Beginner Surfer - www.freshsurf.deNachdem ein Surfer die Hürden des Aufstehens und Wellenabreitens überwunden hat, folgt eine Periode, die man als  Novizen-Stadium bezeichnen kann. In diesem Stadium erlernen die Surfer die fundamentalen Kenntnisse und Fähigkeiten  dieser Sportart. Jeder Surfer, ob nun Hans Wurst vom Local Beach bis hin zu Kelly Slater, mussten diese Stufe überwinden um eine Kontinuität in ihrer Performance zu erlangen..

Die Fähigkeiten, die hier angesprochen werden, sind die Fähigkeiten sich richtig im Line-up zu positionieren, die Wellen zu bekommen, intensive zu Paddeln, erfolgreich den Take-off zu performen und kontinuierlich die Welle zu reiten – vom Anfang bis zum Ende. Achtung: Ich habe hier noch lange nichts über die Performance von Surf Manövern gesagt, diese zu erlernen folgt in einer späteren Entwicklungsphase.

Die typische Performance eines Novizen sieht so aus, dass er viele viele Wellen anpaddelt und nur wenige bekommt. Wenn er einmal eine Welle bekommen hat, macht er einen sehr langsamen Take-off und reitet die Welle direkt durch die Mitte, gerade auf den Strand zu und springt schon wieder vom Board ab, bevor die Welle ihrem Ende auch nur annähernd nahe ist – alles aufgrund der Aversion nicht gewaschen zu werden.

Ganz im ernst, viele Fehler ereignen sich rund um den Take-off und können in zwei Hauptkategorien eingeteilt werden.

Die richtige Positionierung und die Kante der Welle zu durchbrechen oder zu überwinden macht den Take-off simpler

  1. Beginner-Surfer versuchen die Welle nicht am Peak, sondern von der Schulter der Welle aus anzupaddeln, erstens aufgrund von fehlendem Selbstvertrauen oder der Angst den Take-off zu „versemmeln“. Sie wählen somit den vermeintlich sicheren Weg – aber es ist nun mal nicht möglich eine Welle zu bekommen, wenn man nicht im steilen Teil positioniert ist. Ich habe  vor kurzem einen Vater im Wasser miterlebt, der seinem Sohn geraten hat, etwas tiefer zu sitzen um Wellen zu bekommen, weil er zu weit draußen an der Schulter war. Die Richtung, die er damit vorgegeben hat war korrekt, aber seine gewählte Terminologie war falsch. Ein Beginner benötigt spezifischere Instruktionen. Für den Surfer wäre es effektiver gewesen, wenn der Vater folgendes gesagt hätte: „Paddel ein wenig näher zum Peak und paddel die Welle dort an, wo sie anbricht!“ Damit hätter er dem Anfängersurfer ein Bild vermittelt, wo er sich positionieren sollte und dieser Hinweis wäre positiver übermittelt und aufgenommen worden.
  2. Die meisten Beginner bleiben beim Take-off an der Lippe der Welle hängen, was wiederum dazu führt, dass sie hinter der Welle zurückbleiben oder „gesmasht“ werden. Was sie lernen müssen ist, dass bei jeder Welle eine Art Kante entsteht, die überwunden werden muss, um den Take-off  richtig zu performen. Natürlich ist diese Kante letzten Endes die Lippe der Welle, die bricht, wenn die Welle zusammenbricht. In seichten Wellen ist diese Kante eng und leicht zu durchbrechen, je größer und hohler jedoch eine Welle bricht, desto härter muss man paddeln um die Kante zu überwinden. Wenn diese Kante einmal durchbrochen ist, so ist der Drop viel einfacher zu performen. Um also den Punkt zu überwinden, an dem man von der Lippe der Welle “gefangen” wird, sollte ein Beginner 2-3 Paddelschläge “auf gut Glück” machen. Also 2-3 Paddelzüge mehr, als er glaubt benötigen zu müssen.

Die richtige Positionierung am Peak und das überwinden der „Kante“ sind also fundamentale Aspekte um Selbstvertrauen aufzubauen, wenn es ums Surfen geht. Diese beiden Aspekte bestimmen die schnelle oder langsamere Entwicklung eines Surfers.


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