surfen an land - surfgefühl nach hause bringen

Du bist im kalten regnerischen Deutschland und wünscht dir nichts sehnlicher, als endlich wieder Surfen zu gehen? Dann haben wir hier ein paar Tipps für dich, wie das Surfen an Land oder sogar im Wasser gelingt.

Inhaltsverzeichnis

surfen an land - surfgefühl

Was ist das Surfgefühl?

Jeder, der schon mal ein Surfbrett unter sich hatte, kennt dieses Gefühl. Und trotzdem fühlt es sich für jede Person anders an und ist nur schwer zu beschreiben. Doch das Surfen auf dem Wasser ist eine Erfahrung, die wir jedem nur ans Herz legen können. Das Eins sein mit der Natur, mit der Welle des Ozeans. Für viele ist Surfen ein Gefühl von Freiheit. Mit jedem Ritt, den du auf einer Welle absolvierst, stößt dein Körper Adrenalin aus und dein Herz schlägt höher. Im gleichen Moment verbunden mit der Natur zu sein und die Welle zu beherrschen, ist ein unglaubliches Gefühl. Der Moment auf der Welle gehört nur dir, du fokussierst dich komplett auf dich und die Natur, nichts anderes. Für viele Surfer ist das ihre Art der Entspannung und des Stressabbaus.

Du möchtest das auch, doch das Meer mit Wellen ist zu weit weg? Dann zeigen wir dir jetzt einige Möglichkeiten auf, wie das Surfen an Land gelingt.

surfen an land - longboarding

Surfen an Land – Skaten

Natürlich kann nichts das Gefühl auf einer Welle zu surfen ersetzen, doch es gibt einige Dinge, die dem schon sehr nahekommen. Eine der naheliegendsten Möglichkeiten ist das Skateboard. Doch welches?

Unserer Meinung nach gibt es zwei Arten von Skateboards, die dem Surfen ähnlich sind. Zum einen das Longboard zum anderen das Surfskate. Doch was ist da der Unterschied?

Das Longboard ist eine Art von Skateboard, dass sich vor allem durch seine Form, Größe und den Verwendungszweck vom „normalen“ Skateboard unterscheidet. Die typische Länge eines Longboards liegt zwischen 90 und 150 Zentimetern. Formen gibt es viele unterschiedliche Arten, doch meist ist es an den Enden spitz auslaufend, um eine bessere Lenkbarkeit und Geschwindigkeitskontrolle zu ermöglichen. Die Rollen eines Longboards sind größer als die eines herkömmlichen Skateboards. Damit ermöglicht es auch das Fahren auf raueren Straßen. Eingesetzt wird es meist zum Cruisen, zum Freeriding und für Langstreckenfahrten. Durch die Flexibilität des Boardes bietet es ein hohe Ähnlichkeit zum Longboard-Surfen. Das Longboard bietet Menschen in jedem Alter die Möglichkeit, sich in ihrer Freizeit sportlich zu betätigen und dem Gefühl des Surfens etwas näher zu kommen.

surfen an land - surfskating

Das Surfskate wurde speziell dafür entwickelt, um das Surfen an Land zu ermöglichen. Es kombiniert die Elemente Surfen und Skaten. Mit dem speziell dafür entwickelten Gelenk lässt sich durch Gewichtsverlagerung das Pumpen und Carven genau wie beim Surfen trainieren. Genau wie beim Surfen wird so beim „Street Surfing“ Geschwindigkeit generiert. Ein Surfskate bekommst du in unterschiedlichsten Formen, meist sind sie geformt wie ein kleines Surfboard. Die Rollen sind etwas weicher als andere Surfboard-Rollen. Dadurch bieten sie mehr Haftung, bessere Kontrolle und Halt in engen Kurven. Das Surfskate bietet dir nicht nur Unterhaltung in der Freizeit, nein es bietet sich auch an, um deine Surffähigkeiten zu verbessern. Um noch mehr Surfgefühl zu bekommen, empfiehlt es sich das Surfskate auch mal in einer Skate-Bowl auszuprobieren.

surfen an land - snowboarding

Surfen an Land – Snowboarden

Wem die Straße nicht so zusagt, der kann sich in der Wintersaison auch in den Bergen im Schnee austoben und auf diese Weise an Land Surfen. Das Snowboarden gibt dir das gleiche Flow-Erlebnis wie das Surfen. Bei beiden Sportarten trainierst du die Balance und Körperbeherrschung. Genau wie beim Surfen auch, bewegst du dich in der Natur und erfährst ein ganz ähnliches Gefühl von Freiheit und Adrenalin. Somit ist auch das eine weitere Form, um das Surfgefühl an Land zu bringen. Das einzige Hindernis sind tatsächlich die Anreise in die Berge und die Schneesicherheit. Doch wenn du mal auf dem Brett im Schnee stehst, sind die Bewegungen beim Carven und Manövrieren sehr ähnlich zum Surfen.

surfen zuhause - balance board

Surfen zuhause – Balance Board

Wenn du das Surfgefühl direkt nach Hause holen möchtest, empfiehlt sich ein Balanceboard. Mit dem Balanceboard trainierst du Balance, Koordination und Stabilität. Es gibt verschiedenste Übungen, die dir als Surfer helfen können, dich für’s nächste Surfen auf dem Wasser vorzubereiten. Doch neben dem Training darf hier der Spaß nicht fehlen. Auf einem Balanceboard kann jeder Übungen individuell nach seinem Können absolvieren.

surfen an land - stehende welle münchen

Surfen im Wasser – Stehende Welle

Die Alternativen zum Surfen an Land findest du zwar ganz in Ordnung, aber du würdest gerne mal wieder „so richtig“ ins Wasser? Dann wäre vielleicht das Surfen auf einer stehenden oder künstlichen Welle etwas für dich. Inzwischen gibt es in vielen Orten in Deutschland kleine Wavepools mit stehenden Wellen, zum Beispiel in Berlin, München oder auch in Düsseldorf. In einigen Städten, zum Beispiel in Hannover und in Nürnberg wurden stehende Wellen im Fluss installiert, so dass du auch in Deutschland unter freiem Himmel Wellen reiten kannst.

surfen im wasser - wakesurfing

Surfen im Wasser – Wake Surfing

Eine weitere Möglichkeit als Surfer weit weg vom Ozean eine Welle zu reiten, ist wake surfing. Dabei nutzt du die Welle, die von einem Boot generiert wirst. Beim Wakesurfing bist du im Gegensatz zum Wakeboarding nicht mit einer Leine mit dem Boot verbunden. Du surfst die Welle, die das Boot hinter sich herzieht. Inzwischen gibt es unterschiedliche Anbieter in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Wakesurfing auf Flüssen und Seen anbieten. Vielleicht gibt es so etwas auch in deiner Nähe?

Wie du siehst, gibt es einige Möglichkeiten um auch als landlocked Surfer weit weg vom Ozean nicht nur an Land, sondern sogar im Wasser zu surfen. Schau doch einfach, was für dich am besten passt, probiere was Neues aus und hab Spaß!

[Surfing] is like the mafia. Once you’re in – you’re in. There’s no getting out.

Kelly Slater