IMG_3117-2Ein Jahr ist also bereits vergangen … hm, so lange kam mir das gar nicht vor, aber es stimmt schon – da war Sommer, Sommer, Winter und wieder Sommer, also vier Jahreszeiten. Gestern habe ich es nicht geschafft die ganzen Gedanken mal in Ruhe zu "Papier" zu bringen, aber wenn ich eines gelernt habe, dann die "tranquilo Mentalität" der Spanier anzunehmen. Es dauert eben immer alles etwas länger als geplant und wenn es nicht heute klappt, dann eben morgen. Dabei denke ich an unsere ersten 2 Monate, wo wir vergebens auf Lizenzen, die Einrichtung von Bankkonten und ganz wichtig die Fertigstellung der Lounge sowie das Internet warten mussten. Wie viele Stunden habe ich im VW-Bus am Hafen verbracht. In sengender Hitze habe ich dort gestanden um mit "free Wifi" arbeiten zu können.

Ich erinnere mich gut an unseren Shopping-Trip zu IKEA, wo nichts,aber auch gar nichts mehr ins Auto und in den Hänger gepasst hätte und wo wir noch 30 sec. vor Abfahrt der letzten Fähre von Lanzarote nach Fuerteventura den Hafen erreichten. Ich erinnere mich an unseren ersten Surfkurs hier auf der Insel, mit einer Kiter-Familie, die der Wind im Stich ließ. Alle trugen ihre Boardshorts über den Neoprenanzügen und wollten diesen modischen Fehlgriff in keinster Weise korrigieren. Zu dieser Zeit waren unsere Gäste noch in Apartments und teilweise mit uns gemeinsam in einem Apartment untergebracht. Ein Pottpurri der guten Laune und der unterschiedlichsten Charaktäre wurde uns hier geboten. Von tuckigen Männern, zickigen Tanten, lustigen Clowns, einnehmenden Schönheiten, aufreizenden Sich-Zur-Schau-Stellern und jede Menge lieber Menschen, denen wir das Surfen beibringen durften. Mittlerweile sind wir ja mit dem Surfcamp in das Surf & Dive Ho(s)tel Marea Viva umgezogen. Dort begrüßen Michael, Andrea und Tom unsere Gäste, es gibt eine Bar, eine geniale Dachterrasse und viele weitere tolle Sachen.

Familien Surfen hat sich auch mehr und mehr durchgesetzt. Wie viele kleine Gäste durften wir im vergangenen Jahr begrüßen, immer mit ihren Eltern im Gepäck… oder umgekehrt. Wir haben noch nie so schnell Menschen auf Brettern stehen sehen, wie in unseren Kidskursen. Einmal gezeigt und schon standen sie auf dem Brett, unglaublich! Aber genau dies macht ja den besonderen Reiz aus, mit unseren Kleinen gemeinsam surfen zu gehen. Egal welches Level, es hat und macht mit allen Schülern super viel Spaß, Die einen brauchen ein wenig länger, die anderen stehen super schnell. Aber am Ende des Tages bleibt bei allen dieses einzigartige Lächeln im Gesicht, was man nur nach dem Wellenreiten im Gesicht haften hat.

Wir erinnern uns alle an Mirco, der uns immer mit Rat und Tat zur Seite stand und mit seinem nicht enden-wollenden Humor alle zum Lachen brachte. Seien es seine Pubsegeschichten oder alles andere, mit denen er ein Lächeln auf unsere Gesichter zauberte. Ich erinnere mich an Pepe und Steff, wie sie unser Apartment eingerichtet haben, die Lounge zusammen gezimmert haben und wie sie beide mit Nägeln im Mund und mit Schrauben bewaffnet alles auf den Kopf gestellt haben. Shelter immer mittendrin, mit Sägespänen im Fell oder war er doch am Strand und hat sich Berge angesehen … !?

Mir fallen wieder viele Details ein, was die Entdeckung der Strände anbelangt, sei es Esquinzo, Playa de la Escalera, die Strände im Osten oder des North Shores. Viele tolle Wellen habe ich in diesem Jahr gesehen und surfen dürfen – da hält Fuerteventura wirklich einges bereit. Der Sommer war heißer als gedacht und manchmal hat man sich schon gewünscht, dass es eine Klimaanlage in der Lounge oder der Wohnung geben würde. Aber auch das ließ sich mit dem Einsatz von Ventilatoren regeln. Irgendwann hatten wir dann alle Lizenzen, Versicherungen, Bankkonten, das Internet und alles andere zusammen und es konnte richtig losgehen.

Kleinere Probleme, wie der Ausfall der Lichtmaschine am Auto wurden überwunden und sonst? – was hatten wir eigentlich für Verletzungen hier? Hm, ich glaube es war ein sehr sicheres Jahr und bis auf einen angebrochenen kleinen Zeh (beim Abspringen vom Board in 5 cm tiefes Wasser) und ein paar Hautabschürfungen von Steinen am Strand kam es zu keinen weiteren Vorfällen. Also, Ziel erreicht … Sicherheit und Spaß steht eben doch im Vordergrund bei FreshSurf!!!

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen unseren Gästen bedanken, die teilweise schon mehrfach auf die Insel zurück gekehrt sind. Ein herzliches Dankeschön auch an unsere Eltern und Freunde, die das ganze Projekt mit tragen und unterstützen. Ein riesen Dank geht noch einmal an alle Beteiligten an FreshSurf, an Chris für seine Hilfe mit der Website, seinen unermüdlichen Einsatz im Social Media Management und natürlich auch als Ratgeber in allen Lebenslagen. Unser Dank geht an Steff und Pepe für den tollen Einsatz am Wasser und am Land; für den Aufbau der Schule, die Realisierung eines Traums und das Gefühl immer jemanden in der Hinterhand zu haben, auf den man sich verlassen kann. Danke an Leni, die mir hier in schweren Zeiten zur Seite gestanden hat und auf die ich mich immer verlassen kann! Ein Dank an Steffi, die uns mit ihren Graphiken viel Freude bereitet hat. Danke an Marco für das unglaublichste Logo der Welt, wir genießen es jeden Tag!  Ein Dank auch an all unsere Partner und im besonderen an die, die mit uns hier auf der Insel leben. Ein Dank an alle Blogleser und -leserrinnen und an all diejenigen, die uns helfen FreshSurf im richtigen Licht zu präsentieren. Alle, die jetzt nicht namentlich erwähnt wurden und ihren Beitrag geleistet haben auch noch einmal ein herzliches Dankeschön. FreshSurf ist nichts ohne euch und ohne all die lieben Menschen, die uns ein Jahr lang begleitet haben

DANKE!

Ach ja, hier kommen noch die Bilder des heutigen Tages:

Surfkurs am 04.05.2010

Wellen Trenner Ende