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„995er Tief über Island
Und ich sitz’ zu Hause und starre an die Wand
Offshorebreak bei San Sebastian
Und bei mir zu Hause steht Inventur auf’m Plan
725 Stufen steig’ ich täglich
Beim Versuch zu vergessen scheitere ich kläglich
Ich gleite durch die Stadt, anstatt durchs kühle Nass
Und werd’ das Gefühl nicht los, dass ich was verpass’

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Was hat es auf sich mit diesem Ort von dem sogar die Sportfreunde Stiller schwärmen?

So sehr wir unsere Insel auch lieben, wollen wir euch heute einen ganz besonderen Ort auf dem spanischen Festland vorstellen.
San Sebastián – eine unserer absoluten Lieblingsstädte Europas – bleibt bisher für viele Leute, übersehen bzw. unbekannt.
Ein wahrhafter Skandal wenn ihr uns fragt. Deswegen haben wir kurz Hand entschieden, euch miteinander bekannt zu machen.


Was du über San Sebastian wissen solltest

Die baskische Bezeichnung für San Sebastián lautet Donostia. Lasst euch daher bitte nicht verwirren, falls ihr euch der Stadt per Auto nähert und plötzlich die Beschilderung nach San Sebastián verschwindet. Die Einwohner und Fans der Stadt nennen sie liebevoll Donosti.

San Sebastiáns charmante Altstadt „parte vieja“ ist berühmt für die höchste Konzentration an Bars der Welt. Darauf trinken wir!

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Das Baskische, offiziell Euskara gilt als eine der schwierigsten Sprachen der Welt und steht seit 2009 im Roten Buch der UNESCO für bedrohte Sprachen. Wie wir finden sehr schade, da ein Agu(uuuuuu)r für Tschüss nach ein paar Tagen in San Sebastián zum Automatismus wird.

 

2016 wurde San Sebastián zur europäischen Kulturhauptstadt gewählt – wie wir meinen – nicht grundlos.

 

Und wenn wir schon mal dabei sind: Habt ihr schonmal von Pintxos gehört? Tapasähnliches Fingerfood, welches in Bars überall im Baskenland serviert wird. Sie sind ein wesentlicher, nicht wegzudenkender Teil des baskischen Esskultur. Nach Kyoto besitzt keine andere Stadt auf der Welt besitzt mehr Michelin-Sterne pro Quadratmeter als San Sebastian: insgesamt stolze 16!!!
Feinschmecker sind im Mekka der europäischen Gastronomie somit herzlich willkommen.

3 Strände, 3 Berge, 2 Buchten, eine Insel, ein Fluss der die Stadt durchtrennt und eine Architektur die den ein oder anderen an Paris erinnert – Egal ob man zum ersten Mal oder 20sten mal nach San Sebastián kommt, man ist immer wieder beeindruckt von der außergewöhnlichen Schönheit und dem besonderen Flair der Stadt.

 

Lust Hollywoodstars wie Bradley Cooper, Maryl Streep und Ryan Gosling live und in Farbe zu sehen? Dann ist dafür die Wahrscheinlichkeit zum alljährlichen Film-Festival im September recht hoch.

 

San Sebastián gehört zu den teuersten Städten Spaniens. Egal ob es um Mietpreise, Lebensmittelpreise oder Bustickets geht. Wie wir finden gleicht die Schönheit der Stadt die etwas erhöhten Preise jedoch aus.

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Fotocredits: Jon Santamaria Izko

Last but not least: Top-Surfbedingungen.
Und weil es sich hiermit um unser Lieblingsthema handelt müssen wir hierbei logischerweise ein wenig mehr erzählen.

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Der “Place to Be” für alle Surfbegeisterten ist zweifelsfrei Playa Zurriola. Dieser befindet sich im modernen und immer beliebter werdenden Bezirk Gros. Bei ihm ruht auch der eindrucksvolle Musik- und Kongresspalast Kursaal, eines der vielen Wahrzeichen der Stadt.

