Autobahnen zuständig. Sie tragen grüne Uniformen und diese „lustigen kleinen Hütchen“. Mit Spitznamen werden sie „aceitunas“ (= Oliven) oder „sapos“ (= Kröten) genannt, beides wegen der grünen Farbe der Uniformen.

Die Policia Local fällt gleich wegen ihrer bunten Wagen auf. Sie sind für kleinere Straftaten, Ordnungsw idrigkeiten, Streitereien und Drogendelikte zuständig. Sie tragen – als ob sie in Kontrast zu ihren Autos stehen müssen – schwarze Uniformen. So darf zum Beispiel die Policia Local zwar einen Drogenfund sicherstellen, beschlagnahmen darf ihn dagegen nur die Guardia Civil.

Die Ermittlungen danach übernimmt dann die Policia Nacional. Diese Policia Nacional trägt blaue Uniformen, und ist quasi „die letzte Instanz“, bei Schwerverbrechen u.ä. kommt sie zum Zug. Um die Spitznamen, die ihr bitte nicht verwenden mögt, noch zu vervollständigen: „pitufos“ (= Schlümpfe“) wird die Policia Local auch gern genannt – aber nur hinter ihrem Rücken! Und über die Mannen der Guardia Civil wird oft auch als „piojos verdes“ geschimpft = grüne Läuse! Aber wie gesagt: gegenüber einem Polizisten, egal welcher der drei Arten, brilliert ihr besser nicht mit euren Spanisch-Kenntnissen in Spitznamen!

Seit immer höflich und respektvoll zu allen. Zwar ist glücklicherweise mit dem Ende der Franco-Ära auch die Schreckensherrschaft der Polizeiwillkür zu Ende gegangen – nichtsdestotrotz solltet ihr weder diskutieren noch irgendetwas besser wissen noch belehren wollen. Sonst landet man ganz schnell mal für ein paar Stunden oder eine Nacht auf dem Revier. Seit höflich, seht schnell eure Schuld ein und dann können wohlwollende Polizisten auch mal ein Auge zudrücken …

Die freien Stellen in der Polizei werden vielfach über Familienbeziehungen besetzt. Leider gab es in der Vergangenheit dann aber auch oft den unschönen Effekt, dass Familienmitglieder von der Polizei nachsichtiger behandelt wurden. Deshalb wurde vor einigen Jahren ein Austauschprogamm mit dem Festland ins Leben gerufen, bei dem jeweils der Polizist aus Fuerteventura ein Jahr in Festland-Spanien arbeiten muss, und ein Jahr ein Festlands-Spanier auf den Kanaren eingesetzt wird.

Wie auch in Deutschland gibt es hier eigentlich nur zwei Arten von Polizisten – die guten und die bösen – und das schöne ist, man weiß nie, an welche Art man gerade geraten ist …

Kulturzentrum Casa Mane in La Oliva

Unter dem Namen Casa Mane ist das kanarische Kulturzentrum in La Oliva bekannt und zieht viele Kunstliebhaber an. In einem restaurierten Herrenhaus etablierte sich das von Kunstmäzen Manuel Delgado Camino (Mane) gestiftete Forum für die Werke junger kanarischer Künstler. Mehrere Säle des Anwesens beherbergen wechselnde Ausstellungen dieser begabten Canarios, aber auch Arbeiten bekannterer spanischer Maler und Bildhauer. Der weitläufige Garten der Casa Mane ist ein Kunstwerk für sich. Opuntien und junge Palmen bilden die Bühne für über 70 kunstvoll geschmiedete Metallziegen. Hier schuf der kanarische Künstler Albert Agullo im Stil des Scherenschnitts ein unverwechselbares Arrangement vom Exodus der Ziegen.

Kornspeicher Casa de la Cilla – Landwirschaftsmuseum

Der sehr gut erhaltene Kornspeicher Casa de la Cilla beherbergte früher in seinem abgedunkelten Inneren die Erträge der Felder sowie die des Steuerzehnts. Bis in die 1970er Jahre lebte die Bevölkerung des Ortes vorrangig von Landwirtschaft. Auskunft über die damalige Anbauweise gibt das im Speicher untergebrachte Landwirtschaftsmuseum Museo del Grano La Cilla.

