Kann man das Leitungswasser auf Fuerteventura trinken? Woher kommt das Leitungswasser auf Fuerteventura? Kann ich einfach den Wasserhahn aufdrehen und das Wasser trinken? Was sind die häufigsten Verunreinigungen im Trinkwasser auf Fuerteventura? Wird das Wasser in Flaschen abgefüllt? Welcher Wasserfilter ist der Beste für das Leitungswasser auf Fuerteventura? 

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Vielleicht sind dir diese Fragen bei einem Besuch bei uns im Surfcamp auf Fuerteventura auch schon einmal durch den Kopf gegangen. Wir möchten dir hier einige Antworten auf die obigen Fragen mitgeben, damit du bei deinem nächsten Besuch in unserer Surfschule die richtigen Schlüsse für dich ziehen kannst. So oder so schadet es sicherlich nicht Informationen über die Wasserqualität auf Fuerteventura zu erhalten. Falls du eine schnelle Antwort suchst, so kannst du direkt zu den Schlussfolgerungen am Ende dieses Artikels springen. 

Woher kommt das Leitungswasser auf den Kanarischen Inseln?

Sicherlich hast du auch schon von Wasserproblemen und Wasserknappheit auf Fuerteventura oder anderen Kanarischen Inseln gelesen. Die vorherrschende Knappheit der natürlichen Ressourcen und die hohe Bevölkerungsdichte sowie der besonderen Orographie der Inseln sind für die Wasserprobleme verantwortlich. Die Verteilung der Bevölkerung auf den Inseln wurde von Wasser bestimmt. Im Laufe der Geschichte wurden die Wasserressourcen durch die wirtschaftliche Entwicklung des Menschen immer weiter verringert oder einfach verschmutzt.

Bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts verfügten alle Inseln, mit Ausnahme von Fuerteventura, über ausreichend Wasser, um ihre Bewohner und auch die landwirtschaftlichen Aktivitäten zu versorgen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begannen die Inselbewohner mit dem Bau von mehr als 1.500 Wasserstollen für die landwirtschaftliche Produktion und den Wasserverbrauch, wobei sie Grundwasserleiter in den Bergen nutzten. Einige, wenige von diesen sind auch heute noch in Gebrauch. Mit Ausnahme von Fuerteventura gibt es auf allen Kanarischen Inseln Galerien, 65% auf Teneriffa, 24% auf Gran Canaria und 10% auf La Palma. Von den 106 Wasserminen auf Gran Canaria, die sich fast alle von Telde (der Gemeinde mit der größten Menge) bis La Aldea de San Nicolás erstrecken, sind nur noch 20 % in Betrieb, was etwa 50 % der gesamten Wasserversorgung entspricht.

Derzeit sind viele der Grundwasserleiter, die sie versorgten, ausgetrocknet, durch Salzwasser verunreinigt oder liefern einfach keine ausreichende Menge an Qualitätswasser.

Vgl. Quelle: https://www.eldiario.es/canariasahora/premium-en-abierto/islas-sedientas-agua-entranas-tierra_1_3162481.html

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“El mar se ha convertido en una enorme reserva.”
„Das Meer ist zu einem riesigen Stausee geworden“

– D. Manuel Díaz Rijo –

Leitungswasser auf Fuerteventura – entsalztes Wasser auf den Kanaren

Der größte Teil des Leitungswassers auf den Kanarischen Inseln wird heute aus entsalztem Meerwasser gewonnen. Die erste Entsalzungsanlage Europas wurde 1964 auf Lanzarote eingeweiht, und in den letzten 50 Jahren hat sich diese autonome Gemeinschaft zu einem Referenzpunkt entwickelt, von dem sich andere Teile der Welt bei der Wasseraufbereitung inspirieren lassen. Nach Angaben der kanarischen Regierung gibt es 22 Anlagen, die die öffentliche Versorgung sicherstellen. Die Technologie, die dabei zum Einsatz kommt nennt sich Umkehrosmose, bei der das Salz mit Hilfe von Membranen entfernt werden kann. 

Die Entsalzung hat den Kanarischen Inseln das Leben gerettet, denn ohne sie wären wir nicht in der Lage, 16 Millionen Touristen pro Jahr zu empfangen.

Quelle: https://elpais.com/politica/2018/01/20/actualidad/1516475753_444638.html

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Warum schmeckt das Leitungswasser auf Fuerteventura anders als das Flaschenwasser?

Das durch Entsalzung gewonnene Wasser muss vollständig destilliert werden. Dadurch entsteht ein Geschmacksunterschied zwischen Leitungswasser und Flaschenwasser. Da laut Gesetzgebung dann eine Mindestmenge an Chlor zugesetzt wird, um das Vorkommen von Bakterien zu reduzieren, schmeckt das Leitungswasser auf Fuerteventura immer leicht nach Chlor. Zudem wird das Wasser noch remineralisiert.

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Wie wird das Leitungswasser auf den Kanarischen Inseln reguliert und behandelt?

Auch das Wasser auf den Kanarischen Inseln wird nach den Richtlinien des Gesundheitsüberwachungsprogramms der Kanarischen Regierung für Wasser für den menschlichen Gebrauch kontinuierlich analysiert. Jedes Jahr werden mehr als 100.000 Tests durchgeführt.

