Tigerente Panama

Oooh wie schön ist Panama! Nur ein Kinderbuch oder doch viel Wahrheit dahinter? Definitiv letzteres und Wellenparadies vom allerfeinsten! Aber lasst uns doch einfach mal einen genaueren Blick auf das Traumland von Janosch werfen, das zwischen Costa Rica und Kolumbien liegt.

Zu aller erst einmal ist die Anreise für alle Surfboardbesitzer ein Traum! Spontane Flüge gibt es teilweise für unter 500€ mit KLM oder Air France mit nur einer kurzen Zwischenlandung in Paris oder Amsterdam – also keine 40 Stunden unterwegs um schöne Wellen in tropischen Gewässern zu surfen =) Und ganz wichtig – Brett mitnehmen! Ausleihen kann man sich zwar an den gängigen Surfspots immer ein Surfboard, falls man allerdings eins kaufen will, und vom Level her noch keinen Zahnstocher surfen kann, ist die Auswahl an gebrauchten Brettern eher mau.

Surfen in Panama

Türkisenes Wasser, Surfen in Boardshort oder Bikini und traumhafte Wellen für jedes Level – das ist Surfen in Panama! Wir zählen ungefähr 54 offizielle Surfspots in Panama und mit Sicherheit den ein oder anderen Secret Spot –  secret und so, den werde ich leider nicht verraten – sorry ;) Die meisten Spots findet man auf der Pazifikseite vor allem von April bis Dezember kann es hier auch schon mal ordentlich ballern. Allerdings sind einige der Spots in geschützten Buchten, sodass an den Enden der Buchten die Wellen auch wieder kleiner sein können und Anfängerfreundlicher werden.

Auf der Karibikseite findet man die meisten Spots in der Region Bocas del Toro und den gleichnamigen Inseln. Von Januar bis März und vor allem im Juli und August durch Stürme bescheert uns die Region Bocas ordentliche und große Wellen. Viele Barrels sind dort garantiert, teilweise aber wirklich heavy und nichts für blutige Anfänger. Trotzdem lohnt es sich definitiv einen Abstecher auf die Karibik Seite zu machen! Die Isla Bastimentos, die vom Tourismus und vielen Hostels noch verschonter geblieben ist hat einfach super süße Cafes und rustikale Holzbauten gepaart mit viiieeel Natur. Übrigens ist sie auch die Insel der Beachbreaks auf Bocas, ansonsten heißt es: Reefbooties nicht vergessen! Absolut traumhaft ist auch die kleine Isla Caranero. Sie ist von der Hauptinsel, Isla Colon nur mit einer 1$ Bootsfahrt entfernt – jaaa 1$ ist der Normalpreis auch wenn einem vielleicht andere Preise gesagt werden –  unbedingt verhandeln ;) Dort sollte man residieren, falls man nicht die ganze Nacht durchfeiern möchte, es gerne etwas ruhiger, aber doch nah am Geschehen hat und viieel surfen gehen will =)

 

Karibik – Die Region Bocas del Toro

Dumpers

Dumpers läuft zwar nicht immer, aber wenn Swell und Wind sich absprechen kann man hier eine Menge Spaß haben – fast schon à la Puerto Escondido Style! Wer schnelle und hohle Wellen liebt, sollte also auf jeden Fall mal mit dem Auto die Isla Colon abfahren –  da gibt es einige Spots zu entdecken!

Wizard Beach

Dieser Spot ist auf der Isla Bastimentos – ein ordentlicher Fußmarsch ist leider Grundvoraussetzung. Heavy Beachbreak, an dem schon der ein oder andere sein Board zweigeteilt hat. Für die Pros unter euch aber ein absoluter Barrel Traum!

Punch

Schöner Reefbreak auf der Isla Colon, ca 10 Minuten mit dem Auto von der main town. Mellow und softer, trotzdem sind Barrels möglich. Am besten bei Nord- oder Nordost Swell in die Fluten stürzen. Und mal wieder: Reef Booties nicht vergessen ;)

Bluff

Barrels und Wipe outs garantiert! Machmal schon fast Hawaii Style, Welle ist definitiv sehr powerfull. Auch viele Bodyboarder sind hier vertreten

Caranero

Caranero hat zwei Klasse Surfspots, einmal La Punta (ja, irgendwie gibts in jedem spanischsprachigen Land gefühlt 10 Spots, die einfach nur La Punta ohne weitere Beschreibung heißen). La Punta ist eher für erfahrene Surfer geeignet, die Anfänger unter uns sind aber am Black Rock super aufgehoben!

