Strömungen gehören zum Ozean wie die Wellen selbst. Du siehst sie zwar nicht immer, aber sie bestimmen jede Session. Gerade für Surfanfänger:innen ist es wichtig zu wissen, wie Strömungen funktionieren – und wie du sicher mit ihnen umgehst.
Was für Strömungen gibt es?
Globale Strömungen
Das sind riesige Meeresströmungen, die sich über ganze Ozeane ziehen, z. B. der Golfstrom.
Strömungen entstehen durch langfristige Temperatur- und Salzgehaltsunterschiede.
Für Surfer relevant:
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Sie beeinflussen das Klima einer Region
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Sie bestimmen Wellenenergie und Swell-Richtungen über große Distanzen
Auf Fuerteventura spüren wir ihren Einfluss indirekt: Sie beeinflussen, wie Swells aus dem Nordatlantik bei uns ankommen.
Regionale Strömungen
Sie entstehen direkt vor Ort durch Wind, Gezeiten und Küstenform.
Beispiele:
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Veränderungen der Strömung je nach Tide
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Seitwärtsströmungen an langen Stränden
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Lokale Effekte durch Riffe oder Sandbänke
Für Surfer relevant:
Regionale Strömungen bestimmen deine Session – wo du rausgehst, wo du ins Line-up kommst und wie viel Kraft du brauchst.
Die wichtigsten Strömungen für Surfer
1. Longshore Current (Küstenströmung)
Verläuft parallel zum Strand und entsteht, wenn Wellen schräg auf die Küste treffen.
Du driftest seitlich weg – oft ohne es zu merken.
2. Rip Current (Rückströmung)
Die bekannteste der Strömungen.
Sie zieht Wasser vom Strand zurück ins Meer, oft durch eine „Lücke“ in der Sandbank.
Sie zieht dich raus, nicht unter Wasser.
Woran erkennst du eine Strömung?
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Glattere oder dunklere Wasserflächen
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Bereiche ohne brechende Wellen
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Schaum/Seegras, das schnell in eine Richtung zieht
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Andere Surfer:innen, die seitlich abdriften
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Ein klarer „Kanal“ zwischen brechenden Wellen
Je früher du eine Strömung erkennst, desto entspannter bleibt deine Session.
Wie verhältst du dich bei einer Strömung?
In einer Rip Current
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Ruhe bewahren
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Nicht gegen die Strömung zurückpaddeln
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Parallel zum Strand herauspaddeln
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Dann entspannt zurück Richtung Land
Bei seitlichem Abdriften
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Regelmäßig zum Strand orientieren – suche dir Orientierungspunkte!
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Früh gegensteuern
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Driften akzeptieren, wenn’s zu viel wird – kurze Pause, Position neu wählen
Surfen mit Buddy!
Strömung hin oder her, mehr Spass hat man auf alle Fälle im Wasser mit einem Surfbuddy. Dieser kann dir im Notfall auch behilflich sein.
Warum Strömungen so wichtig sind
Sie bestimmen:
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wo die Wellen brechen
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wie du ins Line-up kommst
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wie viel Energie du beim Paddeln brauchst
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ob ein Spot sicher ist
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wie sich Swells an einem Spot verhalten
Wer Strömungen versteht, surft entspannter, sicherer und effizienter.





