1990 auf Hawaii geboren, wuchs Bethany zusammen mit ihren 2 älteren Brüdern bei ihren Eltern auf, die ihr mit 2 Jahren schon das Surfen beibrachten. Bereits in jungen Jahren nahm Bethany an den Wettkämpfen teil bis sie dann endlich mit 8 Jahren ihre erste Competition auf Oahu, den "Rell Sun Menehune", in den Long- als auch Shortboard Divisions gewann. Ein Jahr später erhielt sie mit Rip Curl und Tim Carroll Surfboards ihre ersten Sponsoren und sah einer Karriere als Surferin entgegen, der alle eine gute Zukunft voraussagten. 

Doch Bethanys Werdegang verlief anders als erwartet. Während einer Surfsession mit Freunden am Tunnel's Beach am North Shore von Kauai wurde Bethany von einem 14-Fuß großen Tigerhai attakiert, der neben einem großen Stück aus ihrem Board auch ihren linken Arm unterhalb der Schulter abbiss. Wäre Bethany an diesem Tag allein unterwegs gewesen, hätte sie keine Chance gehabt, diesen Angriff zu überleben. Nur mithilfe ihrer Freunde schaffte sie es zurück zum Strand zu paddeln, wo diese ihr den restlichen Arm mit einer Leash abbanden, um den weiteren Blutverlust zu stoppen. Auf direktem Weg ins Krankenhaus überließ ihr ihr Vater seinen OP-Termin, der an diesem Tag eigentlich eine Knie-OP haben sollte.

Andere hätten nach einem solchen Erlebnis womöglich nie wieder einen Fuß ins Wasser gesetzt. Doch nicht Bethany. Gepackt von dem Gedanken irgendwann wieder richtig surfen zu können, gab sie nicht auf und begann bereits 4 Wochen nach dem Unfall wieder im offenen Wasser zu trainieren. Sie lernte, teils auch mithilfe eines speziell für ihre Bedürfnisse geshapten Board, wie sie mit nur einem Arm dennoch gut paddeln kann und schaffte dank ihres Vaters, der ihr einen Griff ans Board baute, sogar die DuckDives durch die Wellen.

Im Januar des darauffolgenden Jahres schaffte sie dann endlich die Rückkehr zu den Surf Competitions und belegte sogleich den 5. Platz bei den Open Women's Division der regionalen NSSA Contests. Angespornt von diesem Erfolg siegte sie im Jahr darauf sogar bei den NSSA National Championships und holte damit ihren ersten nationalen Titel.

Die Geschichte von ihrem Unfall ging um die ganze Welt und machte sie auch außerhalb der Surferszene bekannt. Ihren neugewonnenen Bekanntheitsgrad nutzte sie bereits mit 14 Jahren um anderen zu helfen. Zusammen mit der Organisation "World Vision" reiste sie 2004 nach Thailand, um dort den Tourismus nach dem großen Tsunami wieder neu in Gang zu bringen und die Waisenkinder zum ersten Mal nach der Katastrophe wieder an den Strand zu begleiten. 

Für ihren Mut und ihre Leistungen gewann sie zahlreiche Awards. Ihre Geschichte hielt sie in vielen Büchern fest in der Hoffnung anderen Menschen in ähnlichen Situationen den Mut zu geben, weiter zu machen. Bethany schaffte es sogar auf die Kinoleinwände. Der Film "Soul Surfer" erzählt nicht nur von ihrem Unfall, sondern vor allem von ihrem Weg zurück in das Surferleben. 

 

 

Hier noch die Bilder vom heutigen Kurs:

Surfkurs vom 18.1.

Wellen Trenner Ende