Die spanische Gesetzgebung und die europäischen Richtlinien garantieren sauberes und trinkbares Trinkwasser, indem sie die Konzentration von mikrobiologischen und physikalisch-chemischen Verunreinigungen, die der menschlichen Gesundheit schaden können, beseitigen oder reduzieren. Gemäß dem Königlichen Dekret 140/2003 garantieren die öffentlichen Einrichtungen den unbedenklichen Verbrauch von Leitungswasser auf den Kanarischen Inseln. Auf dem gesamten Archipel sind öffentliche und private Unternehmen an der Wassergewinnung und -aufbereitung beteiligt. Der wichtigste private Wasserversorger ist Canaragua, welches mehr als 280.000 Haushalte und Unternehmen mit Leitungswasser versorgt.

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Kann man das Leitungswasser auf Fuerteventura und den anderen Inseln trinken?

Leitungswasser erfüllt die gleichen strengen Kriterien wie Wasser aus Deutschland, Schweden, dem Vereinigten Königreich oder Frankreich. Der Mythos, dass Leitungswasser von schlechter Qualität ist oder Magenprobleme verursachen kann, ist heute unbegründet. Es stimmt allerdings, dass es nicht immer gut schmeckt. Das Leitungswasser auf Fuerteventura ist unbedenklich, enthält jedoch viel Chlor, was den Geschmack beeinträchtigt. Es eignet sich jedoch zum Reinigen oder Putzen der Zähne.

Obwohl die Frage, ob man das Leitungswasser auf Fuerteventura trinken kann mit „JA“ beantwortet werden kann/könnte, sollte man immer daran denken, dass letzten Endes auch das Leitungssystem für einen sicheren und sauberen „Transport“ des Wassers mit verantwortlich ist. Das Wasser stammt aus dem Meer und enthält jede Menge Chemikalien, ist also nicht mehr natürlich.

Weitere Informationen zur Wasserqualität findet man im Gesundheitsüberwachungsprogramm für Wasser für den menschlichen Gebrauch in der Autonomen Region der Kanarischen Inseln (Programa de Vigilancia Sanitaria del Agua de Consumo Humano de la CA de Canarias).

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Gibt es Besonderheiten des Trinkwassers auf Fuerteventura?

Fuerteventura verfügt über keine Flüsse mit einer stabilen Wasserführung und hat eine sehr geringe jährliche Niederschlagsmenge. Wasser ist auf Fuerteventura ein knappes Gut. Auf der Insel gibt es nur einige wenige Stauseen, die für landwirtschaftliche Zwecke und nicht für die Trinkwasserversorgung Fuerteventuras genutzt werden.

Das gesamte Trinkwasser Fuerteventuras wird dementsprechend in Entsalzungsanlagen gewohnnen. Diese befinden sich an verschiedenen Stellen der Insel. Ohne Entsalzungsanlagen wäre der Tourismus auf Fuerteventura nicht lebensfähig.

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Ist das Wasser auf den Kanarischen Inseln weich oder hart?

Das Wasser auf den Kanarischen Inseln hat normalerweise einen mittleren Härtegrad. Der Anbieter Canaragua de Tenerife gibt an, dass der Salzgehalt mittel-niedrig ist. Es kann als Calciumbicarbonat eingestuft werden. Der durchschnittliche Härtewert liegt zwischen 40 und 50 mg/l. 

Welches ist der beste Wasserfilter für Fuerteventura?

Fragt man Installateure und Wasserexperten um Rat, so ist die häufigste Empfehlung der Einbau eines Umkehrosmosefilters. Die Hauptmotivation dieser Empfehlung ist jedoch wahrscheinlich der monetäre Hintergrund Profit zu machen. So lange nicht vom Verzehr des Leitungswasser abgeraten wird, ist die Umkehrosmose eine unpraktische Lösung und eine Verschwendung von Geld und Wasser, da das meiste Leitungswasser auf Fuerteventura bereits durch Umkehrosmose aufbereitet wurde.

Es gibt verschiedene Wasserfilter, die man nutzen kann. Als Beispiel möchten wir hier einen hochwertigen, mehrstufigen Aktivkohlefilter anführen, der sauberes, nachhaltiges und wohlschmeckendes Leitungswasser zu geringeren Kosten und mit einer höheren Durchflussrate garantiert. Ein solcher Filter kann den Geschmack verbessern und schützt das Leitungswasser vor potenziellen Verunreinigungen wie Chlor, Pestiziden, Herbiziden, Mikroplastik und Arzneimitteln und reduziert Kalkablagerungen. Hier sollte man sich jedoch separat informieren und Vergleichsangebote einholen. Anbieter finden sich viele am Markt.

Leitungswasser auf Fuerteventura-Wasser

Schlussfolgerungen zum Leitungswasser auf Fuerteventura

  • Der Gebrauch von Trinkwasser auf Fuerteventura und den anderen Kanareninseln ist unbedenklich.
  • Der größte Teil des Leitungswassers stammt aus Entsalzungsanlagen.
  • Die lokalen Wasserressourcen und -reserven sind knapp.
  • Entsalztes Leitungswasser, dem Chlor zugesetzt wird, hat oft einen unangenehmen Beigeschmack.
  • Ein mit einem Aktivkohle-Wasserfilter gefiltertes Wasser, ist eine Alternative zu abgefülltem Wasser, welches nicht nur den Geldbeutel belastet, sondern der Umwelt schadet.
  • Wasser aus Plastikflaschen ist nachweislich nicht gesünder als Leitungswasser.