Molino de Antigua

Umgeben von zahlreichen Kakteen zieht die typische, vierflüglige Windmühle Molino de Antigua am Rande der Ortschaft die Blicke auf sich. Früher wurde hier Gerste und Mais gemahlen. 1997 eröffnete in der Mühle von Antigua ein Kunsthandwerkszentrum. Die Anlage, die 1998 fertiggestellt wurde, ist sehr schön angelegt und bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Ein Kunsthandwerksladen und die dazugehörigen Ausstellungsräume stehen den Besuchern, ebenso, wie eine Galerie und ein Kaktusgarten, zur Freizeitgestaltung zur Verfügung. In dem gemütlichen Restaurant oder dem kleinen Cafe kann man eine kleine Pause einlegen und ausruhen. Interessant zu sehen, ist auch die große archäologische Sammlung aus der Lavahöhle von Villaverde mit einzigartigen Fundstücken. Die Mühle selbst ist auch im Inneren zu besichtigen und sogar am Wochenende geöffnet. Bei Antigua gibt es zudem eine alte, weiße Pfarrkirche zu sehen, deren Bau im Jahre 1785 abgeschlossen wurde. Der Vorplatz der Kirche ist mit wunderschönen, subtropischen Pflanzen verziert und wird oft von Reisenden als schattiger Ruheplatz genutzt. Die Pfarrkirche wurde der Jungfrau von Antigua geweiht und besteht aus einem einschiffigen, großen Bau, der auch einen schönen Glockenturm beinhaltet. Außergewöhnlich ist die einzigartige Mudejardecke des Chors, sowie ein klassizistischer, ockerfarbener Altar.

Ecomuseo de Algocida in Tefia

Im Nordwesten der Insel wurden alte, verfallene Bauernhöfe liebevoll restauriert und können nun von Jedermann besichtigt werden. Die Besucher können Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und die Lebensweise der Einheimischen aus der Zeit beobachten, in der der Tourismus auf der Insel Fuerteventura noch keine Rolle spielte. Das Freilichtmuseum wird von Reisenden gern besucht, die die Handwerkskunst der Stickerinnen, Steinmetze und Bäcker interessiert begutachten.

Convento de San Buenaventura – Betancuria

Am Ortseingang von Betancuria befindet sich die Kirchenruine des Convento de San Buenaventura, die hier bestaunt werden kann. Die Kirche gehörte zu einem Franziskanerkloster und stammte aus dem 17. Jahrhundert. Der Kreuzgang des Klosters existiert nicht mehr, da die Anlage von Einheimischen als Steinbruch genutzt wurde. In einer am Hang gebauten Kapelle, die Reisende auch heute noch besichtigen können, soll im 15. Jahrhundert ein wundertätiger Missionar namens San Diego gelebt haben. Auch die Kirche Iglesia de Santa Maria, um 1620 erbaut, ist für Kulturinteressierte auf jeden Fall einen Besuch wert. Sie gilt als Ersatz für die erste Kathedrale des Ortes, die im Jahre 1593 der Zerstörungswut von Piraten zum Opfer fiel. Das dreischiffige, historische Gebäude beherbergt gleich mehrere Altare, wie zum Beispiel den barocken Hauptaltar aus dem Jahre 1684. Die beeindruckende Holzdecke ist im typischen Mudejarstil angefertigt worden. Eines der ältesten Kunstwerke der Insel Fuerteventura kann der Besucher in der nördlichen Altarnische bewundern, ein Bildnis der Santa Catalina. Die Sakristei ist ebenfalls mit einer wunderschönen Holzdecke ausgestattet, die aufwändige Schnitzereien und gemalte Ornamente aufweist.

