Betancuria

Ein Ausflug in die frühere Hauptstadt von Fuerteventura

Betancuria

Fuerteventura – da gibt’s es doch nur Wüste und Vulkane? Falsch gedacht! Ehrlicherweise findet man hier natürlich nicht so viel Kultur wie in beispielsweise Barcelona, aber trotzdem gibt es doch einiges zu entdecken. Denn ja, in Betancuria gibt es auch Kultur, Mueseen und Geschichte – und abgesehen davon auch Pflanzen und viel grün! Vereinzelt mehr, vereinzelt weniger, doch Betancuria scheint richtig zu blühen. Schauen wir uns die kleine grüne Stadt Fuerteventuras doch mal etwas genauer an!

Geschichte Betancurias

Betancuria war die erste Hauptstadt der Insel und ist für die Geschichte von Fuerteventura von großer Bedeutung. Die Stadt wurde nach dem aus der Normandie stammenden Jean de Béthencourt benannt, der die Stadt im Jahr 1404 gründete. Das Tal von Betancuria war damals die erste Siedlung auf der ganzen Insel. Obwohl bewusst eine Stadt im Landesinneren in den Bergen als Hauptstadt gewählt wurde, schützte dies die Einwohner von Betancuria nicht vor den gefährlichen Angriffen der Piraten, die den Stadtkern immer wieder stark beschädigten. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Betancuria von Antigua und später von Puerto del Rosario (früher Puerto de Cabras) als Hauptstadt abgelöst. 

Eingebettet in den Bergen liegt die Stadt Betancuria. Doch auch die ganze Region Betancuria hat viele schöne Wanderungen zu bieten.  Die Lage in dem Bergtal war für die damalige Hauptstadt besonders wichtig. So konnte das Dorf besser vor Piratenangriffen geschützt werden. Leider half die Lage auch nur sekundar – Nach einigen Angriffen musste Betancuria im 16. Jahrhundert fast komplett neue aufgebaut werden. Die Kirche Santa Maria wurde sogar erst 1691 wieder errichtet.

Anreise

Betancuria erreicht man am besten mit dem Auto über die FV-30 wenn man aus dem Norden kommt. Von El Cotillo nach Betancuria fährt man ungefähr eine Stunde. Das letzte Stück der Autofahrt ist wirklich sehr kurvig und die Aussicht über die Täler und Berge gigantisch. Und bei der kurzen Strecke kann man auch morgens in El Cotillo Surfen gehen und dann einen schönen Ausflug nach Betancuria machen. Gut verbinden kann man Betancuria auch mit einer Wanderung im Vega de Rio Palma, einem Ausflug nach Ajuy oder La Pared.

Aussichtspunkte

Bevor man in das Städtchen Betancuria gelangt, gibt es noch Aussichtspunkte, die man nicht auslassen sollte. Das ist zum Beispiel der Mirador de Morro Velosa. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick über den Stausee und  die Berge und sogar bis zum Meer. Mit etwas Glück trifft man dort sogar auch einige Streifenhörnchen an!

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Aussichtspunkt Mirador de Morro Velosa

