Mitten in Europa – so ganz ohne Meereszugang – surfen? Du möchtest gerne regelmäßig an deinen Surfskills arbeiten, kannst aber nicht „mal eben“ einen Surftrip machen? Gerade wegen der großen Se(e)hnsucht nach Wellen entstehen in Europa immer mehr stehende Wellen, die bei großem Surfweh Abhilfe schaffen können. Denn die wenigsten landlocked Surfer haben die Möglichkeit über längere Zeit an einem Surfspot zu leben und zu arbeiten. Vielleicht ist also das Surfen auf einer stehenden Welle die Lösung?
¿Qué es una onda estacionaria?
Una ola estacionaria es una ola que no se mueve. El flujo de agua se dirige de tal manera que forma la «cara» de una ola. El agua se mueve en la misma dirección en el mismo punto, normalmente con la misma fuerza. Así pues, la cara de la ola sigue siendo la misma y la ola se desplaza sobre el terreno.
Para crear una ola de este tipo, el agua se acelera sobre una rampa u otros obstáculos. Si el flujo de agua se encuentra entonces con agua estancada o que fluye lentamente, se produce el llamado salto de altura hidráulico. Se forma la ola estacionaria.
Natürliche stehende Wellen gibt es zum Beispiel an Stromschnellen, allerdings sind diese meist nicht surfbar und hängen natürlich stark vom Wasserstand und der Fließgeschwindigkeit ab.
Die bekannteste stehende Welle in Deutschland – wenn nicht gar der Welt – ist die Eisbachwelle in München. Während das Surfen der Eisbachwelle früher verboten und maximal geduldet wurde, ist es heute inzwischen offiziell gestattet. Allerdings ausschließlich für erfahrene und geübte Flusssurfer.
Obwohl die Eisbachwelle zu Beginn ganz von allein entstanden ist und stark abhängig vom Wasserstand war, wurde bereits vor vielen Jahren nachgeholfen und die Welle so künstlich verstärkt. Seitdem „läuft“ die Welle fast das ganze Jahr über.
Die Eisbachwelle gilt heute als Vorbild für viele weitere künstlich geschaffene (Fluss-)Wellen. Die in München ansässige Firma citywave baut weltweit stehende Wellen angelehnt an die Funktionsweise der Eisbachwelle.
Bei diesen künstlichen stehenden Wellen wird durch den Strömungsdruck des Wassers eine Welle gebildet. Das Wasser läuft über eine Rampe in einen Pool und bildet dort durch den künstlich hervorgerufenen hydraulischen Höhensprung eine Welle. In den meisten Fällen ist die Rampe zudem höhenverstellbar, so dass auch Höhe und Kraft der Welle beeinflussbar ist.
Auf diese Weise können von blutigen Anfängern bis hin zu Profisurfern alle das Surfen auf einer stehenden Welle probieren.
Diferencias en las ondas estacionarias
En la actualidad existen muchas olas estacionarias sobre las que se puede surfear. Sin embargo, sigue habiendo diferencias entre las olas.
En primer lugar, están las olas de río estacionarias, que se crean sin intervención humana. Sin embargo, al igual que las olas del mar, dependen de muchos factores y, por lo tanto, no suelen poder surfearse durante todo el año.
También existen olas de río artificiales. Se trata de olas estacionarias en un río que se amplifican artificialmente (Eisbachwelle, Múnich) o se construyen completamente de forma artificial en el río (Leinewelle Hannover, Fuchslochwelle en Núremberg). Por ejemplo, se utiliza la tecnología de la empresa Dreamwave, que ha desarrollado un sistema en colaboración con la Universidad de Innsbruck para crear olas artificiales en un entorno natural.
En Langenfeld, en cambio, se creó una ola artificial en un lago. La piscina de olas flota en el lago, aspira el agua, la acelera y crea así una ola surfeable.
Todas estas olas estacionarias mencionadas utilizan una masa de agua existente. El agua se desvía (parcialmente) para la ola surfeable y luego se devuelve al río o al lago.
