Fuerteventura Januar 2012

 
Was macht man mit einer freien Woche im Januar? Hier fünf Punkte weshalb ich mich für Fuerteventura entschied:
1. Ryanair fliegt günstig von Bremen nach Fuerte,
2. ein guter Freund wohnt dort,
3. hier kann man surfen,
4. auf dieser Insel war ich noch nicht und
5. es ist tendenziell wärmer als in Hamburg!
 
Die Entscheidung war also leicht getroffen und ich machte mich auf die Reise mit dem Ziel Sonne und natürlich surfen, surfen, surfen.
Der Ideale Ausgangspunkt, um insbesondere den nördlichen Teil von Fuerteventura kennenzulernen, ist El Cotillo. Hier befindet sich das Freshsurf Surfcamp in unmittelbarer Nähe zu traumhaften Sandstränden mit guten Beachbreak-Wellen und von dort aus kann man mit dem Wagen zahlreiche Reefbreak-Spots an der Nordküste leicht erreichen. Die Bedingungen passten und so konnte ich an der Nordküste mehrere verschiedene Spots abklappern. 
Meine erste Session machte ich in Majanicho. Der entspannte Righthander kann ich auch Beginnern empfehlen, um erste Erfahrung mit Reefbreaks zu machen. Ein klarer Channel und die entspannten Take-Offs machen Majanicho allerdings auch für SUP-Surfer sehr interessant. Wenn diese Surfer aufgewacht sind, sollte man mit seinem kleinen Brett am besten zu einem der weiteren Spots fahren. 
El Hierro ist der nächste Spot, der sich in die drei verschiedenen Wellen Bubbles, El Hierro Left und La Derecha aufteilt. Bubbles ist ein reiner Local Spot mit einer echt fetten und schnellen Welle mit steilen Take-Offs und Tube-Sections. Wenn man hier nicht nach seinem Button Turn direkt oben die Lippe „zerschlitzt“, kann es schon passieren, dass man von den Locals rausgeschickt wird. El Hierro Left ist eine meiner Lieblingswellen und war in dieser Woche ein konstanter Swellmagnet. Obwohl lediglich 1 Fuß vorausgesagt waren, fand ich mich in kopfhohen Wellen wider. Mit langen und schnellen Runs war das für mich als Goofy-Fooder natürlich ein Traum.
Nachdem Mitte der Woche mein alter Freund Michi aus Cran Canaria rübergekommen ist, sind wir die meiste Zeit La Derecha (de los Alemanes) gesurft. Eine rechte Welle, die einfach super lange läuft, erst eine steile, schnelle Section und danach einfach nur cruisen. Durch den klaren Channel paddelt man durch glattes Wasser raus und sitzt (fast) ohne Duckdive wieder im Line-Up. Einfach nur Schön!
Als Fazit kann ich sagen, dass sich Fuerteventura definitiv lohnt, wenn man surfen gehen möchte – und das zu jeder Jahreszeit! Landschaftlich hat mich die Insel nicht wirklich umgehauen, da sie eigentlich nur aus Lavasteinen und Vulkanen besteht.
Danke an Tobi von Freshsurf für die tolle Zeit und die Unterkunft sowie Grüße an die ganzen Leute, die ich im Line-Up getroffen habe.
 
Hier noch einige Fotos von meinem Surftrip:

Surftrip Fuerteventura

 

 

 

 

 

Jocho

P.S.: Online findet ihr den Bericht ebenfalls unter: https://www.cwsc.de/archives/366

Wellen Trenner Ende