Atlantikküste

Für alle Fans des Beach Breaks sind die vielen Surfspots entlang der europäische Atlantikküste ein wahrer Traum. Generell haben die langen Sand Küsten von Südfrankreich bis runter nach Nordspanien für das Surfer Herz einiges zu bieten. Ideal lassen sich die vielen, vielen traumhaften Spots entlang der Küste bei einem Roadtrip erkunden. So ist man am flexibelsten. Jeden Morgen wacht man an einem neuen schönen Ort auf. Dort wo es einem gefällt bleibt man einfach eine Nacht länger und wenn es einem irgendwo doch nicht gefällt, fährt man einfach ganz schnell weiter. Für den Fall, dass einem allerdings die Zeit oder vielleicht der Camper Van für einen ausgiebigen Roadtrip fehlt, bietet aber auch jeder Stop für sich ein schönes Urlaubsreiseziel. 

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Von langen Sandstränden, Dünen und schroffen Steilküsten

Von langen Sandstränden, Dünen und Pinien-Wäldern in Südfrankreich über schroffe Steilküsten, saftig grüne Hügel und Berge in Nordspanien bis hin zu malerischen Städten und Dörfern hat die Atlantik Küste landschaftlich so viel Abwechslung zu bieten, wie man es sich bei diesen verhältnismäßig kurzen Distanzen kaum vorstellen kann. Auch kulturell und kulinarisch bringen diese beiden Länder viel mit sich. Da ist für jeden was dabei! Spätestens mit pintxos und vino im Baskenland sollte jeder überzeugt sein. ;) 

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Die Vor- und Nachteile beim Surfen an der Atlantikküste

Wie alles im Leben bringt auch der Traum von einer Surf Tour entlang der Atlantikküste seine Vor – und Nachteile mit sich. Der erste positive Punkt für uns deutsche Surfer ist die gute Erreichbarkeit. Wer einen Roadtrip machen möchte kann ganz easy von zuhause aus starten und ist nach einem Tag schon am ersten Ziel. Auch für Surfer ohne Camper Van, die sich einen der schönen Spots am Atlantik aussuchen, um dort Urlaub zu machen, ist dieser mit dem Auto nur ein paar Stunden entfernt. Mit dem Flugzeug geht es natürlich noch viel schneller. Aber wir wollen ja an unsere Umwelt denken und viele der Billig-Airlines nehmen dein Brett leider nicht mit. 

Ganz groß im Vorteil ist man an der Atlantikküste generell schon mal, wenn man auf Beach Breaks steht. Denn wenn man so will ist die europäische Atlantikküste, zumindest in Frankreich ein einziger großer Beach Break. Die sich von Soulac-sur-mer bis runter nach Biarritz erstreckende Sand Küste wird kaum von irgendwelchen Landzungen oder Felsen unterbrochen, die die Küstenströmung in irgend einer Weise unterbrechen könnten. So kommt es, dass immer wieder Unmengen an Sand mit der Strömung über den Meeresgrund getragen werden und sich an Strömungs armen Orten ablagern und Sandbänke bilden. Na, Gott sei Dank, denn die ermöglichen uns nämlich das Surfen!

Damit kommt auch der nächste Vor – und gleichzeitig Nachteil mit sich:

Durch die sich verschiebenden Sandbänke, bilden sich fast täglich neue Breaks. Wodurch die Wellen an diesen Surfspots nicht so gleichmäßig und meist nicht so lange wie am Riff brechen. Den perfekten Spot zu finden ist dadurch sehr schwer! Und wenn man ihn mal hat, ist er gut möglich am nächsten Tag schon wieder weg. Dafür gibt es aber am Spot selber nicht den einen perfekten Fleck im Line-Up, um den sich alle rum tümmeln. Ist an der europäischen Atlantik Küste ein Spot mal zu voll, geht man einfach ein paar Hundert Meter weiter den Strand runter und sucht sich die nächste Sandbank. Zusätzlicher Pluspunkt ist, man kann barfuß Surfen gehen ohne Angst zu haben, sich die Füße am scharfen Riff aufzuschlitzen.