Por último, están las ondas artificiales (de interior). Estas olas se producen principalmente con la tecnología citywave. Aquí, el agua se acelera a través de una rampa y luego forma la ola en la piscina de olas. En la actualidad existen varias olas de este tipo en países de habla alemana. Gracias a ellas es posible surfear (a veces sólo temporalmente) en el centro de Europa, lejos del mar. En Lucerna y Osnabrück, las olas se han integrado en centros comerciales, mientras que en Zúrich y Ratisbona se han instalado para los meses de verano en los últimos años. En muchas otras ciudades, alrededor de la ola se ha creado una infraestructura más amplia con bares, restaurantes, parques de skate, voley playa, etc., donde se puede vivir la cultura surfera.
Surf sobre olas paradas
Auf einer stehenden Welle zu surfen funktioniert nicht ganz genau wie das Surfen im Meer. Das liegt daran, dass das Wasser bei einer stehenden Welle von vorne kommt, die Welle im Ozean dagegen bekanntermaßen von hinten anrauscht. Dieser Richtungswechsel führt dazu, dass du dein Gewicht auf dem Surfboard anders verlagern musst. Beim Surfen im Ozean belastest du den vorderen Fuß, um Geschwindigkeit aufzubauen. Wenn du eine stehende Welle surfst, musst du dagegen den hinteren Fuß belasten, damit du nicht direkt mit der Strömung aus der Welle gefegt wirst. Und während sich das Surfbrett beim Wellenreiten im Meer durch die Geschwindigkeit der Welle selbst stabilisiert, musst du beim Surfen in der stehenden Welle durch Turns Geschwindigkeit aufbauen und dein Surfbrett so stabilisieren. Deshalb ist es auch für gestandene Wellenreiter mit viel Meer-Erfahrung nicht verkehrt, eine Einweisung in das Surfen einer künstlichen Welle mitzumachen.
Die Surfbretter, die auf einer stehenden Welle gesurft werden, sind zudem kürzer als die Bretter, die du vielleicht von deinem letzten Surftrip ans Meer gewohnt bist. Das liegt daran, dass in den stehenden Wellen viel öfter geturnt werden muss, da der Wellenpool nur begrenzt Platz hat. Außerdem steigst du vom Rand direkt auf das Brett in der Welle, musst also nicht paddeln und brauchst deshalb weniger Volumen als beim Surfen und Paddeln im Meer.
Inzwischen gibt es einige Firmen die spezielle Riversurfboards herstellen und mit verstärkten Rails und Finnenkästen arbeiten, da diese beim Surfen von stehenden Wellen arg in Mitleidenschaft gezogen werden.
Trotzdem kannst du, wenn du einmal den Dreh raushast, auf einer stehenden Welle dieselben Tricks und Turns machen, wie auf einer Welle im Ozean.
Ventajas y desventajas de surfear olas estacionarias
El surf en olas estacionarias artificiales causa mucha discusión y controversia en la comunidad surfera. Mientras algunos surfistas se alegran de poder practicar su afición de vez en cuando sin tener que recorrer grandes distancias, otros piensan que surfear en el mar es lo único real y no quieren poner un pie en una ola estacionaria artificial.
Vorteile der künstlichen Welle
- Surfen weit weg vom Meer ohne lange Anreise
- Mehr Zeit (und Kraft) zum Surfen, da nicht gepaddelt werden muss; man ist direkt auf der Welle
- Die Welle ist immer gleich, wodurch super Trainingsmöglichkeiten entstehen und man unter gleichbleibenden Bedingungen üben kann
- Steile Lernkurve beim Surfen
- Anschluss an die Surfcommunity in Deutschland
- Regulierbare Wellengröße für jedes Surflevel
Nachteile der künstlichen Welle
- Hoher Wasser und/oder Stromverbrauch
- Die Welle bricht immer gleich; es ist nicht mit dem Wellenreiten und -lesen im Ozean zu vergleichen
- In den allermeisten Fällen ist das Surfen auf stehenden Wellen sehr kostspielig
- Es braucht eine gewisse Eingewöhnungszeit beim Wechsel vom Meer in den Pool und umgekehrt
- Sorge: viele können dank der künstlichen Welle zwar gut Manöver surfen, haben aber nicht die entsprechenden Fähigkeiten, um die Gefahren im Meer richtig einzuschätzen und zu bewältigen




