Dass das Meer und ich mal eine ganz besondere Beziehung zueinander aufbauen würden, konnte man bereits erahnen, als ich mit vier Jahren tränenüberströmt am Ende eines Familienurlaubs in Italien an der Küste stand und partout nicht verstand, warum ich denn wieder abreisen müsse. Meine Mutter musste mich förmlich wegtragen, um mich und das Meer zu trennen.

Seither hat es mich immer wieder zu sich gerufen, mich eingelullt und verzaubert und ich bin den Rufen gefolgt: In Familienurlauben, einem Schüleraustausch nach Australien, einem Auslandssemester in Chile, auf unzähligen Reisen und ein halbes Jahr durch Mittel – und Südamerika. Keine Gelegenheit ließ ich aus, um seinen wogenden Wellen nah zu sein. Satt sehen kann ich mich aber immer noch nicht, ja, je mehr und öfter ich Zeit mit ihm verbringe, desto mehr fasziniert es mich (und ja, ich spreche immer noch über das Meer und nicht über meinen Liebhaber).

Zum Surfen allerdings kam ich erst letztes Jahr im Sommer, als ich mit ein paar Freunden, darunter einige Surfbegeisterte, an die französische Atlantikküste fuhr und mich bedingungslos verliebte (also auch hier wieder, ins Surfen ;). Seither war ich noch einmal in Marokko surfen, was mir aber nur bestätigte, dass ich eindeutig mehr Zeit für das Brett und mich benötigen würde als simple 10 Tage.

So traf es sich gut, dass ich beim Prokrastinieren des Verfassens meiner Masterarbeit per Zufall (oder war es Schicksal?) ein Stellenangebot bei Fresh Surf entdeckte und mich impulsiv darauf bewarb. Eine Woche später stand fest: Ich würde mir einen langersehnten Traum erfüllen und nach meinem Abschluss für vier Monate am Meer leben und arbeiten können und die Möglichkeit haben, meine Surfskills auf Profi-Niveau zu heben (haha I wish). Nun führt mich also meine Fährte – wie es meine Freunde so passend formulierten – nach Fuerte.

Ich freue mich auf eine wunderbare Zeit hier auf der Insel, euch morgens im Beachhouse zu begrüßen und abends mit euch Spaß zu haben, auf tolle Gäste, neue Freundschaften, spannende Erfahrungen und die ein oder andere perfekte Welle.

Besitos, Louisa