Betancuria

Ein Ausflug in die frühere Hauptstadt von Fuerteventura

Geschichte Betancurias

Betancuria war die erste Hauptstadt der Insel und ist für die Geschichte von Fuerteventura von großer Bedeutung. Die Stadt wurde nach dem aus der Normandie stammenden Jean de Béthencourt benannt, der die Stadt im Jahr 1404 gründete. Das Tal von Betancuria war damals die erste Siedlung auf der ganzen Insel. Obwohl bewusst eine Stadt im Landesinneren in den Bergen als Hauptstadt gewählt wurde, schützte dies die Einwohner von Betancuria nicht vor den gefährlichen Angriffen der Piraten, die den Stadtkern immer wieder stark beschädigten. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Betancuria von Antigua und später von Puerto del Rosario (früher Puerto de Cabras) als Hauptstadt abgelöst. 

Betancuria heute

Auch heute noch gilt Betancuria als “schönster Ort Fuerteventuras” – und das nicht zu unrecht. In einem von Bergen umschlossenen Tal schmückt sich die Stadt mit ihren weißen Häuschen inmitten der zahlreichen großen Palmen. Wer auf der Suche nach städtischem Treiben und langen Nächten ist, ist hier am falschen Ort – Betancuria ist ein Ort der Ruhe und Gelassenheit. Wer jedoch genau danach auf der Suche ist, wird in der entschleunigten und entspannten Gegend definitiv auf seine Kosten kommen. Obwohl die Stadt selbst zwar nur ein kleines Örtchen ist, lohnt sich der Besuch nicht zuletzt wegen der netten Gastfreundschaft der rund 300 Einwohner. Im Ort selbst gibt es ein Restaurant, Cafés, Museen und Souvenir-Shops. 

Sehenswürdigkeiten

Der ganze Ort Betancuria ist eine einzige Sehenswürdigkeit mit seinen hübschen Bürgerhäusern und Adelspalästen. Auch die Kirche im Ortsinneren – die Iglesia Nuestra Señora de la Concepción ist einen Abstecher wert (Öffnungszeiten täglich 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr). Im Inneren befindet sich zudem auch ein kleines Kirchenmuseum. Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert schwer beschädigt, allerdings später wieder mit viel Mühe aufgebaut. Sie wurde im gotisch-barocken Stil gebaut mit sieben Altären im Inneren der Kirche. Der hübsche Kirchenvorplatz lädt zum tagträumen und genießen ein.

Im Archäologischen Museum von Betancuria besteht die Möglichkeit, mehr über die Geschichte Fuerteventuras zu erfahren. Bereits vor dem Museum sieht man zwei alte Kanonen aus der Schlacht von Tuineje. Im Museum selbst sind Fundstücke der Ureinwohner Fuerteventuras – den Majos – ausgestellt. Von Schriftstücken über Fotografien bis hin zu verschiedenen Werkzeugen ist alles dabei. Das Museum hat Dienstag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet und kostet 2€ Eintritt.

Auf der Hauptstraße findet man auch noch ein Aloe Vera Fresca Info Center. Dort könnt ihr alles über die hier beheimatete Wunderpflanze erfahren und verschiedene Aloe Vera Produkte erwerben.

Das Stadtbild wird außerdem durch die alten Stadtpaläste geprägt, die typischerweise durch einen Holzbalkon geziert werden. Das älteste Gebäude der Stadt ist das Casa Santa Maria, in dem sich die Besucher mit Kaffee, Wein und typisch spanischen und kanarischen Spezialitäten stärken und den schönen Ausblick über den Ort genießen können. Das Restaurant und Kaffeehaus wurde im Jahr 1999 als eines der 100 besten Restaurants in ganz Spanien ausgezeichnet und ist daher ein Muss für alle Feinschmecker der regionalen Küche (Öffnungszeiten täglich 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr).

Die lokale Ziegenfarm mit Käserei bietet Führungen und Verköstigungen an und stellt zudem einige handwerkliche Geräte aus. Für diejenigen, die darüber hinaus noch Interesse an weiteren historischen Gerätschaften haben, bietet sich im Anschluss ein Besuch im Kunsthandwerksmuseum an.

Betancuria

Vegetation in Betancuria

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