Surfboard Finnen

Die Finnen auf der Unterseite des Surfbretts sind keine Zierde, sondern verantwortlich dafür, wie sich das Surfboard beim Reiten einer Welle verhält. Dabei ist Finne aber nicht gleich Finne – das Thema bezüglich Größe, Anordnung, Set-Up usw. ist tatsächlich etwas komplexer, als man meint. Deshalb hier die wichtigsten Infos rund ums Thema Surfboard Finnen:

 

Größe:

In der Regel werden die Größen der Finnen in XS, S, M, L und XL angegeben und hängen vom Körpergewicht ab. Sofern der Hersteller keine eigenen Einteilungen hat, gelten in der Regel die folgenden Einteilungen:

XS: > 55 kg // S: 55 – 70 kg // M: 65 – 80 kg // L: 75 – 90 kg // XL: < 85 kg

 

Material:

Beginner-Surfboards haben meistens Finnen aus gespritztem Kunststoff. Die Standardmodelle sind relativ günstig und in den meisten Fällen auch absolut ausreichend. Etwas erfahrenere Surfer, die das Optimum aus ihren Finnen rausholen wollen, greifen oft auf Finnen aus Fiberglas oder Carbon. Aber auch leichtere Modelle mit einem Schaumkern und Carbonhülle gibt es zu kaufen.

 

Finnen-Systeme:

Generell gibt es relativ viele verschiedene Finnen-Systeme auf dem Markt. Die vier gängigsten Systeme sind die folgenden:

FCS I: Dieses Finnen-System ist wohl das gängigste System für die klassische 2-tab Finne, d.h. eine Finne mit zwei kleinen Keilen an der Base. Bei diesem System befinden sich am Surfbrett zwei Finplugs, in die die Tabs der Finne gesteckt und anschließend mit einem Finnenschlüssel (Finkey) und kleinen Schräubchen befestigt werden.

FCS II: Bei diesem Finnensystem sorgt ein Einrastmechanismus dafür, dass die Finnen ohne Schrauben am Board befestigt werden können. Dafür gibt es spezielle FCS II Finnen. Aber auch FCS I Finnen mit 2 Tabs können mithilfe einer Schraube befestigt werden.

Futures: Ebenso wie beim FCS I System werden bei diesem System die Finnen mithilfe einer Schraube am Board befestigt. Da dieses Finnen-System in Europa allerdings nicht so verbreitet ist, kann es eventuell etwas schwerer sein, Ersatz zu finden, falls doch mal eine Finne verloren oder kaputt geht.

US Fin Box: Dieses Finnen-System ist speziell für Singlefins geeignet und ermöglicht verschiedene Positionierungen der Finne. Die Finne sitzt dabei in einer Schiene, auf der sie je nach Bedarf weiter nach vorne oder hinten verschoben werden kann und dann mit einer Schraube in der gewünschten Position befestigt wird.

Fin Set-Ups:

Wie ihr bestimmt schon mal gesehen habt, gibt es Surboards mit einer Finne (Singlefin), zwei Finnen (Twin-Fin), drei Finnen (Thruster Fin), vier Finnen (Quad Fin), fünf Finnen (Bonzer) oder komplett ohne Finnen (Alaia). Gerade am Anfang surft man in der Regel mit einem Surfboard mit drei Finnen. Je besser man jedoch wird, desto mehr gewinnen die anderen Set-Ups eventuell an Bedeutung.

 

Singlefin: Surfboards mit nur einer Finne findet man in der Regel in Longboards. Die Finne ist meistens relativ groß, was einen guten Drive ermöglicht, aber radikalere Manöver fast unmöglich macht.

 

Twin-Fin: Bei diesem Set-Up bieten die beiden Außenfinnen Schnelligkeit, allerdings etwas weniger Stabilität als es bei einem Board mit mehreren Finnen der Fall ist.

Thruster: Beim Thruster befindet sich eine sogenannte Center Fin in der Mitte des Tails und zwei weitere Finnen sitzen etwas weiter vorne und außen (Side Fins). Diese Finnen-Anordnung bietet eine große Variabilität, da sie sowohl für Beginner als auch fortgeschrittene Surfer geeignet ist und ist daher wohl auch das populärste Set-Up. Beginner profitieren vor allem von der Stabilität, die die drei Finnen bieten, während etwas fortgeschrittenere Surfer vor allem von der Möglichkeit profitieren, radikale Manöver durchführen zu können.

 

Quadfin: Surfbretter mit vier Finnen haben jeweils ein Finnenpaar an jedem Rail, die etwas versetzt angebracht sind. Eine Mittelfinne gibt es bei diesem Set-Up nicht. Ein Surfbrett mit vier Finnen hat den Vorteil, dass man genauso schnell geradeaus fahren kann wie mit einem Twin-Fin Board mit aber gleichzeitig mehr Stabilität und Power bei Turns und radikalen Manövern.

 

5-Fins: Dieses Finnen Set-Up soll die Vorteile des Thrusters mit den Vorteilen des Singlefins kombinieren: Softere Turns mit viel Kontrolle und schnelles Geradeausfahren mit leichterem Einleiten der Kurven. Wenn ihr euch ein Board mit fünf Fin-Plugs kauft, haltet ihr euch auf jeden Fall alle Optionen offen und könnt je nach Laune und Wellen das entsprechende Set-Up wählen.

Surfboard Finnen – alles was du wissen musst
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