La Isla de Lobos

Dass unser wunderschönes Fuerteventura voll ist mit tollen Ausflugszielen, die ihr unbedingt besuchen solltet, haben wir euch schon in unserem Blog Die schönsten Ausflugsziele für euren Surfurlaub auf Fuerteventura gezeigt. Da diese kleine Auswahl die Highlights unserer geliebten Insel nur anschneidet und Lust auf mehr macht, möchten wir euch an dieser Stelle eines der genannten Ausflugsziele bis ins kleinste Detail vorstellen. Auf gehts auf die

Wer die Insel Fuerteventura besucht, darf auf keinen Fall deren kleinen Bruder Lobos auslassen! Die sechs Quadratkilometer große Robinson-Crusoe-Insel war bereits zu Piratenzeiten beliebt, heute ist sie für Wanderer, Naturliebhaber und Surfer gleichermaßen ein absolutes Muss! Was ihr für euren Tagesausflug auf die Isla de Lobos auf keinen Fall vergessen solltet und wie ihr am besten dorthin kommt, findet ihr in unserem Blog Tagesausflug ins Naturparadies.

Die Isla de Lobos liegt zwei Kilometer von Fuerteventura und acht Kilometer von Lanzarote entfernt in der Meerenge Bocaina. Wäre diese nicht für ihre gefährlichen Strömungen bekannt, könnte man von unserer schönen Insel aus glatt hinüberschwimmen. Um sicher auf Lobos anzukommen, könnt ihr euch bequem mit der Fähre, einem Glass Bottom Boat, ab 10 Uhr morgens von Corralejos Hafen aus hinüber schippern lassen. Wer bei der Überfahrt etwas mehr Fun und Action mag, sollte sich vielleicht eher für eines der vielen Wassertaxis bzw. Speedboote entscheiden ;)

Wie die anderen kanarischen Inseln ist auch Lobos vulkanischen Ursprungs. Die winzige Insel ist Heimat zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, von denen einige ausschließlich auf der Insel zu finden sind. Nicht umsonst ist Lobos ein geschützter Naturpark. Ihren Namen Isla de Lobos verdankt die Insel den früher hier lebenden Mönchsrobben, die im Spanischen lobos marinos (Seewölfe) genannt werden.

 

Viel schwarz, türkisblau und ab und an ein bisschen grün…

Um euch einen ersten Eindruck der traumhaften Isla de Lobos zu machen, haben wir für euch eine kleine Foto-Galerie zusammengestellt :)

WICHTIG: Genehmigung für die Isla de Lobos

 

Ein spontaner Ausflug auf die winzige Insel ist seit dem 15. Januar 2019 nicht mehr einfach so möglich. Grund dafür ist eine neue Regelung zur Förderung des Naturschutzes auf Lobos. Diese besagt, dass sich maximal 200 Besucher gleichzeitig auf der Insel aufhalten und höchstens vier Stunden, also entweder von 10 bis 14 Uhr oder von 14 bis 18 Uhr, auf der Insel verweilen dürfen.

Um nicht direkt nach Ankunft auf der Islote de Lobos festzustellen, dass euch der Zutritt zu dieser wunderschönen Insel verwehrt wird, ist eine entsprechende Genehmigung notwendig. Diese kann drei Tage vor dem geplanten Ausflugsdatum online beim Cabildo de Fuerteventura beantragt werden. Den Antrag findest du hier

Jeder Besucher kann die Genehmigung für maximal drei Personen pro Tag und Zeitfenster beantragen. Sobald alle Daten (Vor- und Nachname, Pass- bzw. Ausweisnummer, Telefonnummer, E-Mail-Adresse) angegeben wurden, erhaltet ihr per Mail eine Bestätigung zugesandt, die ihr entweder in ausgedruckter Form oder als QR-Code auf Android-Geräten abspeichern und bei Ankunft auf Lobos vorzeigen könnt. Die Genehmigung hat nichts mit dem Transport auf die Isla de Lobos zu tun. Dieser muss separat gebucht werden.

Falls ihr euren Ausflug nicht antreten könnt, denkt daran die Genehmigung zu stornieren und somit Platz zu schaffen für andere Besucher ;)

Was gibt es auf der Isla de Lobos zu entdecken?

Die vier Highlights der Insel

#1   El Puertito

 

El Puertito ist ein winziges, uriges Fischerdörfchen und die einzige Siedlung auf der Isla de Lobos.

Bestehend aus wenigen einfachen Häuschen liegt El Puertito nur einige Gehminuten vom Anlegesteg La Muelle entfernt im Südosten der Insel. Das Örtchen ist nicht das ganze Jahr über bewohnt. Besonders an Wochenenden und während den Ferienzeiten trifft man auf einheimische Fischer, die den ruhigen Naturhafen vor dem einzigen Lokal der Insel, dem Chiringuito Lobos Antonito El Farero, nutzen um mit ihren Booten anzulegen.

