surfer girl

Als surfende Frau hat man manchmal das Problem, dass niemand aus dem Freundeskreis surft und Urlaub kriegt. Doch wenn es einen trotzdem in den Fingern juckt, man das landlocked Gefühl unbedingt los werden muss und an nichts anderes als an die nächste Welle denken kann: Traut euch alleine auf Reisen! Freiheit und ein leeres Line-Up an einem neuen, traumhaften Surfspot machen alle Sorgen wett. Wenn es dir an einem Ort so gut gefällt, kannst du da bleiben ohne vorher zu diskutieren. Wenn du deinen Kaffee am Strand lieber um 6 als um 9 trinken möchtest, gibt es niemanden der dich davon abhalten kann. Du hast abends um 6 noch mal Bock eine halbe Stunde ins Wasser zu springen? – Dein Reisebegleitung kann nicht meckern.

Natürlich ist es auch schön, mit einem guten Freund oder einer lieben Freundin zu reisen, die natürlich auch surfen. Somit kann man Reisekosten, Erfahrungen und vielleicht die eine oder andere Partywave teilen. Aber wenn da mal niemand zur Hand ist, scheut euch nicht, alleine zu starten. In jedem Hostel oder in jedem Surfcamp gibt es Alleinreisende, die nur auf eure Gesellschaft warten.

Was hat man für Vorteile im Line-Up?

Surfen ist (leider) immer noch ein sehr Männer-dominierter Sport, in dem man sich als Frau die Positio im Line-Up erst einmal erarbeiten muss. Doch eigentlich ist nichts leichter als das. 10 Männer im Line- Up freuen sich meistens über eine lächelnde, rauspaddelnde Chica. Also denkt immer daran, Freundlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg.

Sei dir deiner Skills bewusst!

Nicht umsonst gibt es Spots, die eher für Beginner/ Intermediates geeignet sind und die Tubes, in denen sich dann eher die super Surfer tummeln. Also schätze deine Skills gut ein, frage die Locals, welche Sport für wen geeignet sind. Wenn du dich dann ganz sicher fühlst, trau dich auch mal in größere Wellen oder schnellere Spots. Denn nur wer über seine Komfortzone heraus geht, wird bekanntlich besser.

Jeder fängt klein an!

Auch die Pro-Surfer die man in Riesenwellen bestaunen kann, haben mal klein angefangen und wurden ordentlich durchgewaschen. Nur mit viel Übung, noch mehr blauen Flecken und 1000 Litern Salzwasser kann man besser werden. Also keine Angst im Wasser – falls mal ein Take-Off schief geht, reicht meistens ein Lächeln und eine ehrliche Entschuldigung und alle Surfer sind wieder entspannt.

Hab Spaß im Wasser!

All die verbissenen Surfer, die dir keine einzige Welle gönnen, sollte man am besten ignorieren oder mit Freundlichkeit in ihre Schranken weisen. Surfen ist für ca. 99 % Aller ein Hobby, das Spaß machen sollte und kein 9-to-5 Job. Außerdem surft man direkt besser, wenn man sich dabei wohlfühlt. Die Wellen sind dir zu groß und du willst lieber entspannte Longboard-Wellen? Macht doch nichts, Hauptsache dir gefällt es!

Darauf solltest du als Alleinreisende achten:

  • Verstaue dein Bargeld gut: In fast jedem Land in  dem es Wellen gibt, findet man auch den ein oder anderen Bankautomaten. Zu viel Bargeld in der Tasche zu haben ist gefährlich und kann bei einem Diebstahl sehr, sehr ärgerlich werden.
  • Vor allem in Großstädten, wo sich neben den Surfern auch noch andere Leute aufhalten, sollte man auf sich aufpassen. Denn wie auch in Deutschland gibt es da manchmal komische Gestalten.
  • Sei nicht so misstrauisch. Ein Lächeln bewirkt manchmal Wunder. Wenn man den Leuten offen und interessiert entgegentritt erfährt man meisten wundervolle Sachen, die man mit ein bisschen Missmut verpasst hätte.
  • Wenn du doch mal in eine etwas gefährlichere Gegend reisen willst, schließe dich Gruppen an. Vor allem als allein reisende Frau sollte man sich vor dunklen Straßen fern halten.
  • Lass dich nicht über den Tisch ziehen und beim Handeln und bei hohen Preisen nicht unterkriegen. Nur weil du kein 1,90 großer, bärtiger Mann bist, heißt das nicht dass du mehr Geld als andere Menschen hast. Bestehe auf deine Meinung!

market handeln

Das absolut Beste ist es natürlich, wenn man einen längeren Zeitraum (vielleicht auch ein paar Monate?) Zeit zum Reisen hat. Du wolltest immer schon mal nach Mittelamerika? Asien? Afrika? Hin da!

“Geld kommt wieder”…wenn man mit wenig Geld reist, sich einfache Unterkünfte nimmt und nicht in die teuersten Restaurants essen geht, lebt man manchmal im Urlaub billiger als zu Hause. Und wenn man nicht das große Reisebudget zur Verfügung hat, bieten sich Plattformen wie workaway an. Dort stellen Locals aus allen möglichen Ländern Inserate auf, weil sie Hilfe bei ihrem Business suchen. Sei es als Surflehrer, Handwerker, Farmer oder zur Kinderbetreuung. Für ein paar Stunden Arbeit in der Woche kriegt man einen Platz zum Schlafen und leckeres Essen.

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Wellen Trenner Ende