Und wenn es mal flat ist?

Der wohl größte Nachteil beim Surfen an der Atlantikküste ist, dass es eben eine einzige, ewig lange Küste ist. Wenn es an einem Spot mal nicht läuft, dann läuft es mit ziemlicher Garantie auch sonst nirgends. Die ganze Küste lang sind meist überall etwa die gleichen Bedingungen zu beobachten. Wenn der Swell an manchen Punkten mal zu groß wird, kann man noch hoffen irgendwo eine etwas geschützte Ecke zu finden. Ist der Swell jedoch zu klein und der Atlantik flat (wie die Surfer sagen ;)), dann wirst du auch entlang der ganzen Küste keine surfbare Welle finden.

Doch das gute auch hier ist es, dass man an Tagen ohne Wellen, ganz ohne schlechtes Gewissen, die schönen Städte und kleinen Dörfer Süd Frankreichs und Nord Spaniens erkunden kann. 

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Von Nord nach Süd entlang der Atlantikküste

Auch wenn das Surf Mekka Südfrankreichs erst weiter südlich anfängt, sind beginnend im Norden von Südfrankreich die Dune du Pilat bei Arcachon absolut sehenswert und ein super faszinierendes Reiseziel an der Atlantikküste! Die Dune du Pilat ist die größte Wanderdüne Europas. Umzingelt von einem saftig grünen Pinienwald, der einem Dschungel ähnelt, auf der einen Seite und dem tief blauem Ozean auf der anderen Seite, ragt die über 100 Meter hohe, über 500 Meter breite und über 2,7 Kilometer lange Düne hervor. Wer noch nicht dort war, kann sich dieses Naturschauspiel kaum vorstellen und sollte unbedingt mal hin.

Surfspots südlich von Arcachon

Südlich von Arcachon reiht sich an der Atlantikküste ein Surfer Ort an den nächsten. Von Biscarosse Plage über Mimizan Plage, Cap-de-l’Homy, Saint-Girons, Moliets, Vieux Boucau bis nach Hossegor, Capbreton und Biarritz. Ganz nach deinem individuellen Geschmack hat jeder dieser Orte etwas bisschen anderes zu bieten. Mal mehr Party und Nachtleben, mal mehr Ruhe und Entspannung. Mal etwas Stadt Feeling und mal Idylle pur, mitten in der Natur. 

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Während man in Saint-Girons zum Beispiel eher die Natur und Ruhe genießen kann, mit Camping Platz direkt hinter den Dünen im Pinienwald und somit super kurzem Weg zum Strand, kommt Moliets eher einem großen Ferienlager nahe. Hier reiht sich ein Surfcamp an das andere, die insbesondere zur Hochsaison, ein eher junges Publikum anlocken. Wer also Lust auf Surfen und gleichzeitig viele neue Kontakte und Party hat, ist hier genau richtig aufgehoben.

Eine sehr gute Mischung aus allem bietet Vieux Boucau. Auch hier sind viele Surfcamps vertreten, dennoch scheint es etwas ruhiger und idyllischer zu sein. Für die unter euch, die nicht nur Surfen wollen hat Vieux ein hübsches kleines Stadtzentrum, verschiedene Märkte und ein paar süße kleine Bars und Restaurants an der Promenade. Hier habe ich zum Beispiel das Surfen gelernt und den kleinen Ort sofort ins Herz geschlossen.