Es lohnt sich unmittelbar vor Ankunft in dem kleinen Fischerdorf den kleinen Hügel links vom Wegesrand hinaufzusteigen. Von hier aus könnt ihr El Puertito aus der Vogelperspektive betrachten. Außerdem habt ihr von hier aus einen traumhaften Blick auf den Montaña La Caldera und die Corralejos Dünen an der Nordküste Fuerteventuras. 

Ganz im Westen der IsIote de Lobos liegt Highlight #2. Etwa 45 Minuten von El Puertito entfernt führt die Wanderroute direkt vorbei an Las Lagunitas. Umgeben von schwarzen, Schornstein artigen Vulkankegeln liegt diese Salzwiese in einer Senke, die regelmäßig von einer salzhaltigen Gischt aus dem Meer besprüht wird.

Etwa 130 Salz liebende Pflanzenarten sind hier heimisch. Eine davon wächst sogar ausschließlich auf Lobos. Der endemische Strandflieder sorgt mit seinen blauvioletten Blüten besonders im Winter für den ein oder anderen Farbtupfer in der sonst eher schwarz-braunen Landschaft. Werden die Lagunitas von Meerwasser überspült, tummeln sich hier zahlreiche Seevögel, die auf der Suche nach Nahrung sind. Wer mehr über dieses einzigartige Ökosystem erfahren möchte, sollte einen kurzen Halt in dem kleinen Info-Häuschen mit perfektem Blick auf Las Lagunitas einlegen.

#2   Las Lagunitas

 

 

#3   Faro de Martiño

 

An der nördlichsten Spitze der Isla de Lobos, auf halber Strecke des Rundwanderweges, erwartet euch nach einem kleinen Anstieg ein weiteres Highlight. Der sieben Meter hohe Leuchtturm Faro de Martiño wurde im Jahr 1865 in Betrieb genommen, um Seefahrer vor der Meerenge Bocaine zwischen Fuerteventura und Lanzarote zu warnen. Sage und schreibe fünf Jahre dauerte es, um das von dem Ingenieur Juan León y Castillo entworfene Bauwerk zu errichten. Anfangs wurde der Leuchtturm noch mit Olivenöl betrieben, heute funktioniert er komplett automatisch mit Sonnenenergie. Gebaut wurde der Faro aus inseleigenem Kalkstein, der in einem der Kalköfen, einem sogenannten Caldera, hergestellt wurde. Einen dieser Calderas findet ihr auf eurer Wandertour zwischen El Puertito und Las Lagunitas. Wen es also schon immer mal interessiert hat, wie Kalk gebrannt wird, ist nach einem Ausflug auf die Isla de Lobos schlauer ;)

Der etwas steilere Anstieg auf den Hügel auf dem der Leuchtturm erbaut wurde, lohnt sich auf jeden Fall! Von dem Faro de Martiño aus habt ihr nicht nur einen wunderbaren Ausblick über das Meer, die winzige Insel Lobos und die Nordküste Fuerteventuras im Hintergrund, sondern auch Lanzarote scheint von hier aus nur einen Katzensprung entfernt zu sein. Ein tolles Plätzchen, um eine kleine Pause einzulegen und zu verweilen.

Dank dem kleinen Anstieg zum Leuchtturm sind eure Muskeln warm und bereit für das vierte und letzte Highlight der Isla de Lobos. Ein breiter, einfacher Wegabschnitt führt weiter in Richtung Süden und bietet einen traumhaften Blick auf den 127 Meter hohen Berg Montaña La Caldera, der darauf wartet von euch erklommen zu werden.

Etwa eine halbe Stunde vor Ende der Wanderung, gabelt sich der Rundweg. Ein mit schwarzen Steinen eingefasster Pfad führt nach rechts auf direktem Weg zum Fuße der höchsten Erhebung der Insel. Früher ein aktiver Vulkan ist vom Montaña La Caldera heute nur noch die Südseite des Vulkankessels zu sehen. Ein, bis auf einige Steintreppenstufen, nicht befestigter Trampelpfad schlängelt sich in die Höhe und mit jedem Schritt wird der Ausblick atemberaubender! Oben angekommen liegt euch nicht nur die gesamte Isla de Lobos zu Füßen. Von hier aus könnt ihr außerdem beobachten wie die Fähre zwischen der Nordküste Fuerteventuras und dem Süden Lanzarotes verkehrt.

Um die Natur zu schützen, ist die Besteigung des Montaña La Caldera nicht ganzjährig möglich. Plant für den Weg nach oben auf jeden Fall etwa 30 Minuten ein und nehmt euch ausreichend Zeit zum Verweilen, Genießen und Fotos schießen.

 

#4  Montaña La Caldera

 

Was gibt es auf der Isla de Lobos zu erleben?

Die vier beliebtesten Aktivitäten

Wandern

Lobos lässt Wanderherzen höherschlagen!

Für den circa elf Kilometer langen Inselrundweg solltet ihr etwa drei Stunden einplanen. Ausgangs- und Endpunkt der eher gemütlichen Wanderung ist das Touristen-Zentrum etwa 10 Minuten von der Anlegestelle El Muelle entfernt, wo ihr mit dem Boot auf der Isla de Lobos ankommt.

