Betancuria

Fuerteventura – da gibt’s es doch nur Wüste und Vulkane? Falsch gedacht! Ehrlicherweise findet man natürlich nicht so viel Kultur wie in beispielsweise Barcelona, aber trotzdem hat unser schönes Fuerteventura doch einiges zu bieten. Denn ja, in Betancuria gibt es auch Kultur, Mueseen und Geschichte – und abgesehen davon auch Pflanzen und viel grün! Vereinzelt mehr, vereinzelt weniger, doch Betancuria scheint richtig zu blühen. Schauen wir uns die kleine grüne Stadt Fuerteventuras doch mal etwas genauer an!

Über Betancuria

Mit einer Fläche von nur knapp 100km² und einer Einwohnerzahl von 716 Personen (Stand 2016) ist Betancuria doch ein relativ kleines Städtchen. Zugleich ist Betancuria die älteste Stadt Fuerteventuras und war früher die Hauptstadt der Insel. Abgelöst wurde sie dann von Antigua und mittlerweile ist Puerto del Rosario die Hauptstadt der Kanarischen Insel. Gegründet wurde Betancuria im Jahre 1404 von Jean de Béthencourt. Daher auch der Name Betancuria.

Eingebettet in den Bergen liegt die Stadt Betancuria. Doch auch die ganze Region Betancuria hat viele schöne Wanderungen zu bieten.  Die Lage in dem Bergtal war für die damalige Hauptstadt besonders wichtig. So konnte das Dorf besser vor Piratenangriffen geschützt werden. Leider half die Lage auch nur sekundar – Nach einigen Angriffen musste Betancuria im 16. Jahrhundert fast komplett neue aufgebaut werden. Die Kirche Santa Maria wurde sogar erst 1691 wieder errichtet.

Anreise

Betancuria erreicht man am besten mit dem Auto über die FV-30 wenn man aus dem Norden kommt. Von El Cotillo nach Betancuria fährt man ungefähr eine Stunde. Das letzte Stück der Autofahrt ist wirklich sehr kurvig und die Aussicht über die Täler und Berge gigantisch. Und bei der kurzen Strecke kann man auch morgens in El Cotillo Surfen gehen und dann einen schönen Ausflug nach Betancuria machen. Gut verbinden kann man Betancuria auch mit einer Wanderung im Vega de Rio Palma, einem Ausflug nach Ajuy oder La Pared.

Aussichtspunkte

Bevor man in das Städtchen Betancuria gelangt, gibt es noch Aussichtspunkte, die man nicht auslassen sollte. Das ist zum Beispiel der Mirador de Morro Velosa. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick über den Stausee und  die Berge und sogar bis zum Meer. Mit etwas Glück trifft man dort sogar auch einige Streifenhörnchen an!

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Aussichtspunkt Mirador de Morro Velosa

Aussichtspunkt Mirador de Morro Velosa

Vegetation in Betancuria

Vegetation in Betancuria

Aussicht vom Mirador

Aussicht vom Mirador

Things to do in Betancuria

Um die Stadt Betancuria zu erkunden, parkt man am besten am Ortsanfang oder Ortsende und macht sich dann zu Fuß auf den Weg. Zahlreiche kleine Cafes und Restaurants laden zum entspannen im Grünen ein, und die kleinen Gassen und vielen Palmen lassen uns den spanischen Flair erleben.

Iglesia de Santa Maria

Iglesia de Santa Maria de Betancuria

Eine wichtige Sehenswürdigkeit Fuerteventuras’ und Betancurias’ ist die Iglesia de Santa Maria. Diese Kirche liegt mitten in der schönen Stadt und ist auf einem Hochtal erbaut. Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert schwer beschädigt und erst viel später mit Mühe wieder errichtet. Gebaut wurde die Kirche im Gotisch-Barocken Stil mit 7 Altären im inneren der Kirche. Ein Besuch hier lohnt sich auf jeden Fall. Auch der Platz vor der Kirche ist sehr hübsch gestaltet und man kann sich in ein gotisches Zeitalter hineinversetzen lassen.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Im Archäologischen Museum von Betancuria bekommt man ein Stückchen Geschichte Fuerteventuras näher gebracht. Schon vor dem Museum kann man zwei Kanonen aus der Schlacht von Tuineje erblicken. Im Museum selber werden Fundstücke der Majos (das sind die Ureinwohner Fuerteventuras) ausgestellt – von Schriftstücken über Fotografien und Werkzeuge. Geöffnet hat das Archäologische Museum von Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr. Und die 2€ Eintritt für Erwachsene können wir auch noch verkraften.

Außerdem gibt es auf der Hauptstraße noch ein Aloe Vera Fresca Info Center. Hier kann man alles über die hier beheimatete Wunderpflanze erfahren.

Seit 1988 steht der Ortskern von Betancuria übrigens unter Denkmalschutz. Hier findet man außerdem das Museo de Arte Sacro und die  Kapelle San Diego de Alcala.

 

 

Cafe in Betancuria

Vega de Río Palmas

Unweit entfernt von Betancuria finden wir das “Vega de Rio Palma”. Dieser kleine Ort ist vor allem bekannt für das Barranco de las Peñitas. Dieses Tal wird im Volksmunde auch das Palmental genannt. Durch die Verengung des Tals im frühen 20. Jahrhundert konnte auch somit auch ein Stausee angelegt werden. Dadurch sollte die Wasserversorgung gewährleistet werden. Jedoch ist der See mittlerweile fast komplett mit Geröll verschüttet. Trotzdem lohnt sich ein Ausflug und die Wanderung durch das Trockental von Fuerteventura – denn gerade nach etwas Regen grünt und blümt es dort noch mehr!

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Wellen Trenner Ende