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Surfsüchtig!
Was hat es auf sich – das Surfen auch Wellenreiten genannt. Im unberechenbaren Nass,stundenlang auf einem Styroporbrett für einige Bruchteile zu schlittern um dann wieder unkontrolliert ins Wasser zu klatschen. Das soll Spaß machen und sich lohnen…? Jaaaaaaaaaa verdammt! Jede einzelne Sekunde ist einfach großartig und in Worten kaum zu fassen. Dieses Gefühl unter völligen Adrenalinüberschuss und Angespannheit, leicht und fast schwerelos wie auf Wolken zu schweben, ist mit nichts auf der Welt zu vergleichen. Man möchte es immer und immer wieder erleben und wird süchtig und sehnt sich jeden tristen, grauen Alltag nach dieser einen Welle – um sich seine Seele frei zu surfen. Und man hat wieder dieses Dauergrinsen im Gesicht, was tagelang nicht verschwinden mag. Und dann hat man es wieder dieses Gefühl und man vergisst keinen Moment, wie es ist zu gleiten und mit der Welle eins zu werden. Anpaddelnd da draußen im Meer, sich umblickend und mit den Wellen redend, sich dann in voller Konzentration auf die herrlich heran rauschende Übermacht des Meeres zu fokussieren. Nun heißt es die Geschwindigkeit zu bekommen und mit einem Satz zu stehen. Wo bricht die Welle, zur welcher Seite fällt sie ab. Diese? Lies sie richtig! Ja jetzt oder nie! Steh auf! Dann in die richtige Position und man glaubt für einen Augenblick zu fliegen – nur Du und die Natur im Einklang, im Rausch der Elemente- die Welt gehört dir allein für diesen Ride. Der näherkommende Strand, der Sonne entgegen gleitest Du ins endlose Vergnügen mit ewigen Erinnerungsfaktor. Niemals möchte man es mehr missen und der ganzen Welt davon berichten – wie es ist auf Wasser zu fliegen…
Wann immer die Chance besteht, wo immer es möglich ist und egal ob für Stunden oder Monate – schnappt euch ein Board, paddelt den Wellen und der Sonne entgegen und lasst euch zurücktragen auf dem Rücken von Poseidon um euch ein Leben lang daran zu erinnern!
Grüße from EAST-Germany
Alexis
Und als kleiner Zusatz hier noch die Bilder vom gestrigen Kurs, welche Andreas für uns geschossen hat:
“Meine erste grüne Welle!” – Steff
Von meiner ersten grünen Welle kann ich sehr detailliert berichten, da sich dieses Ereignis in meinen Kopf gebrannt hat, wie der erste Kuss – Beides war feucht und ich wusste nicht was gerade passiert. Zum Surfen kam ich durch einen Praktikanten, der in der gleichen Firma wie ich in Deutschland beschäftigt war. Das Ganze war im Jahr 2001. Dieser nette, junge Mann erzählte mir vom Surfen in Portugal und dass er nur hier arbeitet, um den nächsten Surftrip finanzieren zu können. Ich dachte mir: Surfen? Portugal? Nicht Hawaii? Das gefällt mir bestimmt als Snowboarder!“
Im Jahr 2002 war es dann soweit. Ich hatte zwei Freunde überredet mit mir nach Portugal zu fliegen, um einen Surfkurs und davor noch einen Abstecher nach Paris zu machen. Der Surfkurs ging über zwei Wochen und wir hatten sehr angenehme Surflehrer, die uns zwei Mal täglich zwei Stunden unterrichteten. Ich kann mich noch sehr gut an alles erinnern. Wie meine Arme gebrannt haben, ich mich überhaupt nicht mehr zum Take-Off hoch drücken konnte und wie kalt das Wasser in Portugal war. Nach ein paar Tagen im Weißwasser fuhren wir nach Banana Beach direkt neben dem Weltklasse-Spot Supertubos.
Ich erinnere mich noch sehr gut, dass an diesem Tag heftigster Off-Shore Wind auf die Wellen bließ und ich total genervt war von der Gischt, die mir in die Augen spritzte. Eigentlich perfekte Bedingungen, um grüne Wellen zu surfen. Doch nicht für meine Wenigkeit.
Bei mir passierte es einen Tag später am Strand von Peniche, als ich eine Welle anpaddelte von der ich dachte, dass sie viel zu steil sei. Doch diesmal nicht. Der Surflehrer schrie „STEH AUF“ und ich tat was er sagte und sauste mit wedelnden Armen und ohne die Spur halten zu können im ZickZack die Welle runter. Erst wusste ich nicht was gerade passiert ist – bis ich den holländischen Instructor mir zujubeln sah.
Das war sie also „Die erste grüne Welle“…
Euer Steff
Hier noch als Abschluss die Bilder unserer Kursgäste auf ihrem Weg zur grünen Welle:
Rettungsaktion mit Nik Buchannon am Waikikibeach in Corralejo
Große Wellen trafen heute auf Fuertes Norden, sodass unser Kurs am Nachmittag auf die Ostküste ausweichen musste, um doch noch Surfen zu können. Auf dem Weg dorthin checkten sie verschiedene Strände entlang der Nord- und Ostküste und trafen am Waikikibeach im Centrum Corralejos auf 2 Surfer, welche auf den Steinen "gestranded" waren und aufgrund der Wellen nicht mehr von dort weg kamen. Unser Surflehrer Nik hat natürlich sofort reagiert und die beiden aus ihrer misslichen Lage geholt. Zusammen mit den Kursteilnehmern wurde erste Hilfe geleistet, Kopfwunden und andere Schnitte fachmännisch verbunden und gleich auch demonstriert, was wir sonst nur in den Theoriestunden vom Surfkurs erzählen. Nachdem die beiden Pechvögel versorgt und nach Hause gebracht wurden, blieb dennoch genügend Zeit für eine Surfsession am Glasbeach,
Hier also die Bilder vom heutigen Kurs:





