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„995er Tief über Island
Und ich sitz‘ zu Hause und starre an die Wand
Offshorebreak bei San Sebastian
Und bei mir zu Hause steht Inventur auf’m Plan
725 Stufen steig‘ ich täglich
Beim Versuch zu vergessen scheitere ich kläglich
Ich gleite durch die Stadt, anstatt durchs kühle Nass
Und werd‘ das Gefühl nicht los, dass ich was verpass‘“
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Was hat es auf sich mit diesem Ort von dem sogar die Sportfreunde Stiller schwärmen?
So sehr wir unsere Insel auch lieben, wollen wir euch heute einen ganz besonderen Ort auf dem spanischen Festland vorstellen.
San Sebastián – eine unserer absoluten Lieblingsstädte Europas – bleibt bisher für viele Leute, übersehen bzw. unbekannt.
Ein wahrhafter Skandal wenn ihr uns fragt. Deswegen haben wir kurz Hand entschieden, euch miteinander bekannt zu machen.
Was du über San Sebastian wissen solltest

San Sebastiáns charmante Altstadt „parte vieja“ ist berühmt für die höchste Konzentration an Bars der Welt. Darauf trinken wir!

2016 wurde San Sebastián zur europäischen Kulturhauptstadt gewählt – wie wir meinen – nicht grundlos.

Und wenn wir schon mal dabei sind: Habt ihr schonmal von Pintxos gehört? Tapasähnliches Fingerfood, welches in Bars überall im Baskenland serviert wird. Sie sind ein wesentlicher, nicht wegzudenkender Teil des baskischen Esskultur. Nach Kyoto besitzt keine andere Stadt auf der Welt besitzt mehr Michelin-Sterne pro Quadratmeter als San Sebastian: insgesamt stolze 16!!!
Feinschmecker sind im Mekka der europäischen Gastronomie somit herzlich willkommen.

Lust Hollywoodstars wie Bradley Cooper, Maryl Streep und Ryan Gosling live und in Farbe zu sehen? Dann ist dafür die Wahrscheinlichkeit zum alljährlichen Film-Festival im September recht hoch.

San Sebastián gehört zu den teuersten Städten Spaniens. Egal ob es um Mietpreise, Lebensmittelpreise oder Bustickets geht. Wie wir finden gleicht die Schönheit der Stadt die etwas erhöhten Preise jedoch aus.
Fotocredits: Jon Santamaria Izko
Und weil es sich hiermit um unser Lieblingsthema handelt müssen wir hierbei logischerweise ein wenig mehr erzählen.
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Der „Place to Be“ für alle Surfbegeisterten ist zweifelsfrei Playa Zurriola. Dieser befindet sich im modernen und immer beliebter werdenden Bezirk Gros. Bei ihm ruht auch der eindrucksvolle Musik- und Kongresspalast Kursaal, eines der vielen Wahrzeichen der Stadt.
Dadurch, dass die Zurriola Bucht im Gegensatz zu den anderen beiden Stränden La Concha und La Ondaretta mehr zum Atlantik hin geöffnet ist, wird man hier mit reichlich Wellen gesegnet. Der Beachbreak läuft am besten bei 3-6 ft und Mid-tide.
Bei Wellen über 6 ft häufen sich die Close-outs. An der linken Seite von Zurriola verlaufen Wellenbrecher zwischen Flussmündung und Strand. Diese blocken einen Teil des Swells ab, wodurch dort eine etwas anfängerfreundliche Seite ensteht.
Je weiter man nach rechts paddelt, desto mehr Swell kommt an den Wellenbrechern vorbei und desto höher wird das Surfniveau und dementsprechend auch die Dichte an Locals.
Neben Zurriola kann man auch noch an den anderen Stränden Donostias surfen. Jedoch nur bei viel Swell und high-tide.
An der Kaimauer am Anfang von La Concha läuft eine rechte Welle. Am Kai ganz im Westen von Ondarreta läuft eine Linke und zwischen Ondarreta und la Concha bricht eine weitere Welle.
Generell sind der Herbst und Frühling die mit Abstand besten Monate um in Donosti ordentlich surfbaren Swell abzubekommen.
Egal ob Anfänger oder Vollprofi, Longboarder oder Shortboarder, hier kommt jeder auf seine Surfkosten.
Von den kleinen, feinen Sommerwellen profitieren vorallem Anfänger und Longboarder.
Im Winter, wenn die großen Atlantikbrecker auf San Sebastian treffen ist es keine Seltenheit Locals zu sichten, die auf Riversurfen im Rio Urumea umsteigen und dann kann es durchaus auch mal passieren, dass die Surfschulen mit ihren Beginnerkursen zu Playa La Concha ausweichen. Ach San Sebastián, egal wo, wie und wann…du lässt unsere Surferherzen höher schlagen!
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Dem kühlen Atlantik sei Dank solltest du dich selbst im Sommer ohne Neoprenanzug nicht auf Wellenjagt machen. Welcher Neo sich am besten für deinen Surftrip eignet hängt von deinem Reisezeitraum und natürlich auch deinem individuellen Wärmeempfinden ab. Die eine Spezies surft im Sommer im Shorty, die andere gehen ohne 3-2er nicht ins Nasse. Im Herbst sind die Optionen dann wiederrum 3-2er oder 4-3er. Im Winter entscheiden sich die einen für einen 4-3er und die anderen für einen 5-4er. So oder so, mit Booties und Handschuhen tust du dir im Winter definitiv einen Gefallen.

Du brauchst eine Surfpause bzw. vielleicht ist der Wellengott gerade nicht ganz so gnädig? Wie wär’s mit Asphaltsurfen als Alternative? Schließlich können Turns und Cross-Steps auch an Land verfeinert werden. Nicht ohne Grund tummeln sich die Skater an der Zurriola Promenade. Die Stadt verfügt nämlich über guten Untergrund, überdurchschnittlich viele Fahrradwege und vielerlei Shops, die Skateboards/Longboards in allen Formen und Farben verleihen. Unser Geheimtipp: Eine kleine Tour durch die Stadt auf E-Scooter („patinete eléctrico“). In Deutschland sind diese momentan noch nicht erlaubt, in Spanien hingegen, sind diese aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Geliehen werden können diese beispielsweise bei „La Bicicleta“.(www.labicicletadonostia.com)
Du kannst aber natürlich auch im spanischen Baskenland bleiben.
Bei San Sebastián um die Ecke liegt einer der bekanntesten Surfstrände Spaniens: Zarautz. Europas längste Left lauert weiter im Westen und hört auf den Namen Mundaka.
Wie du siehst: Falls dich die Wellen in Donostia (ausnahmsweise) mal im Stich lassen sollten, gibt es für dich genug Alternativspots zu entdecken.

Wir sind durch und durch San Sebastián Fans und deswegen schließen wir uns den Donostiarras gerne an wenn sie sagen:
„ Donostia es la hostia“-Donostia ist „der Wahnsinn“.





