Vor dem ersten Ausflug mit dem Surfboard ins Weißwasser oder in richtige Wellen sollte man sich an dessen Verhalten im Wasser gewöhnen und die Paddeltechnik lernen. Wie ihr auf den folgenden Bildern sehen könnt haben unsere Surfschüler gut aufgepasst und das Gelernte heute direkt auf dem Wasser angewendet.

Surfkurs am 27.07.2010

Hier einige Auszüge aus unseren Theorieteilen Paddeln und Boardgefühl:

Auch ein Surfboard für Einsteiger besitzt gerade einmal soviel Auftrieb, um einen Surfer im Sitzen oder Liegen zu tragen. Das Aufstehen auf einem Board im stillen Wasser ist nahezu unmöglich. Auch beim Sitzen kann man das Gleichgewicht verlieren und seitlich vom Board rutschen. Deshalb sollte man zunächst beobachten, wie das Board im Wasser auf Gewichtsverlagerung reagiert und so ein Gefühl dafür entwickeln. Wer zu weit hinten sitzt oder liegt lässt die Nose steil aufsteigen, wer sich zu weit vorne platziert taucht mitsamt der Boardspitze unter.

Um die richtige Lage zu finden ist beim Paddeln ist die Lage des Körpers auf dem Brett extrem wichtig. Die Position auf dem Board hängt von der Körpergröße des Surfers und der Boardlänge ab. Die richtige Paddelposition bestimmt man so: Achtet darauf, dass das Brett weder vorne steil aus dem Wasser ragt, noch mit der Brettnase ständig unter Wasser hängt. Mit einem leichten Hohlkreuz und ausgestreckten Beinen sollte die Nose leicht aus dem Wasser ragen. Geht man aus dem Hohlkreuz und drückt mit der Brust auf das Board, sollte die Boardnase flach auf dem Wasser liegen, aber nicht untergehen. Diesen Trimm braucht man später, um Wellen anpaddeln zu können. Eine falsche Lage kostet durch vergrößerten Wasserwiderstand Kraft beim Paddeln und wird es euch schwer machen, Wellen zu bekommen. Achtet darauf, dass die Beine nicht im Wasser schleifen. Gerade Beginner neigen dazu, die Beine zur Stabilisierung rechts und links vom Board hängen zu lassen.

Das Paddeln dient eurem Vortrieb. Nur mit effizientem Paddeln gelangt man schnell durch die Brandungszone nach draußen und holt dort eine hohe Ausbeute an Wellen. Der Paddelzug beim Wellenreiten ähnelt dem Bewegungsablauf beim Kraulen. Die Arme schwingen abwechselnd weit nach vorne, tauchen dort ein und werden gleichmäßig in einem langen Zug nach hinten durchgeführt. Die Hände führend dabei (rechter Arm von oben betrachtet) eine S-förmigen Bewegung aus. Keine kurzen, abgehackten Paddelzüge machen, sondern gleichmäßig durchziehen. Dabei werden die Hände locker gehalten, die Finger dürfen leicht gespreizt sein.

Darauf sollte man definitiv besonders achten:
Hektische und kurze Paddelzüge sind nicht effektiv, man sollte versuchen das Wasser zu spüren und so einen guten Vortrieb aus dem Armzug herauszuholen. Der Paddelzug des anderen Armes setzt nahtlos an diesen Vortrieb an. Die maximale Geschwindigkeit ist beim Rauspaddeln zum Line Up nicht wichtig, sondern viel mehr die individuelle Geschwindigkeit über eine längere Zeit halten zu können, denn manchmal paddelt man mehrere Minuten, bis man ans Ziel gelangt. Hier ist Ausdauer gefragt.

Wellen Trenner Ende