Restdays für Surfer müssen sein. Waves for days and days! Oh ja passionierten Surfer Souls fallen wellenfreie Pausen meist sehr schwer. Trotzdem sind sie für den Körper sehr wichtig. Deswegen befreien wir den unbeliebten Surf-Restday von seinem Couch-Potato-Image und zeigen dir wie du die Pause optimal nutzen kannst. Damit bei einer Wellenflaute nicht gleich die Stimmung sinken muss, dir während einer Schlechtwetterfront nicht mehr die Decke auf den Kopf fällt und du mit noch mehr Power aus jeder Pause an den Beach zurückkommst.

Relax

Die nächste Pause wird zur Party. Was wir feiern? Dass wir danach mit viel mehr Energie zurück kommen. Das Motto? Anstatt zwischen den Couchkissen, in Langeweile und Sehnsucht nach dem Meer zu versinken tun wir uns und unserem Body etwas Gutes. Denn der Körper nutzt die Ruhephasen zwischen den Surf Sessions, um sich an die Anforderungen, die wir ihm stellen anzupassen und sich für die Anstrengung vorzubereiten. Die Muskeln wappnen sich schon mal für das nächste Mal wenn wir von ihnen verlangen bis zur Verausgabung zu paddeln, während der Kopf die Lernfortschritte auf der Welle verarbeitet und die Bewegungsabläufe speichert, die wir trainiert haben. Ohne Restdays werden sowohl Körper als auch Geist müde, die Konzentrationsfähigkeit sinkt, Reaktionszeit und Koordination werden schwächer, dafür steigt aber die Verletzungsgefahr

Immer noch nicht überzeugt? Ok hier kommt Step 1 für einen erfolgreichen Surf-Restday: Ausschlafen!

Am Restday können wir vollkommen ohne schlechtes Gewissen und mit gutem Grund liegen bleiben und uns die vollen sieben Stunden Schlaf gönnen, die unser Body braucht. Denn zu wenig Schlaf lässt den Spiegel des Stresshormons Cortisol steigen und senkt gleichzeitig die Produktion von Glykogen, auf das der Körper für den Energieverbrauch angewiesen ist. Eine lange erholsame Tiefschlafphase lässt dafür die Muckis wachsen während wir von der perfekten Welle träumen.

Refresh

Restday für Surfer bedeutet nicht automatisch Couchday. Aktive Pausen helfen unserem Körper sich schneller von Anstrengung zu erholen. Vor allem Stretching-Einheiten und Foam Rolling fördern die Regeneration, beugen Verletzungen vor und verbessern die Flexibilität die wir für geschmeidige Bewegungsabläufe auf dem Board brauchen.

Step 2 für den Restday: Hör auf deinen Körper.
Dehne und knete dich nur soweit es sich gut anfühlt, vor allem bei Muskelkater. Sei lieb zu dir selbst. Geh zum Stretchen nach draußen und dreh deine Lieblingsplaylist dazu auf. Ja, sogar Netflixen geht nebenbei, dann fällt es leichter länger durchzuhalten.

Ansonsten gilt nur noch:

  1. Lieber dynamisch dehnen, statisches Stretching immer mit einem Warmup verbinden 
  2. Währenddessen gleichmäßig weiter atmen.
  3. Langsam und sanft in die Dehnung gleiten, niemals ruckartig.

Brauchst du noch etwas Inspiration?
Hier sind unsere liebsten Surfer Stretches:

Nacken und Schultern:

  • Cross Body Arm Stretch
  • Neck Rolls
  • Overhead Triceps and Shoulder Stretch

Upper Body:

  • Sitting Biceps Stretch
  • Revers Chest Stretch
  • Lying Pectoral Stretch

Rücken:

  • Lying Knee Rollover Lower Back Stretch
  • Child’s Pose with side stretch
  • Cat Cow Stretch

Beine:

  • Crossover Hamstring Stretch
  • Deep Lunging Stretch
  • Figure Four Stretch

Dynamisches Stretching bedeutet in jeder Position fließende, federnde Bewegungen zu machen. Durch den Bewegungsfluss geben wir dem Muskel die Möglichkeit sich sanft in die Länge zu ziehen. Langsam ausgeführt reichen 15 bis 20 Moves in jeder Position.

Mehr Inspiration für alle die ihre Füße nicht stillhalten und hochlegen können gibt’s hier

Reset

Bereit für die nächsten good News? Auch daheim und auch am Restday stellen wir uns aufs Board – auf’s Indo Board. Wer noch keins hat, kann sich für den Anfang auch ein Skateboard nutzen. Auf dem wackeligen Untergrund arbeiten wir an unserer Balance, stärken unseren Core, verbessern unsere Koordination und fördern die Konzentration. 

Los geht’s mit den Basics:
Wichtig sind langsame kontrollierte Bewegungen 
Vier Runden für 60 Sekunden mit 30 Sekunden Pause

  • Pushups auf dem Indo Board
  • Squats auf dem Indo Board
  • Wood Chops auf dem Indo Board

Gar nicht so easy aber auch richtig effektiv am Restday für Surfer: Mediation. Die vollkommene Stille bei maximaler Ruhe kann unsere Leistungsfähigkeit und Konzentration für die nächste Session boosten. Vor allem sollte sie aber nicht unterschätzt werden. Das süße Nichtstun kann ansonsten zur bitteren Erfahrung werden. Lass dir Zeit, sei geduldig, erwarte nicht zu viel, sei nicht zu streng zu dir selbst wenn es nicht klappt und lass dir von Profis helfen.

Einen kleinen Guide, den wir selbst ausprobiert haben gibt’s zum Beispiel hier

Recharge

Eine gute Nachricht haben wir noch für dich: du darfst reinhauen. Oh yeah Soulfood, das Body und Seele guttut ist erlaubt. Nur sollte der Treatday nicht zum Cheatday werden. Was wir brauchen sind gesunden Kohlenhydrate wie Vollkornbrote und Wraps, brauner Reis, Quinoa, Kartoffeln und Wurzelgemüse, die unseren Energiespeicher auffüllen. Mageres Eiweiß, z.B. Hühnerbrust, gegrillter Lachs, Eier und Bohnen, die unsere Muskeln bei der Regeneration unterstützen, ganz viel buntes Gemüse und noch mehr Wasser. Auch wenn wir am Restday nicht ins Schwitzen kommen ist es jetzt super wichtig dem Körper und auch der Haut das Wasser zuzuführen, das uns beim Surfen entzogen wird. Wer sich extra hart durch die letzte Session gepusht hat, kann sich auch eine Extraportion Elektrolyte gönnen: Am besten ganz natürliches Kokoswasser.