Aussichtspunkt Mirador de Morro Velosa

Vegetation in Betancuria

Vegetation in Betancuria

Aussicht vom Mirador

Aussicht vom Mirador

Betancuria heute

Mit einer Fläche von nur knapp 100km² und einer Einwohnerzahl von 716 Personen (Stand 2016) ist Betancuria doch ein relativ kleines Städtchen. Zugleich ist Betancuria die älteste Stadt Fuerteventuras und war früher die Hauptstadt der Insel. Abgelöst wurde sie dann von Antigua und mittlerweile ist Puerto del Rosario die Hauptstadt der Kanarischen Insel. Auch heute noch gilt Betancuria als „schönster Ort Fuerteventuras“ – und das nicht zu unrecht. In einem von Bergen umschlossenen Tal schmückt sich die Stadt mit ihren weißen Häuschen inmitten der zahlreichen großen Palmen. Wer auf der Suche nach städtischem Treiben und langen Nächten ist, ist hier am falschen Ort – Betancuria ist ein Ort der Ruhe und Gelassenheit. Wer jedoch genau danach auf der Suche ist, wird in der entschleunigten und entspannten Gegend definitiv auf seine Kosten kommen. Obwohl die Stadt selbst zwar nur ein kleines Örtchen ist, lohnt sich der Besuch nicht zuletzt wegen der netten Gastfreundschaft der rund 300 Einwohner. Im Ort selbst gibt es ein Restaurant, Cafés, Museen und Souvenir-Shops. 

Sehenswürdigkeiten

Der ganze Ort Betancuria ist eine einzige Sehenswürdigkeit mit seinen hübschen Bürgerhäusern und Adelspalästen. Auch die Kirche im Ortsinneren – die Iglesia Nuestra Señora de la Concepción ist einen Abstecher wert (Öffnungszeiten täglich 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr). Im Inneren befindet sich zudem auch ein kleines Kirchenmuseum. Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert schwer beschädigt, allerdings später wieder mit viel Mühe aufgebaut. Sie wurde im gotisch-barocken Stil gebaut mit sieben Altären im Inneren der Kirche. Der hübsche Kirchenvorplatz lädt zum tagträumen und genießen ein.

Im Archäologischen Museum von Betancuria besteht die Möglichkeit, mehr über die Geschichte Fuerteventuras zu erfahren. Bereits vor dem Museum sieht man zwei alte Kanonen aus der Schlacht von Tuineje. Im Museum selbst sind Fundstücke der Ureinwohner Fuerteventuras – den Majos – ausgestellt. Von Schriftstücken über Fotografien bis hin zu verschiedenen Werkzeugen ist alles dabei. Das Museum hat Dienstag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet und kostet 2€ Eintritt.

Auf der Hauptstraße findet man auch noch ein Aloe Vera Fresca Info Center. Dort könnt ihr alles über die hier beheimatete Wunderpflanze erfahren und verschiedene Aloe Vera Produkte erwerben.

Das Stadtbild wird außerdem durch die alten Stadtpaläste geprägt, die typischerweise durch einen Holzbalkon geziert werden. Das älteste Gebäude der Stadt ist das Casa Santa Maria, in dem sich die Besucher mit Kaffee, Wein und typisch spanischen und kanarischen Spezialitäten stärken und den schönen Ausblick über den Ort genießen können. Das Restaurant und Kaffeehaus wurde im Jahr 1999 als eines der 100 besten Restaurants in ganz Spanien ausgezeichnet und ist daher ein Muss für alle Feinschmecker der regionalen Küche (Öffnungszeiten täglich 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr).

Die lokale Ziegenfarm mit Käserei bietet Führungen und Verköstigungen an und stellt zudem einige handwerkliche Geräte aus. Für diejenigen, die darüber hinaus noch Interesse an weiteren historischen Gerätschaften haben, bietet sich im Anschluss ein Besuch im Kunsthandwerksmuseum an.

Betancuria

Vegetation in Betancuria

Vega de Río Palmas

Unweit entfernt von Betancuria finden wir das „Vega de Rio Palma“. Dieser kleine Ort ist vor allem bekannt für das Barranco de las Peñitas. Dieses Tal wird im Volksmunde auch das Palmental genannt. Durch die Verengung des Tals im frühen 20. Jahrhundert konnte auch somit auch ein Stausee angelegt werden. Dadurch sollte die Wasserversorgung gewährleistet werden. Jedoch ist der See mittlerweile fast komplett mit Geröll verschüttet. Trotzdem lohnt sich ein Ausflug und die Wanderung durch das Trockental von Fuerteventura – denn gerade nach etwas Regen grünt und blümt es dort noch mehr!

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