Hossegor

Hossegor ist das Surf Mekka Europas und für das Surfen weltweit bekannt. Jährlich finden hier an der Atlantikküste Frenkreichs im Herbst die Quicksilver und Roxy Pro Meisterschaften der WSL statt. Aber auch für Surf Anfänger oder fortgeschrittene Nichtprofis bietet Hossegor, vor allem im Frühling bis Anfang Herbst, bei kleineren Wellen das Surf Paradies schlechthin. Die Stadt unterliegt durch und durch einem Surfer Flair, der einen einfach in seinen Bann zieht. Die vielen Bars, Restaurants und Surfshops, die vielen Surfer im Wasser und das aktive Nachtleben bringen eine besondere Atmosphäre mit sich, die nur Hossegor zu bieten hat. 

Auch alle großen Surfmarken, wie Billabong, Rip Curl und Quicksilver haben das schöne Hossegor für sich entdeckt und allesamt ihr Headquarter in der Nähe von Hossegor. Wenn ihr schon mal da seit stattet unbedingt den Outlets in Hossegor einen Besuch ab. Hier verkaufen alle großen Marken ihre Produkte zu vergünstigten Preisen. Und danach könnt ihr auch gleich den leckeren Burger von Jack’s Burger probieren, direkt neben den Outlets! :))

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Surfspots an der Atlantikküste Nordspaniens

Wer die langen Sandstrände und Dünen satt hat, der fährt einfach noch ein Stückchen weiter in den Süden bis über die spanische Grenze. Direkt hinter der Grenze verändert sich die Natur auf einmal. Aus der endlosen Sandküste werden schroffe Steilküsten und aus den Dünen werden saftig grüne Hügel. Wenn das passiert weißt du, du bist in Spanien gelandet. 

Beginnend mit San Sebastián findest du direkt hinter der Grenze eine charismatische Stadt, die super viel zu bieten hat! kulturelle Stadt touren durch die schönen Gassen, kleine Wandertouren auf die Berge von San Sebastián, einen Besuch im städtischen Aquarium, Pintxos essen auf dem Marktplatz oder bis in die Nacht hinein feiern in einer der vielen Bars und Clubs. An einem Tag ohne Wellen ist San Sebastián also auf jeden Fall einen Besuch wert! Aber auch Surfen kann man hier. Zwar leider nur sehr selten an den beiden Stadtstränden La Concha und La Ondarreta. Am Playa de la Zurriola, Nord-Östlich vom Stadtzentrum geht es dafür umso besser. Die Bucht ist zum Atlantik hin etwas mehr geöffnet als die anderen beiden Strände und hat somit deutlich mehr Wellen. 

Sopelana

Noch weiter Richtung Westen, vorbei an Mundaka, einem Spot der eher für Locals ist, kommt man noch Sopelana. Rund um Sopelana findet man gleich mehrere Spots. Der Hauptstrand von Sopelana ist La Salvaje. Hier kann es vor allem Sonntags ziemlich voll werden und der eine oder andere nackte Spanier entdeckt werden ;) Westlich davon findet ihr den Strand Arrietara-Atxabiril. Der Strand ist super schön und auch hier kann man gut Surfen! Super empfehlenswert ist es im Restaurant El Peñón de Sopelana den wunderschönen Sonnenuntergang zu genießen!

Für Lay days gibt es auch hier was zu tun. Nur wenige Kilometer entfernt liegt die schöne Hafenstadt und gleichzeitig Hauptstadt des Baskenlands Bilbao, die mit ihren vielen schönen Plätzen und Sehenswürdigkeiten einen Besuch wert ist!

Zarautz

Wem das dennoch nicht reicht oder für die, denen das Getrubel der Stadt zu viel wird, die fahren einfach nur ein paar Kilometer weiter entlang der Atlantikküste in Richtung Westen nach Zarautz. Zarautz ist einer der bekanntesten Surfspots in Spanien und Homespot einiger Profi Surfer. Zur Hauptsaison, von Juni bis Anfang September gibt es einen Campingplatz, der unten im Tal liegt (Camping Talai Mendi). Ansonsten bietet auch außerhalb der Hauptsaison der Camping Platz Gran Camping Zarautz eine sehr schöne Alternative. Der Platz liegt im Osten der Stadt auf einem Berg. Direkt vom Camping Platz führt ein Weg mit über 400 Treppen runter zum Strand. Der Weg ist insbesondere im Neo und mit Brett unter dem Arm zwar ein echtes Workout aber die wunderschöne Aussicht die man auf dem Weg hat, ist es definitiv wert!!!!

