shape your own surfboard

Die Kunst des Shapens

Surfboards kaufen kann jeder.  Sich selbst eines zu Shapen ist eine Kunst! In die möchten wir dich einführen! Denn nichts geht über Surfen auf einem selbst geshapten Brett! Du hast handwerklich was drauf und möchtest dein eigenes Surfbrett komplett selber bauen. In dieser Blogreihe findest du einen Überblick über alle erforderlichen Arbeitsschritte!

Teil 1: Das richtige Brett für dich!

Teil 2: Tools die du brauchst!

Teil 3: Vom Blank zum Surfbrett

Teil 4: So laminierst du dein Brett!

Teil 5: Finplugs setzen!

Teil 6: Dein Brettdesign, Graphics!

Lass dir zeigen wie es geht!

Ein Tipp zum Einstieg: Shape dein eigenes Brett nicht alleine! Wir haben es uns vom Shaper unseres Vertrauens: Helmut Wirtz von Magma Customboards in Lajares, Fuerteventura zeigen lassen! Du interessierst dich fürs Shapen, hast Fragen, möchtest dein eigenes Custom Board oder musst dein Board wieder in Schwung bringen und reparieren lassen? Dann ist ER dein MANN! Stehts für Red und Antwort bereit!

Longboard Mini-Malibu Funboard Shortboard Fishboard
Longboard Mini Malibu Funboard Shortboard Fish

 

Der richtige Shape für dich!

Bevor du anfängst wie ein Wahnsinniger rumzubasteln, überleg dir gründlich, wie dein Brett am Ende aussehen soll. Und damit ist nicht die farbliche Gestaltung gemeint, sondern der eigentliche Shape! Ein paar Tipps & Tricks wie du das richtige Surfbrett passend zu deinem Surflevel und den richtigen Konditionen findest haben wir unter Surfboard Typen für dich zusammengefasst. Der beste Weg ein passendes Design für sich zu finden ist, vorher so viele verschiedene Boards wie nur möglich auszuprobieren. Dabei können einem Freunde behilflich sein, die einem ihr Board für eine Session überlassen. Oder du fragst bei der nächsten Surfschule an. Meist besitzen die über eine grosse Auswahl an Brettern die du beliebig wechseln und so alle einmal durchprobieren kannst! Mit etwas Glück findet sich darunter auch der richtige Shape für dich! Folgende Tipps können dir unter Umständen bei der Auswahl behilflich sein: …für kleine Wellen

  • für kleine oder langsame Wellen eignet sich am ehestens ein Shape, welcher etwas breiter, dick, lang und eher flach ist

…für grosse Wellen

  • schmale, dünne und kurze Bretter mit überdurchschnittlicher Krümmung des Bottom (Rocker) sind besser für schnelle, hohle oder große Wellen (gilt nicht für double overhead oder größer)

…die Rails

  • für harte und scharfe Turns in “weichem” Wasser benötigt man Rails, die etwas schärfer und nach unten gerichtet sind (soll heißen, dass die Rails statt gleichmäßig rund, an den Unterseiten etwas unrunder sind)
  • mit runden Rails fährt man stattdessen eher weiche Turns, bei denen die Geschwindigkeit nicht verloren geht
  • ein Board mit einer runden Outline wird leichter zu drehen sein, als eines mit einer eher parallelen Outline

…Platzierung der Finnen

  • längere Finnen oder eine Single-Fin am Tailende bewirken einen größeren Radius bei den Turns und halten das Brett gut in der Spur
  • kürzere Finnen oder eine Single-Fin, die weiter in Richtung Boardmitte platziert ist, schaffen dagegen einen kleinen Radius, man kann das Board leichter drehen, aber sie geben auch weniger Halt im Wasser

Wenn du DEIN Brett, sprich den richtigen Shape für dich gefunden hast, zeichne diesen möglichst maßstabsgetreu auf und halte alle wichtigen Maße genauestens fest! Eine Einleitung wie Surfbretter gemessen werden findest du unter Surfboard-Typen

Aus welchem Material solls denn sein?

Du weisst was für ein Surfbrett du willst? Dann musst du dir als nächstes die Frage stellen, aus welchem Material das Board sein soll. Tipp: Ein leichtes Board hat extrem viel Auftrieb, ist leicht zu paddeln und lässt sich einfach manövrieren! Bei der Herstellung eines Surfboards können immer giftige Stoffe und Feinstaub freigesetzt werden! Vergiss nicht dich entsprechend zu schützen! Seit 1950 werden die meisten Boards aus Polyurethan-Hartschaum (PU) hergestellt. Das Material ist sehr feinfasrig, leicht und lässt sich gut und genau shapen. Sein Nachteil; es ist nicht recyclebar. Sein Vorteil; Es zeigt keine chemischen Reaktionen zu Harz auf und ist leicht zu reparieren. Ausserdem ist es schön weiss und verfärbt sich unter Sonneneinstrahlung nicht. Heutzutage werden auch viele Bretter aus Polystyrol (PS) hergestellt. Es gibt zwei verschiedene Arten davon; Das expandierte Polystyrol (EPS) und das extrudierte Polystyrol (XPS).  Wahrscheinlich kennst du es unter dem Markennamen Styropor. EPS ist dabei der leichteste Schaum. Das Beste; Er ist recyclebar (verfärbt sich auch nicht!) Good to know: Das Brett darf ausschliesslich mit Epoxydharz behandelt werden! Der ist etwas teurer, dafür hochwertiger als Polyesterharz und man bekommt ihn sogar auf Biobasis!. Einziger “Nachteil”:Die Aushärtezeit ist ungefähr doppelt so lange als bei Polyesterharz. Geduld ist also gefragt… Darüber welches Brett mit welchem Material am längsten hält ist man sich noch nicht einig. Einige sagen EPS Boards nach, mit dem Epoxy Fiberglass länger zu halten als ein traditionelles Polyurethan Board! Auf dem Bild siehst du links das Polystyrol XPS, in der Mitte das Polystyrol EPS  und rechts das Polyurethan! Hier kannst du die unterschiedliche Faserung super sehen! Die Materialen kriegt man ausserdem in unterschiedlichen Dichten! von links nach recht: EPS / XPS / PU

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen…

Wir werden dir den Bau deines eigenen Surfboards anhand eines Polyurethan-Blanks erklären! Für dem Moment heisst es darum: Surf sucks go working – natürlich nicht unsere Meinung – aber ganz nach dem Motto: erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Mit einem selbstgebauten Brett ist Surfen dann dafür um so schöner! :) Surf Sucks go Working