Gewinnspiel Boarderlines

Boarderlines haben wir fast alle verschlungen: Abgegriffen, voller Sand, mit Meersalz verkrustet und ein paar Krümel vom zwischenzeitlichen Snack zwischen den Seiten – so sieht meine Ausgabe aus. Im ersten Teil folgt man der Weltreise von Andi, Andreas Brendt, um genau zu sein, der darin autobiografisch seine erste Weltreise festhält. Und damit seine ersten Surfversuche und kleinen Katastrophen, denen er beim Reisen so begegnet.

Anfang diesen Jahres ist der zweite Teil “Boarderlines – Fuck you happiness” erschienen – die Fortsetzung, die die Rückkehr Andis in den deutschen Alltag aufgreift. Zum neuen Buch und seinem Leben stand mir Andreas Brendt mit Antworten auf meine vielen Fragen zur Seite – danke nochmal, dass du dir die Zeit genommen und dich meiner Neugier ergeben hast :)! Im Interview erfahrt ihr mehr über das Buch und den sympathischen Typen dahinter. Außerdem verlosen wir am Ende noch 3x Boarderlines – Fuck you happiness! Wie ihr gewinnen könnt, erfahrt ihr hier.

Andreas Brendt im Interview

 

 

Bei Boarderlines kommt einem vor allem das Abenteuer in den Blick und die inspirierenden  und auch sehr amüsanten Erfahrungen, die du auf deinen Reisen gemacht hast – ich habe so viel Lachen müssen und mich vor allem bei deinen ersten Surf-(Wipeout)-Erfahrungen in Indo wieder gefunden!
Als ich dann das erste mal dein neues Buch sah, hat mich der Titel, zugeben, etwas irritiert: Boarderlines – Fuck you happiness. Dieses „Oh-oh, was ist da denn passiert?“- Gefühl. Worum genau geht’s in deinem neuen Buch und wieso hast du dich für diesen Titel entschieden?

Der zweite Teil beginnt mit dem Wiedereingliederungsversuch in die deutsche Gesellschaft – nach 10 Jahren Reiserei. Und das auch noch als Beamter. Das führt zu “Reibungspunkten“, weil der deutsche Beamtenapparat weniger Spaß versteht als ich und somit sind schnell neue Gründe geboren, zu reisen und Unsinn zu machen. Es gibt Altbewährtes (Reiseabenteuer), aber auch Zuhause kann jede Menge Quatsch geschehen. Diese Kapitel sind urkomisch und ähneln dem ersten Teil.  Dann passiert etwas Neues. Ich sach nur Liebe und Romatik und der stümperhafte Versuch, eine Frau zu erobern. Die erste Freundin mit 30 Jahren ist zunächst Komödie pur und dann ein Traum aus purem Glück. Freiheit und Liebe. Und Flausen, weil man auch als Erwachsener, ja auch als Erwachsener in einer Beziehung, jede Menge Dummheiten anstellen kann. Nein muss! Ein paar Jahre später zerbricht das Liebesglück und stürzt mich in eine tiefe Krise. Schmerz und Emotion, die nicht nur brutal sind, sondern auch eine neue Suche einleiten. Diese Teil ist das wirklich Neue. Eine Reise in die Seele, der Kampf mit Dämonen und spirituelle Selbstversuche, die sowohl faszinierend wie auch lustig sein sollten. Es wird persönlicher, tiefer, emotionaler und im Idealfall lacht man sich halb tot, bevor man ein paar Seiten später eine Träne verdrückt. Und dann nochmal von vorn. Die Geschichte wandert einem sehr bedeutsamen Moment auf Hawaii entgegen. Einem Augenblick der Selbsterkenntnis.

Fuck you happiness war so eine Idee, denn ich glaube, wir (ich auf jeden Fall) stehen uns manchmal selbst im Weg. Laufen einer Idee von Glück hinterher, anstatt einfach zu sein. Und wenn man das Cover genau betrachtet, dann ist das Fuck ja durchgestrichen und was bleibt, das mag ich: “you happiness“

Du beschreibst deine Rückkehr ins „normale Leben“ und die tiefe Krise, in die du gestürzt bist. Schon ein sehr persönlicher Teil von dir. Was hat dich motiviert, über diesen Tiefpunkt zu schreiben und  ihn mit anderen zu teilen?

Ich glaube, dass wir alle mit einer sehr grundlegenden Schwierigkeit zu tun haben. Eine Folge der Leistungsgesellschaft und dem bekloppten Gedanken irgendwelchen Konventionen entsprechen zu müssen (beruflich erfolgreich sein oder freiheitsliebender Reisender, oder Surfer oder die perfekte Mutter oder sonst irgendetwas). Die Idee war, dieses Thema in eine Geschichte zu packen. Und zwar nicht als Ratgeber oder mit erhobenem Zeigefinger, sondern so, dass sich der Leser am Ende selber besser kennt und mag. Mit all seinen Problemchen, Besonderheiten, Stärken und vor allem Schwächen. Denn, wenn man Andi und seine Geschichte nicht nur herrlich amüsant findet, sondern auch seinen Schmerz durchlebt und ihn so in sein Herz schließt, dann ist nur noch ein kleiner Schritt notwendig: sich selbst mit diesen Augen zu betrachten. Dann wird alles gut, das Leben leichter.

Das Verrückte ist, dass scheint zum Teil tatsächlich funktioniert zu haben. Die Leser machen, neben den urkomischen Momenten, einiges durch, aber fühlen sich am Ende leicht und lieben das Leben. Alles darin besitzt eine eigene Schönheit und irgendwie sind wir alle gleich. Das macht Mut und verbindet. Und darum geht’s.