Das Wrack der American Star

Eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art ist das Wrack der American Star an der Küste des Strandabschnitts Playa de la Solapa. Im Jahre 1994 sank das Schiff aus unerklärlichen Gründen während eines Sturms. Der Betrachter kann es nur vom Ufer aus, in rund 100 Meter Entfernung, sehen, trotzdem ist es ein imposanter Anblick. Da sich im Gebiet um das Wrack herum verrostete Teile befinden, ist das Schwimmen hier strengstens untersagt. Schon einige Neugierige, die das Schiff aus nächster Nähe betrachten wollten und dort hinschwammen, bezahlten dieses Abenteuer mit ihrem Leben. Mittlerweile ist jedoch kaum noch etwas von dem Wrack zu sehen. Ein großer Anziehungspunkt für Touristen stellt der Montana Tindaya dar, ein 401 Meter hoher Berg im Nordwesten der Insel Fuerteventura. Hier kann der Reisende eine ehemalige Opferstätte der Guanchen besichtigen, die noch gut erhaltene Felszeichnungen aufweist.

Das Fischerdorf Ajuy

Das kleine Fischerdorf Ajuy an der Westküste der Insel besticht durch seine Beschaulichkeit und seinen dunklen Strand. Ein Spaziergang an den Klippen mit einem atemberaubenden Meerblick ist ein ganz besonderes Erlebnis. Direkt unter den Klippen befinden sich einige Höhlen, die aber nur bei ruhiger See begehbar sind.

Die Geschichte Fuerteventuras

Woher kamen sie denn nun, die ersten Inselbewohner der Geschichte? Darüber streiten sich bis heute Forscher und Wissenschaftler. Seit der Antike umspannen Mythen die Inseln der Glückseligen, die später von Piraten und Eroberern ins Visier genommen wurden. Allen gemein ist die Faszination einer Gesellschaft glücklichen Zusammenlebens ‚irgendwo im Westmeer‘ mit wenig Arbeit bei ewig frühlingshaftem Klima. Wir werden in den nächsten Tagen versuchen euch einen kleinen Einblick in die Geschichte unserer Insel zu geben und hoffen, dass sich darin einige interessante News verbergen…

Phönizier als erste Entdecker

Als gesichert gilt, dass um 1100 bis 800 v.Chr. die Phönizier vom heutigen Cadiz aus kommend als kühne Seefahrer den Atlantik bereisten und vermutlich alle Kanarischen Inseln entdeckten. Ihnen verdanken die sieben Archipele auch den Namen Purpurinseln. Denn hier fanden die Phönizier die begehrte Färberpflanze, die Orchilla-Flechte, und nahmen sie mit in ihre Heimat. Die daraus gewonnenen Purpurstoffe wurden zu ihrer wichtigsten und begehrtesten Handelsware.

Urbevölkerung, die Majos

Etwa 500 bis 200 v.Chr. seien die ersten Siedler auf Fuerteventura gelandet. Fundstücke belegen dies. Unklar ist bis heute, ob es nordafrikanische Berberstämme waren oder ob sie als Angehörige der Megalithkultur kamen. Darüber hinaus ist nicht geklärt, ob es sich um eine gezielte Auswanderung handelte oder um eine Deportation, die durch die herrschenden Römer durchgeführt wurde.

Zwei Stämme auf Fuerteventura

Die ersten Bewohner unterteilten die Insel in zwei Stammesgebiete:

  • Der Stamm der Region um Jandia und
  • der Stamm der Maxorata.

Die Ureinwohner nannten sich Majos. Die Spanier formten die Version Majoreros, die sich bis heute als Bezeichnung der Bevölkerung Fuerteventuras erhalten hat.

Mantel des Vergessens

Die geographische Lage Fuerteventuras wie aller Kanarischen Inseln war früh bekannt. Bereits im Jahre 85-160 n. Chr. wurde sie durch den Mathematiker und Geographen Ptolemäus exakt bestimmt. Und doch legte sich ein Mantel des (europäischen) Vergessens über die Inseln des ewigen Frühlings und sie fristeten ihr dasein Abseits vom Interesse des Europäischen Festlandes.