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Surfspots in San Vicente de la Barquera

Direkt neben dem Baskenland liegt die nächste Küstenregion der Atlantikküste, Kantabrien. Und in Kantabrien der letzte Ort auf meiner Route, das schöne Dorf San Vicente. Hinter diesem kleinen Dorf am Fuße der Picos de Europa versteckt sich nochmal ein echtes Highlight!! Im Osten von San Vicente liegen gleich mehrere Strände, die die unterschiedlichsten Bedingungen mit sich bringen. Da ist mit Sicherheit für jeden etwas dabei. Ein kleiner Tipp für alle, die mit dem Camper Van oder Zelt unterwegs sind: In mitten der vielen Strände gibt es oben auf den Klippen einen Stellplatz auf einer Kuhweide. Dort kann man für 10 Euro die Nacht stehen und hat den unglaublichsten Blick über die Strände bis zu den teils schneebedeckten Picos de Europa. Einmal am Tag kommt der Bauer, dem die Wiesen gehören vorbei und sammelt das Geld ein. Er putzt auch die Toilette, die er dort gebaut hat und nimmt den Müll mit. Einen besseren Platz zum übernachten kann man kaum finden!

Sehenswert ist natürlich auch das kleine Städtchen San Vicente selber! Aber auch rundum gibt es einiges zu entdecken. Zum Beispiel bei einer Wanderung in den Picos de Europa oder bei der Besichtigung der Höhlen von Altamira. Für alle diejenigen, die es mal wieder in die Stadt zieht, liegt nicht weit entfernt die Hauptstadt von Kantabrien, Santander, die einige Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. 

Letzte Tipps und Tricks für deinen nächsten Roadtrip entlang der Atlantikküste:

 

  • Wann ist die beste Zeit zum Surfen am Atlantik?

    Da es im Winter zwar gute Wellen hat, es aber durchaus auch sehr kalt wird, empfiehlt es sich für alle nicht so hart gesottenen zwischen Mai und Oktober zu gehen. Auch die Hauptsaison von Juli bis September kann man vermeiden, wenn man kein Fan von überfüllten Campingplätzen und volle Surfspots ist. Besonders in Frankreich bietet der September und Oktober eine gute Zeit. Die Spots sind leerer, die Sandbänke haben sich über den Sommer fest gesetzt und die ersten Herbststürme zaubern schöne Wellen

  • Welchen Neo soll ich mitnehmen?

    Auf der sicheren Seite du an der französischen und spanischen Atlantikküste immer mit einem 3/2. Zur sommerlichen Hochsaison kann oft auch gut im Shorty oder Boardshorts/ Bikini ins Wasser springen

  • Wie finde ich immer den perfekten Stellplatz für meinen Camper Van?

    Schau doch mal bei free2b vorbei! Hier findest du nicht nur die besten Örtchen für eine traumhafte Nacht im Camper oder Zelt, du kannst auch selber Orte eintragen, bewerten und kommentieren.

  • Was muss ich sonst noch einpacken?

    Alles was du auf deinem Surf Trip jeglicher Art brauchst, findest du hier!

  • Wie bereite ich mich am besten auf meinen Surfurlaub vor?

    Hier findest du 12 Tipps, um gut vorbereitet zu Surfen

  • Und wo außer in Frankreich und Spanien kann ich in Europa noch Surfen?

    Natürlich bei uns auf Fuerteventura! Komm vorbei und finde deine Lieblings Stops auf einem Roadtrip durch Fuerteventura Und alle weiteren wichtigen Spots in Europa findest du hier

  • Das reicht dir noch nicht?

    Noch weitere Tipps findest du hier