Naja, neben dieser vielleicht etwas zu hochtragenden Idee, soll das Buch ein Erlebnis sein. Ich habe alles reingewuchtet, was in mir steckt, was mich aus der Bahn geworfen hat, was mir an Absurdität und Komödie passiert ist und hoffe, das steckt jetzt auch in dem Buch drin. Ich sage nur: Lachen ist gesund.

Kannst du was zu deinem Schreiben erzählen? Du arbeitest ja als Lehrer an einem Berufskolleg in Köln – hast du Nächte durchgetippt nach dem Feierabend, während einer Klausur unauffällig ein paar Seiten getippt?

Nein, ich habe beide Bücher in einem Sabbatjahr geschrieben. Wenn ich ein schreibe, kann ich gar nichts anderes nebenher machen. Außer morgens ein paar Stunden Surfen :) Die Arbeit nimmt mich total in Beschlag, ich lebe dann nur noch Buch.

Jetzt haben wir schon einen großen Teil deines Lebens durch deine zwei Bücher kennen gelernt – wie siehts aus? Bekommen wir noch eine weitere Fortsetzung oder arbeitest du schon an einem komplett neuen Buch?

Ist noch nicht sicher und vielleicht wird dieses Jahr, das Jahr der Entscheidung. Es spuken bereits Ideen in meinem Hinterkopf, aber nebenberuflich ist das nicht machbar. Entweder ich werde Star-Autor :) oder es dauert noch zwei Jahre, bis mein nächstes Sabbatjahr beginnt. Ich könnte auch mal Urlaub machen und es bei zwei Büchern belassen. Auch schön. Wenn die Leser ein weiteres Buch wünschen, müssen sie die ersten beiden vorantreiben. Ohne geht’s nicht, da bin ich auf Unterstützung angewiesen. Und dann mache ich sofort weiter…

Nun zu dir privat – was geht in Andreas Brendt sonst noch vor:

 

Deine Reisen aus Boarderlines und Boarderlines – Fuck you happiness haben dich ja schon an viele Spots der Welt gebracht. Hast du einen Favoriten? Eine Lieblings-Welle? Den  Spot, von dem du Nachts träumst und in Gedanken wieder und wieder surfst?

Im Moment tingel ich ein wenig zwischen Indonesien und Mexico hin und her. Beides unschlagbar gut und es fällt mir schwer, neue Sachen auszuprobieren. Dennoch versuche ich einmal pro Jahr an einen Ort zu reisen, an dem ich noch nie gewesen bin. Das hat, glaube ich, auch der Dalai Lama mal geraten und der wird wohl Bescheid wissen :)

Wie ist es für dich jetzt deinen Alltag gefunden zu haben – so richtig mit Wohnung, festem Job, Buchlesungen und Surfen nur im Urlaub (oder im Internet )? Und glaubst du, dass es dich hier hält oder schreit alles in dir schon nach dem nächsten Trip ans andere Ende der Welt?

Jetzt gerade fehlt mir das Surfen und der Strand sehr. Vermutlich, weil ich so viel arbeite.  Aber ich will nicht klagen, komme gerade aus Indo zurück, wo ich mit den besten Wellen in 20 Jahren beschenkt wurde, und fliege in ein paar Wochen nach Mexiko. Ob ich mein Leben nochmal komplett umschmeiße, weiß ich nicht. Mittlerweile lebe ich auch richtig gerne in Deutschland – aber damit es dazu kommen konnte, war und ist viel Reisen nötig :)

Jeder Mensch hat ja so eine Art Bucket-List: Dinge, die du unbedingt noch machen möchtest, Orte, die du noch besuchen möchtest. Was steht auf  deiner?

Ne, eigentlich habe ich so eine Liste nicht. Ich möchte nochmal nach Indien, in den Himalaya, nach Madagaskar und Moji treffen. Und noch ein paar Tubes wären wunderbar.

Eigentlich mache ich einfach, was passiert. Und es passiert ja immer jede Menge.

Boarderlines-Fuck you happiness Gewinnspiel: Wir verlosen 3 Ausgaben

Da wir finden, dass zumindest bei einem Teil von euch das Buch in den Händen liegen und verschlungen werden sollte (nein, muss!), verlosen wir drei Ausgaben von Andreas Brendt: Boarderlines – Fuck you happiness. 

Was wir uns dafür von euch wünschen, ist ein Foto zum Thema “You Happiness” – einer der glücklichsten Momente und Erinnerungen von eurer schönsten Reise, dem Lieblings-Road- oder Surftrip. Eine Erinnerung, die euch noch im Kopf und Herz feststeckt und euch auch jetzt noch immer wieder zum Lächeln bringt.

Macht mit:

Postet  dieses Foto mit dem Hashtag #youhappinessfs auf Instagram ODER

Postet dieses Foto als Kommentar unter dem Boarderlines Facebook-Beitrag vom 01.06.2016

Die drei Gewinnerfotos teilen wir mit Verlinkung auf euch im Anschluss auf Facebook und Instagram – so können alle FreshSurfer eure Erfahrung mit erleben :)

Übliches am Fußende:

  • Einsendeschluss ist der 15.06.2016
  • Teilnahme ist nur mit Wohnsitz in Europa möglich
  • Die allgemeinen  Gewinnspiel-Teilnahmebedingungen von FreshSurf sind geltend
  • Facebook  & Instagram haben mit diesem Gewinnspiel nichts zu tun und stehen nicht als Ansprechpartner dafür zur Verfügung
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