Deutschland ist bekanntlich nicht gerade das Land, an welches man unbedingt denkt, wenn man vom Surfen spricht. Bis auf ein paar Wellen an der Nordsee hier und da oder die Flusswellen, welche vor allem im Süden vorhanden sind und dort sehr gerne gesurft werden,fällt einem nicht viel mehr ein. Doch was machen eigentlich die Berliner, wenn sie zwischen zwei Surftrips mal wieder die Lust aufs Wellenreiten packt? Ganz klar – sie fahren an die Ostsee. 

Die Ostsee war bislang aufgrund ihrer wenigen, kleinen Wellen und dem vielen Wind, neben heimischen Strandurlaubern, gerade mal noch den Wind- und Kitesurfern als Surfrevier bekannt. Doch einige Surfbegeisterte haben sich nun auch diesen Spot zu eigen gemacht. Denn auf die Minute genau fahren die Fähren von Scandlines mehrmals täglich vom rostocker Hafen in Warnemünde nach Dänemark und ziehen schöne, lange Bug- und Heckwellen hinter sich her. Diese zwischen 50 und 150 cm hohen Wellen werden dann schon von den Surfern erwartet, welche sich bereits im Voraus im Wasser gut positionert haben. 

Sogar ein lokaler Surfshop hat dort seine Nische gefunden und unter anderem einen Stand aufgemacht, an dem man entweder Surfkurse mitmachen oder sich für kleines Geld Board und Wetsuit leihen kann, um sich in die Wellen zu stürzen. "Warnefornia", wie die Locals den Ort mittlerweile schon nennen, bietet sogar 3 verschiedene Spots an. Neben "Casino" und "Hotel Hübner" gibt es noch "Kenny's Wave", wo dieses bislang noch ungewohnt Bild von Surfern in der Ostsee bewundert werden kann. 

A German Winter Surf Experience from SPOTelicious on Vimeo.

 

Und hier noch die Bilder vom heutigen Surfkurs für euch:

Surfkurs vom 9.1.

Wellen Trenner Ende