Die Route führt nicht nur vorbei an türkisblauen Lagunen und Buchten, Vulkanen, Salzwiesen, zerklüfteten Küstenlinien und weißsandigen Stränden, sondern verbindet auch alle Highlights der Insel miteinander. Breite, markierte Wanderwege mit ausgezeichneter Beschilderung inklusive Kilometer- und Zeitangabe machen Verlaufen quasi unmöglich. Selbst für nicht geübte Wanderer ist diese Wandertour machbar.

Alternativ kann die Route auch mit dem Fahrrad „bewandert“ werden. Falls ihr diese Art der Fortbewegung vorzieht, leiht euch am besten in Corralejo ein Fahrrad und bringt es mit dem Boot auf die Insel. Auf der Isla de Lobos gibt es nämlich weder motorisierte Fahrzeuge noch kann man sich vor Ort ein Fahrrad leihen.

Kanarische Kulinarik

Auf der Isla de la Lobos gibt es nur eine winzige Siedlung – El Puertito. In dem Fischerdörfchen angekommen, trifft man auf ein verwettertes, braunes Holzschild auf dem in weißen Großbuchstaben RESTAURANT geschrieben steht und ein Pfeil den Weg nach rechts weist. 

Etwas überrascht, dass es zwischen den wenigen, einfachen Häuschen ein Restaurant geben soll, gelangt man nach wenigen Minuten an eine geschützte, türkisblaue Bucht, wo sich im glasklaren Wasser Fischschwärme tummeln. Direkt an dieser Bucht liegt das einzige Restaurant der Insel: Chiringuito Lobos Antoñito El Farero.

Nicht nur der traumhafte Ausblick vom Restaurant aus machen den Besuch hier zu etwas ganz Besonderem. Im Chiringuito Lobos Antoñito El Farero könnt ihr noch so richtig authentisch kanarische Köstlichkeiten genießen! Die Gerichte reichen von Fisch bis Paella und wer danach noch ein bisschen Platz im Bauch hat, kann sich als Nachtisch noch eine Süßspeise gönnen. Da das Restaurant mit seinen etwa 25 Sitzplätzen nicht gerade groß ist, solltet ihr euch unbedingt vorher einen Tisch reservieren. Dies ist entweder telefonisch möglich oder aber morgens nach Ankunft auf der Isla de Lobos durch einen Aushang am Fenster des Restaurants.

Sonnenbaden

Alle Sonnenanbeter kommen am wunderschönen Playa de la Concha auf ihre Kosten!

Dieser feinsandige, weiße Sandstrand liegt geschützt in einer 400 Meter langen, halbrunden Bucht, die vom Bootsanleger La Muelle (entgegen Rundwegrichtung) innerhalb von zehn Minuten zu erreichen ist. Wer zuvor die Wanderung gemacht hat, kann sich kurz bevor die Route wieder am Touristenzentrum endet, noch einmal ins kühle türkisblaue Nass stürzen und eine Runde schwimmen gehen. Auch als Badebucht für Familien eignet sich der größte Strand der Isla de Lobos, da sie sicher ist vor dem teilweise doch sehr großen Swell des Atlantiks.

Wie der Rest der Insel, ist auch der Playa de la Concha naturbelassen. Ihr findet hier also weder Sonnenschirme in Reih’ und Glied, noch Liegestühle zum Vermieten. Falls ihr einen Badeausflug auf Lobos plant, denkt deshalb an Stranddecken, Handtücher und eventuell einen Sonnenschirm, denn der Strand bietet kaum Schatten. Und vergesst auf keinen Fall euren Sonnenschutz und ausreichend Wasser!

Schnorcheln & Tauchen

Für all diejenigen unter euch, die es lieben die bunte Unterwasserwelt zu entdecken, hat die Isla de Lobos so einiges zu bieten! Lobos ist ein beliebtes Ausflugsziel zum Schnorcheln und Tauchen. Da es vor Ort keine Ausleih-Möglichkeiten für Schnorchel- und Tauch-Equipment gibt, solltet ihr euch bereits vorher darum kümmern. Was das Schnorcheln angeht, könnt ihr einfach eigenes oder geliehenes Schnorchel-Equipment in euren Rucksack packen und mit der Fähre auf die Insel nehmen. Besonders die ruhigen Gewässer am Playa de la Concha de Lobos und die kleine Bucht neben dem kleinen Restaurant direkt in El Puertito sind wunderbare Spots, um schnorcheln zu gehen.

Wer etwas tiefer in die Unterwasserwelt der Isla de Lobos abtauchen möchte, schaut am besten mal bei der Tauchschule Punta Amanay vorbei. Getaucht wird hier mehrmals täglich an über 20 unterschiedlichen Tauchplätzen innerhalb des Naturschutzgebietes. Lobos zählt nicht umsonst zu einem der spektakulärsten und abwechslungsreichsten Tauchgebieten der Kanarischen Inseln!

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