Dadurch, dass die Zurriola Bucht im Gegensatz zu den anderen beiden Stränden La Concha und La Ondaretta mehr zum Atlantik hin geöffnet ist, wird man hier mit reichlich Wellen gesegnet. Der Beachbreak läuft am besten bei 3-6 ft und Mid-tide.
Bei Wellen über 6 ft häufen sich die Close-outs. An der linken Seite von Zurriola verlaufen Wellenbrecher zwischen Flussmündung und Strand. Diese blocken einen Teil des Swells ab, wodurch dort eine etwas anfängerfreundliche Seite ensteht.
Je weiter man nach rechts paddelt, desto mehr Swell kommt an den Wellenbrechern vorbei und desto höher wird das Surfniveau und dementsprechend auch die Dichte an Locals.

Neben Zurriola kann man auch noch an den anderen Stränden Donostias surfen. Jedoch nur bei viel Swell und high-tide.
An der Kaimauer am Anfang von La Concha läuft eine rechte Welle. Am Kai ganz im Westen von Ondarreta läuft eine Linke und zwischen Ondarreta und la Concha bricht eine weitere Welle.

Generell sind der Herbst und Frühling die mit Abstand besten Monate um in Donosti ordentlich surfbaren Swell abzubekommen.
Egal ob Anfänger oder Vollprofi, Longboarder oder Shortboarder, hier kommt jeder auf seine Surfkosten.
Von den kleinen, feinen Sommerwellen profitieren vorallem Anfänger und Longboarder.

Im Winter, wenn die großen Atlantikbrecker auf San Sebastian treffen ist es keine Seltenheit Locals zu sichten, die auf Riversurfen im Rio Urumea umsteigen und dann kann es durchaus auch mal passieren, dass die Surfschulen mit ihren Beginnerkursen zu Playa La Concha ausweichen. Ach San Sebastián, egal wo, wie und wann…du lässt unsere Surferherzen höher schlagen!

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Nachdem wir nun mit den Surfbedingungen bestens vertraut sind, stellt sich noch eine Frage: Neo – ja, nein, vielleicht?

Dem kühlen Atlantik sei Dank solltest du dich selbst im Sommer ohne Neoprenanzug nicht auf Wellenjagt machen. Welcher Neo sich am besten für deinen Surftrip eignet hängt von deinem Reisezeitraum und natürlich auch deinem individuellen Wärmeempfinden ab. Die eine Spezies surft im Sommer im Shorty, die andere gehen ohne 3-2er nicht ins Nasse. Im Herbst sind die Optionen dann wiederrum 3-2er oder 4-3er. Im Winter entscheiden sich die einen für einen 4-3er und die anderen für einen 5-4er. So oder so, mit Booties und Handschuhen tust du dir im Winter definitiv einen Gefallen.

Du brauchst eine Surfpause bzw. vielleicht ist der Wellengott gerade nicht ganz so gnädig? Wie wär’s mit Asphaltsurfen als Alternative? Schließlich können Turns und Cross-Steps auch an Land verfeinert werden. Nicht ohne Grund tummeln sich die Skater an der Zurriola Promenade. Die Stadt verfügt nämlich über guten Untergrund, überdurchschnittlich viele Fahrradwege und vielerlei Shops, die Skateboards/Longboards in allen Formen und Farben verleihen. Unser Geheimtipp: Eine kleine Tour durch die Stadt auf E-Scooter („patinete eléctrico“). In Deutschland sind diese momentan noch nicht erlaubt, in Spanien hingegen, sind diese aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Geliehen werden können diese beispielsweise bei „La Bicicleta“.(www.labicicletadonostia.com)

Falls du die Nähe zu Frankreich ausnutzen willst, bieten Hendaye, Biarritz und Hossegor weitere gute Spots, die du von San Sebastian aus problemlos per Zug und Bus erreichen kannst. Falls du das Glück hast im Oktober in der Gegend zu sein, solltest du unbedingt nach Hossegor, wo sich beim alljährlichen World Surf League Contest die internationale Surf Elite tummelt.
Du kannst aber natürlich auch im spanischen Baskenland bleiben.
Bei San Sebastián um die Ecke liegt einer der bekanntesten Surfstrände Spaniens: Zarautz. Europas längste Left lauert weiter im Westen und hört auf den Namen Mundaka.
Wie du siehst: Falls dich die Wellen in Donostia (ausnahmsweise) mal im Stich lassen sollten, gibt es für dich genug Alternativspots zu entdecken.

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Wir sind durch und durch San Sebastián Fans und deswegen schließen wir uns den Donostiarras gerne an wenn sie sagen:
„ Donostia es la hostia“-Donostia ist „der Wahnsinn“.