Auch diesen Sonntag haben wir wieder ein kleines Interview für euch mit Henning, der nun schon zum dritten Mal im FreshSurf Surfcamp auf Fuerteventura war. 

Henning---blog

Hallo Henning! Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, um uns ein paar Fragen zu beantworten!

Die meisten Surfer fallen nach ihrer Zeit am Meer immer in die schlimme „After-Surf-Depression“. Hast du dieses Phänomen auch erfahren und wenn ja, was hast du dagegen getan?

Das ist mir nicht bekannt. Aber die surffreie Zeit versuche ich dann mit Erinnerungen an die letzten Surftrips, die Planung der nächsten Reise und dem Lesen der Ausgaben vom „Surfers Mag“ zu überbrücken.

Das Surf-Fieber hat dich ja jetzt auch schon einige Male gepackt – was genau hat für dich denn den Ausschlag gegeben, wieder nach Fuerteventura zu kommen?

Ich war nun zum vierten Mal auf Fuerteventura. Was ich an Fuerte so mag, ist die einfache Anreise. Es gibt Direktflüge, die Flugzeit ist in Ordnung und die Infrastruktur auf der Insel ist gut. Außerdem hat man auch im Frühjahr oder Herbst noch gutes Wetter.

Erzähl uns ein bisschen von deiner bisherigen „Surfkarriere“ – wo warst du das erste Mal im Wasser und wann hat dich die Sucht erwischt?

Das erste Mal war ich 2008 mit zwei Freunden auf Fuerteventura in einer Surfschule. Unsere Surflehrer waren damals Toby und Steff. Ich war sofort „infiziert“. Danach wurden alle Urlaubsreisen so geplant, dass man idealerweise surfen gehen konnte. So sind meine beiden Kumpels und ich schon ein bisschen rumgekommen. Das ist super, man kann seine neue Leidenschaft mit dem Reisen verbinden.

Fürs Surfen ist eine gewisse Paddelpower essentiell. Hast du dich besonders auf den Trip nach Cotillo vorbereitet?

Paddelpower, hör bloß auf! Ich bin so ein schlechter Paddler. Da hilft bei mir auch keine Vorbereitung. Aber sicherlich wäre es ratsam, 4 Wochen vorher anzufangen, regelmäßig schwimmen zu gehen. Wenn man eine gute Kraul-Technik hat, hilft das ungemein. Leider ist genau das mein Problem.

Und glaubst du, dass du je wieder ohne Surfen Leben kannst?

Surfen ist ein Teil meiner Urlaubsplanung geworden. Es gibt keine Sportart, bei der ich so abschalten kann wie beim Surfen! Man ist ständig konzentriert und immer in Bewegung. Das entspannt mich ungemein. Dazu gibt es nichts Schöneres als mit Freunden im Linie Up zu sitzen und sich gegenseitig anzufeuern. Wenn man dann dort sitzt und mal ein warmer Sommerregen einsetzt, dann geniesst man einfach nur den Moment.

Du warst ja diesmal auch schon viel Surfen ganz unabhängig vom Kurs – hast du ein paar Tipps für unsere Leser, die eventuell zum ersten Mal ohne Betreuung losziehen wollen?

Ich versuche immer zwei Mal im Jahr ins Wasser zu kommen. Seit 2008 war ich nun in 11 Urlauben surfen. Bisher habe ich es noch nicht gewagt alleine ins Wasser zu gehen. Ich habe so viel Respekt vor dem Meer und dem Surfen, dass es mir wichtig ist jemanden dabei zu haben, der sich Vorort auskennt. Das Lesen der Wellen, Einschätzen der Bedingungen und der eigenen Fähigkeiten ist nicht so einfach. Darum fühle ich mich in einem Kurs oder mit einem Guide immer wohler. Schließlich sind Wassersportarten auch nicht ungefährlich.

Eine Frage noch zu FreshSurf: Wie hast du denn die Atmosphäre im Surfhouse wahrgenommen?

Da ich bisher immer mit Freunden oder meiner Frau hier war, habe ich bisher immer ein Apartment gebucht. Nun war ich das erste Mal alleine hier und im Surfhouse untergebracht. Da fast alle im Surfhouse Alleinreisende waren, teilten alle das gleiche „Schicksal“. Das passte ganz gut und man ist einfach mit den anderen in Kontakt gekommen. Außerdem war das Essen von Michael immer spitze!

Was unterscheidet für Dich FreshSurf von anderen Surfschulen?

Bei FreshSurf wird sehr viel Wert auf die Sicherheit gelegt und es gibt eine gute Mischung aus Theorie und Praxis. Natürlich will man immer ins Wasser, aber auch da gibt es halt Regeln an die man sich halten muss, damit man Unfällen und Verletzungen vorbeugt. Das Wasser kann eine ganz schöne Kraft entwickeln. Ich bin immer noch froh, damals bei Toby und Steff meinen ersten Kurs gehabt zu haben. Denn viele Dinge die man im ersten Kurs lernt, die kann man später nur schwer wieder ändern.

Und kommst du bald wieder zu uns oder zieht es dich für deinen nächsten Surftrip in andere Gefilde?

Da ich mir auf einem Surftrip in Asien im letzten Jahr das Dengue Fiber eingefangen habe, kommen für mich nur noch Urlaube in bestimmten Regionen in Frage. Ich denke, ich kann El Cortillo schon als meinen „Home-Spot“ bezeichnen. Daher wird es sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich bei euch war.

Und jetzt darfst du gerne noch ein paar Worte an Freunde, Familie oder auch vollkommen Unbekannte richten.

Schöne Grüße natürlich an das FreshSurf-Team! Ausserdem an Tobi, Alex & Hella sowie Nina vom letzten Besuch bei euch und meine beiden Surf-Kumpels Sebastian und Dennis, die dieses Mal nicht mit konnten.

Vielen Dank, Henning, und bis hoffentlich bald wieder! :)

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