Pazifik – von Panama City über Playa Venao bis Santa Catalina

Playa Venao

Auf der Peninsula Azuero ist die Bucht Playa Venao zu finden. Hier hat der Tourismus zwar schon zugeschlagen, bei den Wellen verstehen wir das aber auch =) Der Beachbreak fängt so ziemlich jeden Swell ab, mittig in der Bucht liegt La Punta (mal wieder ;)). An den Enden der Bucht gibt es bei größem Swell aber auch für Beginner schöne kleine und saubere Wellen. Trotz des Tourismus ist es eigentlich nie ultra crowded im Line up, also auf jeden Fall eine angenehme Atmosphäre! Auch nationale Surfcontests finden regelmäßig in Playa Venado statt. Sonst lädt die Bucht tatsächlich zum Hängen bleiben ein, von süßen Cafes, Supermärkten (teuer) , Partys, Natur und Wellen – eigentlich hat man alles was man braucht =)

 

Santa Catalina

Oooh Santa Catalina! An guten Tagen ist die Welle auch mal über 500m lang und hat definitiv Weltklasse Niveau! Da es ein Reefbreak ist, mit einem wirklich weiten Weg zum paddeln ins Line up und crazy schönen Wellen sind Anfänger dort nicht so gut aufgehoben. Für die Hardcore Surfer also auf jeden Fall ein Must-Surf. Das schöne an Santa Catalina Punta ist, das sie so gut wie jeden Swell abfängt und somit fast das ganze Jahr über läuft. Barrel Sections inklusive! The Place to stay sollte man auf jeden Fall in direkte Spotnähe und nicht ins 20 minütige entfernte (zu Fuß) Dörfchen legen. Denn der Spot kann schnell mal crowded werden, da ist man lieber früh am Start und hat die Barrels (fast) alleine.  Südlich und gleich “nebenan” ist der Playa Estero zu finden. Von Weißwasser über softe grüne Wellen, bis zu größeren Brechern. Estero hat für jeden was am Start!

 

Cambutal

Wer einen Mietwagen in Panama hat, sollte unbedingt nach Cambutal fahren! Dabei ist besonders in der Regenzeit ein 4x4 nicht verkehrt! Cambutal und Umgebung laufen bei Swell aus Nord, Süd un West und in den Wintermonaten rollen hier schonmal fette Wellen über 15 Fuß vorbei. Von Beachbreak über Reefbreak und vor allem unberührte Natur, Cambutal und Umgebung habens drauf! Packt euch Essen, Trinken, Schlafsack, Wachs und Surfboards ins Auto, fahrt die Küste entlang und genießt die Wellen!

Auch sehr schön ist, dass man in der Region Tonosi und an den Stränden rund um Cambutal noch viel der Panamenos mitbekommt. Da der Tourismus hier noch keine Wurzeln schlagen konnte, findet man kleine Cantinas, in denen man Gallo Pinto und Patacones für 1,50$ bekommt – eigentlich normale Preise in Panama. Da lernt man dann auch mal ein paar Locals kennen und bekommt einen Einblick in das schöne Panama =)

 

Weitere Spots

Alle Surfspots aufzuführen, wäre an dieser Stelle etwas zu viel. Und außerdem ist neue Spots auf eigene Faust entdecken doch auch ganz schön =) Merken sollte man sich auf jeden Fall noch Morro Negrito in der Nähe von David. In der Ecke sind zahlreiche Beach- und Reefbreaks für jedes Level vorhanden. Auch als Nicht-Surfer ist es dort sehr idyllisch ;)

Rund um die Haupstadt von Panama liegen auch einige Surfspots. Falls man also doch mal in der City hängt, oder einen Flug am frühen Morgen erwischen muss, kann man auch einen Abstecher über Riomar machen. Der Pointbreak ist leicht zu erreichen und hat freundliche und mellow Wellen. Bei Südwestswell läuft Riomar am besten. Der Spot ist zwar nicht ganz so schön in die Natur eingebettet, aber defintiv besser im Line up sitzen als in nem Hostel in der Stadt ;)

 

 

Things to do – außer Surfen

  • San Blas Islands – Kuna Yala
  • Casco Viejo – Altstadt von Panama City
  • Isla Coiba (von Santa Catalina aus sichtbar) – Naturschutz vom andern Stern
  • Seesterne am Seesternstrand von Boca del Drago
  • Vulkan Baru: man sieht von oben beide Ozeane
  • Schnorcheln und tauchen

Picturecredits:

Paula Süßmeir: 1,3,4,6,7,8,10,11,13,14,

Lennart Wirth: 12,15,16

Pablo Garcia Saldaña: 17,18

Austin Neill:2,9

Tim Cook: 5

 

 

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Wellen Trenner Ende