Fuerteventura im Visier der Eroberer

Jahrhunderte lang erinnerte man sich in Europa nicht an die Inseln der Glückseligen, bis Ende des 12. Jahrhunderts Seefahrer und Händler aufbrachen, neue Märkte zu erschließen. erbesserte Schifffahrtstechnik ermöglichte es ihnen von nun an, die Inseln zu überfallen, die Bevölkerung zu versklaven und Rohstoffe zu fassen. So landete z.B. der normannische Adlige Jean de Bethencourt 1402 auf der Nachbarinsel Lanzarote und unterwarf die Bevölkerung. Zwei Jahre später errichtete er auch auf Fuerteventura zwei Festungen, um dann 1405 die gesamte Insel einzunehmen. Die Vorsteher der beiden Stämme Fuerteventuras kapitulierten und ließen sich taufen. Die Hauptstadt Betancuria wurde gegründet. Bethencourt handelte vom kastilischen König unterstützt unter dem Deckmantel christlicher Mission – doch sein Interesse war eher wirtschaftlicher Art.

Aufgabe der alten Kultur

Das 15. Jahrhundert war gekennzeichnet durch Herrscherwechsel. Die Konquistadoren teilen die Inseln unter sich auf. Um Aufstände zu ersticken, wurden rebellische Ureinwohner als Sklaven verkauft oder nach Lanzarote umgesiedelt. Bald übernahmen die übrigen Majoreros weitgehend die Kultur der Eroberer, auch die eigene Sprache verschwand. Bereits 1514 wurden sie den Spaniern rechtlich gleichgestellt.

Vom Ende des 15. Jahrhunderts bis heute in aller Kürze

Ab Ende 15. Jh.
Die spanische Krone verwaltet die Insel nicht direkt, sondern belehnt Adlige und Geistliche, die als Senores über die Einheimischen herrschen; Einwanderung von normannischen und spanischen Siedlern; Assimilation der Ureinwohner (Majoreros).

17./18. Jh.  
Wiederholt überfallen Freibeuter verschiedener Herkunft Küstenorte.

1730 – 1736
Die heftigen Vulkanausbrüche auf Lanzarote verheeren auch den Norden Fuerteventuras.

1740 
Die Bürger von Tuineje schlagen englische Piraten in die Flucht (Schlacht von Tamacite).

1837
Die Lehnsherrschaft endet.

1852
Die Kanaren werden zur Freihandelszone erklärt; ökonomischer Aufschwung in Fuerteventura u. a.
durch Export von Farbstoff, Soda und Kalk.

1912
Den Inseln wird eine Selbstverwaltung (cabildo insular) zugestanden.

1927
Fuerteventura wird Teil der neuen Provinz Gran Canaria.

1967/68    
Der Fremdenverkehr setzt ein.

2003
Besucher-Rekord auf Fuerteventura. Mehr als 1,5 Millionen Touristen, davon 1,3 Millionen ausländische Urlauber, haben 2003 die Insel besucht. Dies entspricht rund 6,5 % mehr als im Vorjahr. Fuerteventura gilt vor allem während der Wintermonate als eines der wichtigsten Urlaubsziele in Spanien

 

 

Beste Reisezeit Fuerteventura

Die beste Reisezeit für Fuerteventura ist so komisch es klingt das ganze Jahr über. Es gibt so zu sagen keine falsche Zeit, um einen Surfurlaub auf Fuerteventura zu machen. Wenn du dem kalten Deutschland entfliehen wollt, bietet dir Fuerteventura einen tollen Rückzugsort um im Winter Sonne zu tanken. Frieren wirst du garantiert nicht. Kurz und Knapp gesagt: Die Insel ist rund um das Jahr eine Reise wert! Wann die beste Reisezeit für Fuerteventura ist und worauf du beim Koffer packen achten musst, erfährst du hier!

Klima auf Fuerteventura

Fuerteventura trägt den Beinamen “Insel des ewigen Frühlings”. Die Nähe zum Äquator sorgt dafür, dass hier sehr oft die Sonne scheint. Kaum eine andere Insel in ganz Europa kann mit so gutem Wetter aufwarten, wie die die Atlantikinsel. Fuerteventura ist die zweitgrößte Insel der Kanaren und liegt im Osten des Kanarischen Archipels, weshalb sie nur 120 Kilometer von der marokkanischen Küste trennen. Also., geh erst einmal Sonnencreme und Flip-Flops shoppen – denn diese wirst du im mediterranen Klima der Insel benötigen. Fuerte bietet dir trockene, heiße Sommer und milde Winter mit einigen, wenigen Regentagen. Das liegt daran, dass es auf der Insel kaum große Erhebungen gibt, an denen die Regenwolken aufgehalten werden können. Diese ziehen über die Insel hinweg und schon ist die Sonne wieder da.

