Titelbild Stefan Heinrich

Kennt ihr schon Travelonboards.de?  Das ist ein Blog-Portal für Surfer, KiteSurfer, Reisende und alle, die sich dafür interessieren.
Die Blogs schreibt Stefan Heinrich. Warum der Typ sich damit so gut ausgekennt? Weil er selbst schon in über 50 Ländern unterwegs war, surft seitdem er 15 ist und alles, was sich mit herumkommen und Wasser vereinen lässt, mit Leidenschaft macht.

Und genau das spürt man auch auf dem Portal. Der Journalist & Author schreibt selbst und veröffentlicht Gastbeiträge rund um die Themen Surfen, Kitesurfen, Trips, Work & Travel und das Nomaden Dasein – super als Zwischenlektüre oder als Vorbereitung für den nächsten Roadtrip zu eben diesen Inhalten abzuholen. Die Beiträge und alle News findet ihr entweder auf seiner Website oder auf Facebook.

Was ihr dort nicht findet: Das Interview, was wir mit ihm geführt haben. Wenn ihr wissen wollt, was ihn antreibt, wer der Mensch hinter dem Portal ist und wie das so ist, wenn man nicht ohne Surfen kann – dann wird euch das Interview tolle Einblicke in Stefans Leben geben!

Im Interview mit Stefan Heinrich

Dein Blog auf travelonboards.de ist eine großartige Plattform für Surfer – und natürlich die, die es mal werden wollen. Was hat dich inspiriert zu schreiben und die Plattform zu gründen?

Ich bin von Beruf Journalist – das Geschichten-Schreiben begleitet mich also schon sehr lange. Und was gibt es schöneres, als über das zu schreiben, was man liebt. Bei mir ist das Surfen und Kiten! Ich habe im Lauf meiner 25-jährigen „Surf-Karriere“ so viele tolle Menschen kennengelernt und spannende Geschichten gesammelt – irgendwann dachte ich mir, dass es doch schade wäre, wenn die ganzen Stories und Fotos in meinem Kopf und auf irgendwelchen Festplatten verstauben. Mein Blog ist für mich eine digitale Möglichkeit, um mich mit anderen Surfern auszutauschen und Surf-Einsteigern eine Plattform zu bieten.

Hast du ein Thema, welches dich immer wieder beschäfigt, über das du endlos schreiben könntest?

Die drei Hauptthemen auf travelonboards sind Surfen, Kiten und Reisen – darüber kann ich endlos schreiben, weil es mir Spaß macht und keine Mühe kostet. Während jedes Artikels gehe ich in meinem Kopf auf einen kleinen Surftrip – für einen landlocked-Surfer wie mich ist das die perfekte Möglichkeit für eine kurze Auszeit!

Hier gibt’s ja nicht nur Reisetipps, sondern auch richtig viele Infos für Beginner. Wie siehts aus? Kannst du dich selbst noch an deine eigene erste Surferfahrung erinnern?

Klar! Zum ersten Mal stand ich in San Diego in Kalifornien auf einem Surfbrett. Ich habe die Jungs im Wasser gesehen, wie spielerisch sie die Wellen abgeritten sind – und habe mich ins Surfen verliebt, bevor ich überhaut eine Welle gesurft bin! Da ich damals viel Snowboarden gegangen bin, dachte ich das wird kinderleicht – falsch gedacht, ich lerne bis heute!

Der reisende Surfer

Du sagst von dir selbst, du bist Surfer und Kiter. Wenn du die Wahl hast, Surfen oder Kiten zu gehen, was würde bei dir gewinnen?

Oh je, ich hoffe sehr, dass ich nie wirklich vor dieser Wahl stehe. Beides macht einfach so unglaublich viel Spaß und ist Teil meines Lebens. Aber Ok, mal angenommen ich müsste mich entscheiden…hm, dann denke ich doch, dass ich eher Surfen gehen würde! Oder? Oh mann, kann ich nicht doch beides machen – morgens Surfen, nachmittags Kiten?

Jeder hat ja so die eine Welle, die er nie wieder aus dem Kopf bekommt. Welche ist es bei dir?

Desert Point, Lombok, Indonesien. Die perfekte Welle: wunderschön, endlos und mit richtig viel Dampf!

Welchen Spot warst du noch nie surfen, steht aber ganz weit oben bei dir auf der Bucketlist?

Ich war noch nie im Surf-Mekka Hawaii – das hebe ich mir für den krönenden Abschluss auf! Bisher habe ich auf meinen Reisen immer so tolle Orte mit fantastischen Wellen entdeckt, dass es mich bisher noch nicht ins Wellen-Paradies gezogen hat.

Bei travelonboards.de geht es ja nicht nur ums Surfen, sondern um Brettsportarten, Abenteuer und Actionsport. Also mal über das Surfen hinaus:

  • Was war dein größtes Abenteuer?

Ich bin mit dem Auto einmal rund um Australien gefahren: Jeden Tag einen neuen Spot, Wellen ohne Ende, dazu das Leben im Auto – das war eine spannende, aufregende und intensive Zeit.

  • Was war die krasseste Sportart, die du bisher ausprobiert hast?

Definitiv Surfen! Nicht fordert Körper und Geist so sehr wie das Wellenreiten. In beiden Bereichen musst du fit sein, ansonsten kann aus Spaß sehr schnell Ernst werden. Aber auch im positiven Sinne ist Surfen die krasseste Sportart – nach einer guten Surf-Session fühle ich mich wie ein neuer Mensch, das ist meine Art der Meditation.

Der Typ hinter travelonboards

Du warst schon in über 50 Ländern weltweit unterwegs. Seit wann bist du schon am Reisen? Welche Orte haben dich am meisten beeindruckt? Wo verschlägt es dich immer wieder hin?

Also ich bin auf eigene Faust unterwegs seit ich 15 bin, damals bin ich für ein Jahr nach Amerika gegangen und wurde mit dem Reisevirus infiziert. Extrem wurde es dann, als ich mit dem Surfen angefangen habe – sobald es Schule oder Uni zugelassen haben, war ich mit dem Boardbag über der Schulter weg. Was mich am meisten beeindruckt hat? Schwierig, die Orte sind so unterschiedlich und alle auf ihre ganz eigene Art faszinierend. Ich war zehnmal in Indonesien – was die Wellen angeht, gibt es keinen besseren Platz auf unserem Planeten. Wenn ich aber nicht ganz so weit verreise, dann komme ich immer gerne nach Fuerte – das Gesamtpaket dort stimmt absolut!

Wie kommts, dass Hamburg deine Homebase geworden ist?

Ich bin zum Studium nach Hamburg gekommen – mit Absicht. Die Nähe zum Meer, die tollen Kitereviere – das ist hier im hohen Norden schon nicht schlecht. Wenn Deutschland, dann Hamburg!

Wellen Trenner Ende