Surfkurse_24.02.2015-web

Du bist motiviert, das Line-up ist zum Greifen nah – und trotzdem fühlt sich jeder Versuch, rauszupaddeln, wie ein Kampf an. Weißwasser, Atemnot, schwere Arme.
Wenn dir das bekannt vorkommt: Du bist nicht allein.

Denn laut Brad Gerlach scheitern viele Surfer nicht an Turns oder Take-offs, sondern schon viel früher – auf dem Weg nach draußen. Der ehemalige Pro-Surfer und Coach hat genau hingeschaut und fünf klassische Fehler identifiziert, die immer wieder gemacht werden.

Das Gute: Alle fünf lassen sich vermeiden – mit etwas Verständnis, Ruhe und Übung.

Fehler Nr. 1: Die Erwartungen sind zu hoch

Eigentlich ganz simpel: Zu viel Denken macht anfällig für Fehler.
Und das beginnt oft schon beim ersten Blick aufs Meer.

Statt einfach rauszupaddeln, wird analysiert:
Wie reite ich die Welle am besten? Was mache ich danach?
Nach 20 Minuten ohne Erfolg kommt die Frustration – und die Session kippt, noch bevor sie richtig begonnen hat.

Brad Gerlachs erste Regel ist deshalb klar:
Senke deine Erwartungen.
Mach dich locker. Genieße es, rauszupaddeln, den ersten Duck Dive zu machen und einfach im Ozean zu sein. Gute Sessions entstehen selten aus Druck – sondern aus Offenheit.

Fehler Nr. 2: Du denkst zu viel nach

Dieser Fehler folgt fast automatisch auf den ersten.
Surfen ist keine Denksportart – Surfen ist Fühlen.

Wer ständig bewertet, plant oder kontrollieren will, verliert Leichtigkeit und Flow.
Brad bringt es auf den Punkt: Bewahre dir den Spaß und die Lust am Surfen – dann kommt der Erfolg oft ganz von allein.

Je weniger du versuchst, alles richtig zu machen, desto besser funktioniert es.

Fehler Nr. 3: Deine Körperhaltung ist falsch

Jede Sportart verlangt eine bestimmte Körperhaltung – beim Surfen spielt dabei der Rücken die entscheidende Rolle. Er ist dein Kontrollzentrum.

Unser Bewusstsein sitzt im Kopf, dort wo unsere Augen sind. Und genau hier liegt das Problem:
Die Augen richten sich automatisch nach unten zum Wasser.
Die Folge: Der Po geht hoch, der Körper liegt falsch auf dem Board, das Paddeln wird ineffizient.

Brad Gerlachs einfache Regel:
Kopf hoch – Po runter.
Heb den Blick, halte den Rücken aktiv und bleib stabil auf dem Board.

Fehler Nr. 4: Du paddelst aus den Armen

Viele glauben, Paddeln sei reine Armkraft.
In Wahrheit kommt die Bewegung nicht aus den Armen, sondern aus:

  • Rücken

  • Körpermitte

  • Hüften

Die Arme sind nur das Werkzeug. Die eigentliche Kraft kommt aus dem Körperzentrum.
Wer das versteht, paddelt ruhiger, effizienter – und deutlich länger.

Fehler Nr. 5: Du akzeptierst schlechte Tage nicht

Der vielleicht wichtigste Punkt:
Jeder hat schlechte Tage.

Manchmal passt nichts – egal wie sehr du dich anstrengst.
Brad Gerlach sagt ganz klar:
Akzeptiere das.

Statt Frust zu schieben, geh aus dem Wasser, hol dir einen Drink in der nächsten Strandbar, beobachte das Meer und erhole dich. Auch das gehört zum Surfen dazu.

Mehr über Brad Gerlach findet ihr hier.