Im Winter solltest du auf jeden Fall auch deine Badesachen einpacken. Hier werden oftmals die 20° C pro Tag überschritten. Die Temperaturen schwanken im  Winter zwischen 14°C bis 21°C und im  Hochsommer schwanken die Temperaturen zwischen 19°C und 32°C. Der Vorteil: aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit auf der Insel ist die Luft nicht schwül und drückend, wie an manch anderen, subtropischen Urlaubsorten. Die Wassertemperaturen des Smaragd-grünen Ozeans liegen im Winter durchschnittlich bei 19°C, im Sommer bei angenehmen 21°C.

Sonnenstunden auf Fuerteventura

Wenn man sich die Klimatabellen der vergangenen Jahre anguckt, wird einem schnell klar, dass Fuerteventura sich ganzjährig als tolle Urlaubsdestination mit vielen Sonnenstunden eignet. Im Winter verzeichnet unser kleine Paradies im atlantischen Ozean Top-Werte von 5-7 Sonnenstunden pro Tag. Im Sommer sind es sogar 10-11 Stunden. In Deutschland bewegt sich der ganzjährige Temperatur-Mittelwert zwischen 9-10°C, auf Fuerteventura schwankt dieser zwischen 19 – 23°C. Ein großer Unterschied!

Urlaub auf Fuerteventura kann man „oft“ nicht in Worte fassen

Da bewegte Bilder oftmals mehr sagen als Worte folgen hier ein paar schöne Eindrücke von unserer Insel mitten im Atlantik

WAS SOLLTE MAN AUF FUERTEVENTURA GESEHEN HABEN?
beeindruckenden langen Sandstrände gesehen zu haben! Sehenswert sind darüber hinaus die Dünen von Corralejo, die Höhlen von Ajuy, der Ort Betancuria, sowie verschiedene Windmühlen und Kirchen.
KANN MAN IM WINTER AUF FUERTEVENTURA IM MEER BADEN?
Das mediterran-subtropisches Klima sorgt für eine durschnittliche Wassertemeratur von 20° C. Im Februar bis April können die Wassertemeraturen bis auf 17° C fallen, in den Sommermonaten von August bis September kann der Atlantik Temperaturen bis 25° C erreichen. WICHITG: Im Atlantik herrschen oft unvorhersehbare Unterströmungen, daher immer Vorsicht beim Baden und auf die Flaggen achten!
BRAUCHT MAN BESTIMMTE IMPFUNGEN FÜR FUERTEVENTURA?
Für einen Urlaub auf Fuerteventura braucht man keine speziellen Impfungen, die üblichen Standardimpfungen sind ausreichend. Man kann aber vor Reiseantritt seinem Impfungen gegen Tetanus, Diphterie, Hepatitis A und B auffrischen. Obwohl die Kanarischen Inseln nahe bei Afrika liegen, besteht kein Malaria-Risiko. Oft hört man von einem erhöhten Risiko von Darminfektionen, doch wenn Sie auf eine entsprechende Lebensmittelhygiene achten, beugen Sie Darmerkrankungen vor: beispielsweise Obst und Gemüse immer vor dem Verzehr zu waschen und das Leitungswasser nicht trinken!
WIE IST DIE ÄRZTLICHE VERSORGUNG AUF FUERTEVENTURA? GIBT ES DEUTSCHE ÄRZTE?
Die ärztliche Versorgung auf der Insel ist gut, auch die öffentlichen und privaten Krankenhäuser der Insel entsprechen dem europäischen Standard. Besonders in den touristischen Gebieten sprechen viele Ärzte Englisch und/oder Deutsch. Wir arbeiten mit einer Allgemeinärztin in Corralejo zusammen. Bitte bedenkt, dass es deutschsprachige Ärzte auf Fuerteventura gibt, die privat abrechnen. Unter Umständen werden die Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen.