Nach den Wellen schauen - das geht auch schon von zu Hause aus mit dem Surf-Forecast

Bald ist es wieder so weit – wir freuen uns schon auf die Early-Bird-Sessions. Das Bild vom Sonnenaufgang, nachdem man gerade auf das Meer herausgepaddelt ist, bleibt unbeschreiblich.

So sehr, wir die Sessions lieben, so sehr lieben wir auch unser warmes, kuscheliges Bett am frühen Morgen. Enttäuschend ist es dann natürlich, am Surfspot anzukommen und festzustellen, dass die Bedingungen nicht stimmten und wir im Traum wohl doch besser gesurft wären.Um so toller ist es, dass es den Surf-Forecast gibt, der uns, immer auf dem Laufenden hält.

Aber wie wird dieser richtig gelesen?

 

Wie entstehen Wellen?

Um zu verstehen, wie du den Surf-Forecast richtig liest, ist es wichtig, zu begreifen, welche Faktoren Einfluss auf die Entstehung von Wellen haben – sie bilden sich auf offener See.  Wichtig für die Vorhersage sind: die Wellenperiode, die Swellrichtung und die Wellenhöhe – wenn diese drei Werte gut aussehen, müssen wir nur noch auf die Windstärke, Windrichtung und Tide schauen.

 

Die Wellenperiode

Die Wellenpreriode wird in Sekunden gemessen und gibt den Abstand zwischen den Wellen eines Sets an.Wellen mit einem Abstand von 1 – 7 Sekunden haben einen sehr kurzen Abstand – die kurze Periode entsteht durch starken Wind, der die Wellen ungeordnet werden lässt. Liegt der Abstand bei 10 Sekunden bedeutet dies, dass schöne geordnete Wellen ankommen. Bei einem Abstand von 14 Sekunden bleibt den Wellen viel Zeit, sich zu ordnen und aufzubauen, so dass die sie auch höher werden können, als im Forecast angegeben ist.

Forecast Welleperiode

Der Swell / Die Dünung

Um die Angabe der Richtung der Dünung richtig deuten zu können, muss man wissen, in welche Windrichtung der Spot ausgerichtet ist. An langen Stränden ist diese Angabe nicht immer ganz eindeutig, da das Swellfenster größer ist und die Wellen aus mehreren Richtungen angerollt kommen können. Bei kleinen Buchten ist die Swellrichtung eindeutig zu lesen – möchtest du große Wellen surfen, ist es perfekt, wenn die Dünung aus derselben Richtung kommt, zu der die Bucht ausgerichtet ist. Wenn du lieber auf kleinen Wellen surfen willst, ist der Swell gut, wenn er von der Seite in die Bucht herein bricht.

Forecast Swellrichtung

Wellenhöhe

Die Werte der Wellenhöhe, solltest du nie einzeln betrachten, denn je nach Swellperiode verändert sich auch die Wellenhöhe. Eine Welle von zum Beispiel 5 Fuß (1 Fuß sind ca. 30 cm) kommt bei einer Wellenperiode von  8 Sekunden kleiner an der Küste an, als bei einer von 18 – bei einer längeren Periode hat die Welle mehr Zeit, um sich aufzubauen.

Forecast Wellenhöhe

Windstärke und Windrichtung

Welche Windrichtung die günstigste ist, kommt ganz auf den Spot an. Wir unterscheiden hier zwischen Onshore (Wind vom Meer zu der Küste), Offshore (Wind von der Küste zum Meer) und Sideshore (von der Seite zum Ufer). Onshore und Sideshore Winde sind nicht optimal, diese drücken die Wellen von hinten nieder und lassen sie ungeordnet am Ufer ankommen. Wir bevorzugen Offshore-Winde – sie blasen von vorne in die Wellen hinein und halten sie somit länger oben – so können sie sich weiter aufbauen und behalten ihre Ordnung.

Forecast Windrichtung

Tide

Hightide & Lowtide – manche Spots laufen nur bei einem bestimmten Wasserstand. An Spots, die ein Riff haben (Reef Break) lässt es sich dort bei Hightide (Flut/steigendes Wasser) besser surfen, als bei Low Tide, da du so, falls du doch mal vom Brett fällst, dem Riff nicht zu nahe kommst.

 

Forecast Tide

Am Anfang wirst du wahrscheinlich noch öfter überlegen müssen, welche Bedeutung die vielen Zahlen und Pfeile haben – wenn du aber erst einmal verstanden hast, worauf du achten musst, liest sich der Surf-Forecast, wie ein Buch. Den Surf-Forecast findest du zum Beispiel unter Magic Seaweed